MENSCHEN, WOLLT IHR EWIG LEBEN?

Gerhard Krause, 2019

- Der Traum von der Unsterblichkeit -

Gehören nicht jene, die sich den uralten Traum von Unsterblichkeit nur allzu gerne erfüllen würden zu den Zeitgenossen, die gesund, bestversorgt und relativ kummerfrei sind?

Aus verschiedensten Gründen gehören die, die froh sind irgendwann dem irdischen Jammertal entwunden zu werden, zum Rest der Menschheit. Für alle aber gibt es GOTT sei Dank diese Macht, die als Herr über Leben und Tod genau über dieses entscheidet!

Die Alterspyramide weitet sich - gemessen an unsere Vorfahren werden wir immer älter. Das freilich nährt die Lust auf einen unbefristeten Aufenthalt auf Terra! Wissenschaftliche Köpfe glauben mutmachend zu wissen, das menschliche, biologische System sei auf zweihundert Jahre angelegt. Na ja, ob der liebe Gott das auch weiß? Gewiß, meine Generation - die der unmittelbaren Nachkriegszeit - schaukelt nicht schon mit siebzig im Ohrensessel dem Nirwana entgegen. Vielmehr interessieren sich eine ganze Menge aufgeschlossener Senioren für die Frage, bis zu welcher Geschwindigkeit das Windschott im offenen Cabriolet standhält; damit verhindert wird, die letzten Haare auf der Strecke zu lassen.

Ehamais ist man vielleicht langsamer und mit weniger kompliziert benannten Todesursachen gestorben, aber früher! Der "Pschyrembel" in seiner Auswahl tausender möglicher Todesursachen, wurde meist auf "Herzversagen" herunterdiagnostiziert das war's in der Regel. Der Neuzeit Antwort darauf wäre "multiples Organversagen" oder sowas. Dem Herzen war und ist es wurscht: es bleibt einfach stehen, und das wie eh und je! Egal, bevor das Schlagwerk heutiger Herz träger seine Unruh einstellt, ist man bis ins hohe Alter gut drauf. So gut, dass sogar manche Enkel lahm gegen die agile Seniorenschaft wirken, überhaupt scheint sich auch der Konservatismus neue Anhänger gesucht haben und muß wohl bei jüngeren Generationen fündig geworden sein. Es ist jene Generation, wo öör Ehegatte L seiner Frau das Schnittlauchschneiden abnimmt, Elternzeit nimmt, um den frischen Nachwuchs (und sich?) nicht einen Augenblick aus dem Fokus zu verlieren und sich stolz am Kinderwagen festhält. Sei's drum. Das Jungsein versteht es geschickt, sich hinter einem Outfit in grau, schwarz oder sonstigen Deckfarben,verschämt in gleichgefärbter Masse zu verbergen. Und wer macht auf 'Strahlemann und Söhne' und läuft selbstbewußt in gelben, roten, grünen oder aus Leinen gemachten Beinkleidern herum? Die, die jüngere übermütige veranlassen zu denken: 'Sieht der alt aus!' Dabei verstehen es manche Old-trendsetter nur geschickt, von ihrer Inkontinenz abzulenken. Auch die Damenwelt verfällt längst schon der Langweiligkeit und hält sich-in Jeans und irgendwas Unpassendes darüber, für gut angezogen. Ja, ja, die Jungen sind auch nicht mehr das, was sie einst waren - und man kann es nicht übersehen, denn auch hier ist ein uniformer Auftritt zu beobachten: Glatze, selbstschonende Bewegungsabläufe (Coolness genannt), Opabart und Vegi-Kost. Früher waren das Merkmale, die das Kindlein dazu verführten, bei diesem Anblick begeistert "Opa!" auszurufen. ..

Und die heutige Damenwelt im Gros?

Reine Männerberufe sind kaum mehr zu finden. Was Wunder, wenn Sportmoderatorinnen betont männliche Stimmbänder vortäuschen und die Modulation deshalb ätzend ist und der Maskulinismus ebenfalls die Seiten gewechselt zu haben scheint. Dabei dominiert in den Träumen der Männerwelt der sanfte Feminismus das Geschehen, oder? Weil die biologische Uhr vor sich hergeschoben wird, ist heutzutage die Mutterschaft mit dreißig eher normal - und weit darüber hinaus! "Man(n) braucht mehr Zeit für sich und den eigenen Lebensplan.

Dennoch zwingt eine staatlich gelenkte Zwangsfürsorge die Youngtime-Generationen stärker in die Beschäftigung mit dem Altwerden, als wir typischen "60er" es jemals taten, denn wir glaubten der Beschwörungsformel eines Ministes, der tatsächlich heute bestens versorgt ist: "Die Renten sind gesichert!"

Mitnichten. Deshalb sind die Jungen gezwungen, sich sehr früh Gedanken über ihre Altersversorgung zu machen. Ehrlich gesagt hat sich meine Generation darüber kaum Gedanken gemacht. Wir haben halt gelebt, waren damit beschäftigt die Welt in eine neue "Rock and Roll"-Ordnung zu bugsieren und viele dürfen deshalb von ihrer Rente einmal ihr Vehikel volltanken.

Etwa 83 Mio. Menschen teilen sich das Deutsche Land. So viel wie nie zuvor, weil Zuwanderungen die Gesamtbevölkerung mehr als gut bedienen. Ein Volkscharakter verändert sich - Vor- und Nachteile gibt es - und als tiefgläubiger Christ stellt sich mir die Frage: Mischt der liebe Gott auf?(Gewinnt ein gemixtes Getränk immer an Geschmack, oder liegt es an den Anteilen?] Fragen über Fragen.

"Die Zahl der Menschen ab 67 Jahren stieg zwischen 1990 und 2018 um 54 Prozent von

10,4 auf 15,9 Mio." ("BILD" 28.06.2019) Wenn wir einen Blick voraus um zwanzig Jahre vornehmen, dann gewann die Rentnerklasse um etwa 37 Prozent hinzu! Prognose: Dabei soll es erstmal bleiben.

Tatsächlich ist es, als hätte sich nichts bewegt, wenn wir auf das Jahr 2060 schauen: Wieder treten sich 83 Mio. Menschen in unserem Land gegenseitig auf die Füße.' Für uns Ältere wäre es ein zu optimistischer Kommentar zu sagen: "Schauen wir mal..." Die noch Ungeborenen oder in der Jetztzeit Schulpflichtigen, werden eine Seniorenschaft erleben oder mit Selbstbeteiligung zu durchleben haben, die in der Regel auch mit Einhundert noch nicht schockgefrostet sein wird, sondern sich - so ist zu befürchten -, sich vor einer präparatespuckenden Pharmaindustrie verbeugen wird und Kunden eines Ersatzteillagers besonderer Art: was der Mensch halt so braucht, sein können: Herz, andere Organe, Hüften und Prothesen in erweitertem Umfang. Kreislauf, Diabetes, kalte Füße? Kein Thema mehr. Geldaffirmative Konzerne sind für jeden da.

Aber unsterblich werden und den Engelschühchen in einem Jenseits ausweichen? "Amerikanische Forscher gehen davon aus, dass wir bereits 2045 wissen, wie wir Unsterblichkeit erreichen können." ("BILD" 28.06.2019) Gratulation statt Kondolenz?

Muß sich denn die Zukunft auf Begegnungen mit ganzen Heeren von klapprigen Greisen, die mit dem Ewigkeits-Gen in sich herumschlürfen, einrichten? Kaum. Siehe den Anfang dieses Artikels...

Für die ein oder anderen ein kaum erträglicher Nebengedanke: Zu erben gäbe es dann auch nichts mehr, weil die munteren Alten mit den stahlblonden Haaren selber alles verprassen. Zeit genug dazu hätten sie ja. Aber nun mal im Ernst:

Wie gut, dass es eine Allmacht gibt. Ein unvergleichlicher Souverän, welcher sich das Element des Lebens und jegliche Lebenszeit nicht aus den Händen nehmen lässt. Da können sich überkandidelte Labormolche oder Möchtegern-"Götter" in Weiß anstrengen wie sie wollen. Immer wenn sie meinten sie hätten "es", kommt die ernüchternde Antwort: "Nicht wirklich!"

Wenn wir an dieser Stelle kurz in die Vorstellung einer sogenannten Unsterblichkeit eintauchen, dann ergibt sich daraus das Bild eines Horrorszenarios. Unter diesem Wannsinn bräche unser blauer Planet zusammen! Da es nicht sein wird, braucht sich keiner mit diesem Gedanken durch schlaflose Nächte wälzen.

Allein die damit verknüpfte Vorstellung, sämtliche Demagogen, Volksverderber gewissenlosen Art, die subversiven Kräfte und machtgeilen Mächte, dazu das Heer jener, die einzig den Schrottgott "Mammon" anbeten und dafür über Leichen zu gehen bereit sind, sie alle würden unbeschränkt jeden Morgen einen neuen Urständ feiern, lässt uns vor Grauen erzittern. Sämtliche ver-rückten Ideologien, unsäglicher Fanatismus in alle Richtungen verlören nicht ihre Häupter unvorstellbar!

Wie gut dass es den Herrgott gibt - in Seiner Liebe, Gerechtigkeit und Weisheit!

Wer hat denn schon Bock auf "Größen" en bloc wie Hitler, Stalin und Diktatoren, Massenmörder und elende Volksverderber, die man sich noch nicht einmal gemeinsam auf einen Donnerbalken wünscht. Wer Vorteile in der Anballung von Schlechtigkeit und Lieblosigkeit, von Verführung und Zwänge sieht, wählt kranke Gehirne und ein alles überrollendes Chaos. Damit listet man sich einer krassen Erbarmungswürdigkeit zu.

GOTT ist ein Gott der Ordnung. Und weil es eine zeitlose Gerechtigkeit gibt, regeln hohe Gesetze jeden geschöpfliehen Übergriff. Dies greift im Dies- wie im Jenseits.

Von Fantasien, die jenseits göttlicher Vorstellungen sind, kann man sich nicht schnell genug verabschieden! Nix mit lammfrommen Schäfchen neben braven Löwen und einem frohen Miteinander auf "unvergänglichem " Erdboden. Merke - was ja sogar schlecht übersetzte biblische Auslegungen nicht leugnen: Unsterbliches Leben vollzieht sich nicht in feststofflichen Existenzen und Seinsebenen, sondern genau dort, wohin das erdgebundene Geschöpf nicht will: Bei GOTT, in der himmlischen Urheimat aller!

Wenn es aber darum geht, die geistigen Hintergründe des Menschseins und der Feststofflichkeit aufzuhellen, dürfen alle sonstigen Betrachtungsweisen zur Seite rücken.

Sind wir doch alle - so die älteste, christliche Lehre einer Spiritualität, wie sie Jesus kannte und nutzte, einstmals Lichtwesen - Engel - gewesen.' Die wahre Unsterblichkeit, wie sie uns einst verliehen worden ist, liegt natürlich im Geist geborgen. Das Menschenkleid - neben dem Mineral-, Pflanzen-und Tierreich, versetzt uns - aus der Liebe Gottes - in die Lage, Erfahrungen, Prüfungen und Veränderungen hin zur Reinheit anzunehmen. Ein Gnadenakt. Sich die Heimat der Unsterblichkeit, GOTTES Reich, wieder zu verdienen, stellt den wahren Lebenszweck dar!

Die Brücke "hinüber" wurde über das Menschsein Christi, Jesu Erlösungstat auf Erden, geschaffen und uns zugänglich gemacht. Würde jeder Mensch dieses wunderbare Ziel begreifen, hätten wir tatsächlich ein kleines "Paradies" auf Erden.

Blicken wir doch einmal über den "Gartenzaun" in das Jenseits.

Nach wie vor leiden unzählige Gefallene (gestürzte Engel) und in Versündigung Verstorbene aus allen Zeitepochen, in den völlig lichtlosen Sphären, in geistiger Nacht. Nicht nur diese Schöpfung seufzt nach Befreiung und Erleichterung. Jedes Menschlein, was in diese Welt geboren wird, verkörpert einen verbesserungswürdigen Geist. Welchen, das weiß nur GOTT. Sicher aber ist: Jede Geburt ist eine große Chance mit günstigen Bedingungen zu lernen, die Liebe in sich zu entdecken und den eigenen Geist durch Tugendhaftigkeit zu reinigen. Also ist unser Planet eine Bewährungs- und Prüfebene. Das Ziel: Geistiges Leben, Unvergänglichkeit in unmittelbarer Nähe der Liebe GOTTES. Dafür senkte GOtt in uns von sich einen Funken ein!

Ein Menschenleben, unsere Existenz, ist also wie eine Schule die beabsichtigt - und dies unter Berücksichtigung unseres Willens! - bleibende Freiheit und Glückseligkeit zu vermitteln. Wir waren "Bürger des lichten Reiches", zu dem viele "Himmel" sagen, und sind als Bürger eingeschrieben geblieben. Holen wir uns also unsere unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und verhelfen wir anderen (Geistgeschwistern in Leidenssphären) zu dieser Gelegenheit des Vorankommens. Dafür hat GOTT die Ehe gestiftet und schützt sie, weil eine moralisch gesunde Basis Voraussetzung für Fortpflanzung ist. Warum wohl hat uns der Schöpfer den Sexualtrieb als zweitstärksten unserer Natur eingegeben? Es geht um die Liebe für die Gesamtheit all des Geschöpften, für die das Menschenleben eine Aufstiegsleiter sein kann. Es geht um jene, die wir nicht sehen, die es aber gibt und wie wir -der echten Unsterblichkeit zugedacht sind. DANKE, GOTT!