Umwelt und ihre "Schädlinge"

Gerhard Krause, 2019

Bestimmt war die Regensburgerin Verena Brunschweiger - als sie vor 38 Jahren auf unsere bereits stark verschmutzte Welt kam -, ein Kind der Liebe. Nun, da sie als Lehrerin mit Kindern zu tun hat, versteigt sie sich in die Aussage: "Ein Kind ist das Schlimmste, was man der Umwelt antun kann." Hätten Brunschweigers Eltern das Denken ihrer Tochter gehabt,wären -durch die Vermeidung des Nachwuchses unserer Erde-pro Jahr 58,6 Tonnen COz erspart geblieben - so die Aussage. In Fortführung der wissenschaftlichen Auslegung, folgt die Schlussfolgerung, wie segensreich weniger Menschen wären, doch Ethik hurra! - würde sich dies zugunsten der Pflanzen- und Tierwelt auswirken, damit diese "nicht in so krasse Bredouillen geraten."

Diese Haltung gewinnt einem gesunden Verständnis ebenso wenig Boden ab, wie: Ließe der liebe Gott weniger die Sonne scheinen, gäbe es weniger Sonnenbrand. ..

Und wie verklickert diese umweltbesorgte Frau - die das Wohl des Ganzen im Auge zu haben beliebt, den ihr anvertrauten Schülern - nebst deren Eltern, ihre seltsame Einstellung?

"Ich mag die Kinder, die da sind - vor allem meine Schüler." Gäbe es weniger von ihnen, würde Sie eben etwas anderes machen, "oder ich hätte kleinere Klassen, das wäre sehr gut!" Ein Schelm, der Widersprüche entdeckt...

Bleiben wir doch einmal im Denkprogramm der Frau Lehrerin. Wie der "Club of Rome" längst anregte, mögen die Frauen doch auf Nachwuchs verzichten. Das wäre eine Prämie von 50.000 Euro wert "für die, die verantwortungsbewusst handeln." Älter als 50 sollte eine Bewerberin allerdings - die Biologie erklärt's - nicht sein!

Für das Ergebnis ihrer Motivsuche - warum sich Menschen dennoch für^s Kinderkriegen entscheiden, biete ich - der ich Psychologe bin - der "Küchenpsycliologin" und Autorin eines themennahen Büchleins (auch Thesen können herrlich Werbung machen!), einen Patientenstuhl an. Glaubt sie doch zu wissen, dass der Kinderwunsch (i.d.R.?) purem Egoismus entspringt, weil für die Promütter Kinder "kleine Versionen von sich selbst" seien und eine Möglichkeit darstellen "nicht verwirklichte Träume" zur Erfüllung zu bringen. Diese These ist zwar so alt wie Methusalem, aber es musste halt mal wieder gesagt werden. Danke!

Ich halte dagegen: Träume von einem kinderlosen Dasein sind erbärmlich. Unzählige Frauen, Elternpaare weltweit,ersehnen ein Kind und leiden unter ihrer Kinderlosigkeit. Ob Sie, liebe Frau Brunschweiger nachfühlen können, was in solchen Menschen vorgeht?

Wir führen in unserem Lande die Meinungsfreiheit an. Gut. Doch manche davon bedarf besonderer Nachsicht.

Deshalb, ihr wollenden, werdenden und seienden Mütter, bleibt in der Hoffnung und Dankbarkeit für eine große Zukunft, die sich erstmal auf kleinen Kinderbeinchen bewegt. Kinder sind und bleiben das kostbarste Gut und - es ist weise geregelt - es bestimmt der Herrgott über jegliches Leben; und nicht Thesenreiter.

Mutter Erde verkraftet die geborenen und die kommenden Kinder und sie werden lernen, die Hege und Pflege ihrer planetarischen Wohnstätte mit mehr Verstand und Vernunft vorzunehmen. - denn sie wollen leben! Es sind andere "Früchte", die unsere Welt nicht braucht, weil sie schwerlich verkraftbar sind, und dazu gehört geistiger Müll. Der ist mehr als umweltbelastend. Solche Produkte sind unnatürlich, schwer verdaulich und irgendwie unmenschlich. Was wir aber brauchen, ist ein Denken im Sinne der Liebe, mit der wie jedes Geschöpf annehmen sollten und kein Gegenargument darf stärker sein als das, sonst stirbt die Menschlichkeit.