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Ja wo samma denn?!
- Das Kreuz mit dem Kreuz -

Gerhard Krause, 2018, PDF

Unsere Erfahrungen mit dem Politik-Gewerbe gehören zu den ältesten, die zu machen der Bürger gezwungen ist: von Geburt an!

Mein Verhältnis zu diesem Berufsstand schwankt zwischen

Bewunderung und Unverständnis. Worüber ich staune, ist die geradezu „mystische" Begabung des in ein Ministeramt gewählten Menschen, bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit zum Kronexpertentum seines ministerialen Fachbereichs gefunden zu haben. Toll!

Ja, so befindet sich unsere nationale Welt in verantwortungsbewussten Händen und wir können uns beruhigt zurücklehnen.. .

Man verzeihe, dass sich meine Sympathie für Volksvertreter und -innen im Allgemeinen deshalb in engen Grenzen bewegt, weil es diesem Berufsstand offensichtlich extrem an Einsichtsfähigkeit und Lerneffekten mangelt. Wer hätte je einen Diskutanten in politischer Runde erlebt, der nach argumentativem Austausch bekennt: "O.k., ich sehe ein einen Fehler gemacht zu haben" oder "von dieser Sache verstehe ich leider zu wenig"?

Doch siehe da: wie eine bedingte Lichtgestalt, neuerdings Ministerpräsident des schönen Bayernlandes, Markus Söder (CSU), trifft er mit seinem Ministerrat eine unerwartete Entscheidung, wie sie anderen Bundesländern gleichsam möglich sein sollte! Der standfeste Bayer, den manche für einen schlauen Bittertropfen halten, beginnt ein interessantes Profil aufzuzeigen. Er verkündet den

Beschluss, ab l.Juni d.J. in allen staatlichen Behörden seines Bundeslandes ein Kreuz aufhängen zu lassen. Wow! Markus Söder als Glaubenshüter? Wer hätte das gedacht? Also ehrlich, nach den vergangenen Diskussionen um Kreuz

oder nicht Kreuz in Schulen, habe ich mich über diesen Beschluss riesig gefreut! Bin ich doch auch Bayer!

Wer möchte behaupten, es hätte mir oder meiner Generation geschadet, in all den Schulen und Lehranstalten, wie ich sie durchlaufen habe, mit den Lehrkräften ein kurzes Morgengebet an den Herrgott gerichtet zu haben?


Meine Freude über die bajuwarische Mutprobe schlug aber schnell in Fassungslosigkeit um, weil Münchens Kardinal Reinhard Marx meckerte, diese Entscheidung würde für Unruhe sorgen und ein "Gegeneinander" auftürmen. Eine solche Debatte, so eifersüchtelte er, hätte mit Kirchen geführt gehört! Ein Kardinalfehler, Herr Kardinal! Fragt sich nur, warum die Mammutkirchen sich so schüchtern zurückgehalten haben, als Kreuze in Klassenräumen abgehängt worden sind. Betraf dies etwa nicht ihr Metier?

Selbstredent hängte sich der EKD-Ratsvorsitzende und Landesbischof Münchens, Bedford-Strohm, an die Kritik seines katholischen Kollegen und warnt vor parteipolitischem Mißbrauch des Christensymbols. (Als ob Söder das zur Zeit nötig hätte.. ) Dass er weiter radebrecht, Gott (!) sei mit einem "Schrei der Verzweiflung" am Kreuze gestorben, entspringt halt einem korrekturwürdigen Gottesbild und hängt mit der hierarchischen Verkennung Christi zusammen. Er wird es aber nicht anders wissen (wollen?) und kann deshalb nix dafür.

Wo nur, so fragen sich viele, bleibt die Freude über jedes einzelne Kreuz - sichtbarer Ausdruck des Sieges Jesu Christi? Warum sollte sich Gott der Herr über Empörung, Kritik, Ängste, Unverständnis aus Reihen derer, die schwere Kreuze aus Edelmetall vor ihren Bäuchen hängen haben, freuen? Wer vermag solch "Bodenpersonal" zu begreifen? Ja wo samma denn?!

Unsere gesamte Kultur, auf die wir doch stolz sein können, ist christlich geprägt und unter dem Zeichen des Kreuzes entstanden.

Gewachsene Kultur sollte ein Recht auf Pflege und Fortsetzung haben. Was könnte selbstverständlicher und ehrenhafter sein, als die deutsche Leitkultur eingebettet ins Christentum zu belassen? Das nimmt, bitteschön, anderen Kulturen nichts weg!

Es bleibt jedem überlassen, auf seine religiöse Ausrichtung zu bestehen; nebst anhängiger Symbole, Also steht mir das gleiche Recht zu, weshalb ich als Christenmensch stolz und dankbar bin, mich als,Geistchrist' im spirituellen Fahrwasser bewegen zu dürfen. Aus ganzem Herzen gönne ich jedem die Schlüssel-Erkenntnis über den Herrn, der den Zutritt ins himmlische Reich ebnet: Christus Jesus!

Das Kreuz ist nicht nur Ausdruck einer festgeschriebenen Religionsfreiheit, sondern Garant für eine Nächstenliebe, die auch Gegnerschaften und Kritiker mit Friedfertigkeit und Akzeptanz bedient! Welches andere Symbol, so rätsele ich, bietet jedem Geschöpf diese Sanftheit? Das Zeichen, unter dem und mit dem sich jeder

angenommen verstehen darf, soll schädlich sein?

Wer oder was schafft es denn, Angst vor dem

Kreuz zu schüren?

Die über Facebook verbreitete Meinung des Herrn Lars Castellucci, kirchenpolitischer Sprecher der SPD: "Kreuze die nur deshalb hängen, weil es eine staatliche Verordnung gibt, nützen niemandem."

Da irrt der Gute, denn noch bestimmt jeder Einzelne für sich in seinem Innersten, welche Bedeutung und Strahl-kraft das Jesus-Zeichen hat. Zudem bewirkt der Anblick eines Kreuzes immer etwas, egal, aus welchen Gründen es dem Betrachter vorgewiesen wird. Umgekehrt stellt sich die Frage, wem das Fehlen des Kreuzes (in Christen zugehörigen Räumen) nützen sollte? Entdecke ich so ein Manko, aktiviere ich das "innere Kreuz" meiner Gesinnung, und weiß damit den Herrn nahe der etwas verwaisten Örtlichkeit...

Unsere Urschuld wurde mit dem Gottessohn ans Kreuz genagelt. Seitdem vermag jeder Geist wieder aufzuatmen und darf sich in himmlischer Heimat erwartet wissen. Demnach ist das Kreuz für mich ein sichtbares "Halleluja" und damit weit mehr, als kulturelle Identität und Historie!

Leider gibt es auch bei Entgleisungen einen Gipfel: schlimmer geht immer!

So tönt - in interessanter "Einheit" - die Katholische und Evangelische Jugend Bayerns folgenden Kommentar: "Damit wird das Ursymbol des Christentums (...) instrumentalisiert und als Ausgrenzungssymbol mißbraucht". Ja geht's noch??

Pardon, aber ich für meinen Teil streiche dieser Jugend ab sofort den katholischen oder evangelischen Charakter, denn für die Ehrenhaftigkeit des Kreuzes - als Symbol

friedvollen Miteinanders - haben zu allen Zeiten, seit Jesu Erdenweg, viele Glaubensahnen jener Jungspunde gekämpft, die übersehen, dass Christen für ihre Überzeugung Leben und Gesundheit riskierten; und dies mit dem Kreuz in der Hand oder vor der Brust. Für mich sind

diese Negativ-Perspektivler einfach nur noch "Jugend": lern- und verbesserungswürdig in besonderem Maße - was man ihnen auch zuzugestehen hat!

Söder, selber noch nicht so alt aber alterfahren, bringt es auf den Punkt "dass wir über Toleranz für andere Religionen reden und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, zu unserer eigenen Religion zu stehen." Also Geistchristen, wie ich sie kenne, stehen unbeirrt zur Geschichte Golgathas und zwar mit allem, was dazugehört.

Ob dies die Großparteien römisch-katholischer, protestantischer oder sonstwer-Coleur ebenso tun, dies bleibt freilich der Bewertung des Höchsten überlassen.

Ich versehe meine Segenswünsche für Sie, für dich, für euch alle mit dem Kreuz,

dem Heils- und Siegeszeichen unseres Herrn.