Organspende - Ja oder Nein?

Gerhard Krause, 2018

In der Frage der Organspende, prallen die Positionen wie bei kaum einem anderen Thema hart aufeinander. Für und Wider entstehen sowohl aus fachlichen, rationalen als auch aus emotionalen oder religiösen Aspekten, wobei die Beweggründe für Zustimmung oder Ablehnung auf jeder Seite gefunden werden können.

Der ehrgeizige und 2018 ins Amt gekommene Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), springt ins Boot und fordert: "Eine Lösung, bei der die Zustimmung zur Organspende automatisch als gegeben gilt, solange man nicht "Nein " sagt."

Damit dient der Politiker jüngerer Generation keine Lösung an, sondern versucht eine Entscheidung dem Volk zu verschreiben, proklamiert den Zwang, sich festlegen zu müssen! Wenn wir über die Landesgrenzen schauen, finden wir diese "Widerspruchslösung" bereits in Österreich, Spanien und den Niederlanden.

Organspender kann man bereits mit 16 Jahren werden, widersprechen schon ab dem 14. Lebensjahr! Nur: Welches Kind (oder ist man das dann nicht mehr?) würde zu Hause Zoff riskieren, wenn es gegen die Meinung der Eltern stimmte?

37% unseres Volkes haben sich für einen Organspenderausweis entschieden. Gegenrechnung: Wie viele möchten es nicht oder nicht wirklich?

Es gibt eine ganze Reihe von Ärzten - einige davon kenne ich, welche ein Pro zur Organspende nicht problemlos abgeben können oder wollen.

Dass ich mit diesem Schriftwerk dem einen oder anderen Veranlassung geben könnte, neuerlich in ein persönliches Entscheidungsverfahren einzutreten, möge man mir bitte nicht vorwerfen, sondern deshalb eine argumentative Bereicherung darin sehen, weitergehendes Wissen aufgezeigt zu bekommen. Schließlich sind Entscheidungen von Informationen abhängig!

Wer nicht ausdrücklich widerruft, ist - staatsverordnet - in die Spenderfamilie einberufen! Die "Doppelte Widerspruchslösung" ist damit geschaffen.

Wer sich für den Organspenderausweis entscheidet, kann darüber bestimmen, welche Organe entnommen werden dürfen und welche nicht. Wenigstens in dieser Ausgangslage greift das Selbstbestimmungsrecht.

Ist es dem oder der Verstorbenen nicht gelungen, eine klare Entscheidung zu hinterlassen, geht -gem. Transplantationsgesetz - die Entscheidungslast auf Angehörige über; zumindest werden sie befragt. Auch kein leichtes Erbe, was eine rechtzeitige "warme Lösung" empfehlen lässt!

Tatsache ist, dass ein Spendenkörper ausreichen kann, bis zu sieben Schwerkranken zu helfen. Die einen mögen von "Ausschlachten" oder "Ersatzteillager" sprechen - solch Terminus kursiert nun mal, die anderen von sieben Schicksalen, die positiv und nachhaltig beeinflusst würden. Das sieht derart eindeutig nach einzig zulässiger Mitmenschlichkeit aus, dass sich die meisten Zweifler und Fragenden sich gar nicht erst getrauen, eine Gegenposition offen zu vertreten.

Freilich hat der eklatante Mangel an Zustimmung, sich für die Organspende zu entscheiden, auch einleuchtende Gründe die deshalb schwer auszudrücken sind, weil ja "eigentlich" in jedem Menschen das Bedürfnis schlummert, anderen in großer Not beizustehen, erstrecht dann, wenn es um Leib und Leben geht!

Aber es ist die Unsicherheit, die vielen das JA zur Spendenbereitschaft im Halse ersticken lässt.

Dass Politik und Parteiprogramm, und die Vorstellungen einzelner Volksvertreter, das theoretisch doch so hochgehaltene Selbstbestimmungsrecht nicht nur antastet, sondern in festen Griff nehmen möchten, mag vergrätzen, auch wenn einem die "Wahl" vor Augen gestellt wird. Schlimmer ist das mangelnde Vertrauen in das Transplantationsgeschehen. Und mangelndes oder gar beschädigtes Vertrauen schafft Angst! Dafür sollte Verständnis aufgebracht werden. Deshalb ist es weder fair noch richtig, was Dr. med. Hirschhausen, seines Zeichens einer der zur Zelt angesagten Unterhalter in Sachen "Anatomie und Wohlbefinden", anlässlich der TV-Sendung "Anne Will" am 09.09.2018 vorlaut tönte: "wer die Organspende ablehnt, dem wären andere Menschen egal!" Ich denke, so einfach ist das Thema nicht und die eigene Anschauung muß nicht das Evangelium sein. Tauchen wir also einmal tiefer, faktischer und weniger emotional in das Thema ein:

Um eine Organtransplantation einleiten zu können, muß - so der herrschende Modus - der Hirntod eingetreten sein. Die Hirndiagnostik wird von zwei Ärzten - unabhängig voneinander - festgestellt. Was aber ist mit der unbestreitbaren Tatsache, dass eine Leiche keine Organe spenden kann?! Die Organentnahme von einem hirntoten Menschen wäre demnach nicht geeignet, den Zweck zu erfüllen! Genau das ist die Crux, über die sich nicht nur Laien, sondern Wissenschaftler, bis in die höchsten Kompetenzen, streiten.

Es ist ja nicht zu bestreiten, dass bei diagnostiziertem Hirntod die "lebenserhaltenden" Geräte

abgestellt werden. Also: tot!

Und dann Organentnahme?

Sinnlos, weil nicht verwertbar, Und was nun?

Karl Lauterbach (SPD) räumt ein, was das Dilemma ausmacht: "Das Herz schlägt manchmal noch ein paar Minuten."

Da haben wir's! Organentnahme - wie und welche auch immer - bei lebendigem Leibe? Das klingt nicht nur grausam, das ist unvorstellbar!

Kehren wir also zurück zur Kardinalfrage: Organaustausch bzw. -Entnahme, ja oder nein? Ist's ein Segen, wozu moderne Medizin (-Technik) fähig ist, oder ist's ein Verstoß gegen Gottes Absichten, wie es manche sehen? Da fällt mir eine unserer Lehren ein: "Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist gut!" 1.Kor.6:12

Sehen wir die Natur wie sie ist: Der Homo sapiens ist für die Dauer seines Lebens auf diese Erde gegeben worden. Das ist mit Endlichkeit verbunden. Für diesen Pilgerlauf durch das irdische Jammertal, sind die Seiten vom 'Buch des Lebens' vorbereitet, beschrieben zu werden. Die "Aufzeichnungen" dienen dazu, unsere Würdigkeit für himmlische Sphären - nach dem irdischen Leben als Sprungbrett dahin -, festzustellen. Wir setzen also eine Spur mit allem was wir von uns geben und diese Spur ist untrüglich! GOTT, der Herr über Leben und Tod kennt exakt den Zeitpunkt unserer Geburt und wird wohl (mit "Bleistift", damit korrigiert werden kann, wozu uns Anlässe bekannt sind) ebenso den Endpunkt vorsorglich eingetragen haben. Als gläubiger Christ vertraue ich besser diesen "Daten" und lasse geschehen... wie ER - und niemand und nichts anderes sonst - es vorgesehen hat.

Durch unseren Umgang mit Lebensführung und Gesundheit, bleibt uns quasi eine Art "Mitspracherecht" - wir können uns schädigen, die Lebenszeit verkürzen.

Verständlich, dass der Mensch - dem die Wissenschaft das Denken abnehmen möchte, am "Ersatzteillager" für körperliche Ausfälle interessiert ist.

Seit den sechziger Jahren des 20.Jh. ist die medizinische Gilde in der Lage, Organverpflanzungen vorzunehmen, und zwar in zunehmendem Maße, was die Vielfalt betrifft.

"Der strafrechtliche Lebensschutz endet mit dem Tod des Menschen." Wessels/Hettinger Strafrecht, Besonderer Teil/1, Heidelberg

Von Alters her wurde - zur Festlegung des Todeszeitpunkts auf Herzversagen - Stillstand von Kreislauf und Atmung - bestimmend geachtet (sog. klinischer Tod ).

Die fortgeschrittene Medizintechnik (z.B. künstliche Beatmung), verführte zur Änderung des klassischen Todesbegriffs, denn nun vermochte man ja Organe wie das Herz "in Funktion" zu halten. "Mit dem 'Organtod des Gehirns' aber ist das Lebenszentrum des Menschen zerstört und seine individuelle Existenz erloschen."

Zwar "ist der völlige Ausfall aller Gehirnfunktionen (stets) unumkehrbar", doch muß nicht dazu der Stillstand des Herzens (und der Atmung) gegeben sein; das, was bislang galt: Herztod! Nach neuzeitlicher, in wissenschaftlich aufgearbeiteter Moral, wurde der Herztod in seiner althergebrachten Bedeutung und Respektierung gegen Hirntod ausgetauscht!

"Das Transplantationsgesetz (TPG) vom 05.11.1997 hat nunmehr als Todeskriterium (= Voraussetzung für eine zulässige Organentnahme) den sog. Hirntod bestimmt." "Der Hirntod pflegt dem Herzstillstand binnen 4 bis 10 Minuten nachzufolgen." Zuerst also stirbt das Herz, dann das Hirn (: Ausfall des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms).

Am 03. Dezember 1967 gelang es dem südafrikanischen Chirurgen, Dr. Christian Neethling Barnard, in Kapstadt die erste Herztransplantation von Mensch zu Mensch vorzunehmen. Mit Einwilligung des Vaters des tötlich verunglückten 25-jährigen Denise Darvall, wagte er die OP. Am 21. Dezember verstarb der 54-jährige Empfänger Lois Washkansky an einer Lungenentzündung...

Barnard, nicht unumstrittener "Superstar der Medizin", sorgte für Nachahmung. So wurden alleine 1968 weltweit insgesamt 102 Herztransplantationen durchgeführt - die meisten letztendlich erfolglos.

Abstoßungsprozesse, Unverträglichkeit sind und waren ein Problem! Die Unverträglichkeit von Spenderorganen - so meine Überlegung -, könnte mit einer Od-Unverträglichkeit zwischen Spender und Bespendeten Zusammenhängen. Ein bisher unbekannter Aspekt, soweit ich das beurteilen kann. Dazu streife ich den nicht unkomplizierten Lehrstoff der Odlehre, wie sie über das weltbekannte Buch des Pastors Johannes Greber (1874-1944) "Der Verkehr mit der Geisterwelt (Gottes" - (unverfälschte Fassung: Verlag www.leuchterhand.de) nahegebracht ist. Od= die Lebenskraft des Körpers (Energie), die "mit dem Geist selbst verbunden " ist und bleibt. "Es ist der körperliche Betriebsstoff in der Hand des Geistes, - wie der irdische Kraftstrom der Betriebsstoff in der Hand des Maschinisten ist. "

"Die Gelehrten der alten Zeit nannten den Kraftstrom im Menschen "Seele", im Gegensatz zu "Geist" und "Körper". Sie lehrten daher mit Recht, dass der Mensch aus Geist, Seeele und Körper besteht."

Die Bibel bezeichnet den Kraftstrom - oder die Lebenskraft - als "Odem des Lebens".

"Eure heutige Wissenschaft hat dem Kraftstrom im Menschen den Namen "Odkraft" gegeben. "

Die "Odkraft" oder Lebenskraft "befindet sich in und um alles, was Gott geschaffen hat."

Es gibt verschiedene (!) Odmischungen - "Jeder einzelne Mensch hat eine ihm eigentümliche

Odmischung. Es gibt also keine zwei Menschen mit genau demselben Od. "

Diese eigentümliche Odmischung: die besonders Eigenart des Körpers, gehört zu "Fleisch, Knochen, Nägel, Haare und alle anderen zum Körper gehörenden Teile". Ergo auch zu den Organen!

Die Unverträglichkeit (!) von Organen (: jetzt denken wir an Transplantationen), resultiert nach meiner Überlegung (und unter anderem auch) aus der Unverträglichkeit der Odmischungen! Dies könnte die Abstoßungsvorgänge erklären.

Kann Od gerochen werden? Ja.

Zwar ist Od etwas Geistiges und wird durch das geistige Empfindungsvermögen wahrgenommen, doch: "Das Od wird dadurch, dass es in Gestalt der Aura über den Körper hindurchströmt, für andere auch nach seinem Geruch wahrnehmbar." Sagt nicht der Volksmund seit jeher: "Den kann ich nicht riechen"?

"Etwas von dem Odgeruch eines Wesens bleibt an allem haften, was mit seiner Odstrahlung in Berührung kommt." Meinem Verständnis nach riecht genau das der Spürhund, Hunde generell: das Od des Menschen, und verfolgt nach dem, womit der Verfolgte oder Aufzuspürende in Kontakt kam (Odspur)..!

Unsere Lehre vermittelt, wie sehr die charakterliche Ausrichtung und moralische Eigenart des Individuums die Qualität des Ods bestimmt. Schlechter Charakter: negatives Od. Guter Charakter, in Liebe bemüht: gutes (= reineres) Od. Wieder eine Erklärung, warum sich manche Menschen geradezu abstoßend finden, es an "gleicher Chemie" fehlt, sie partout "nicht miteinander können"...

"Gehe hin und sündige nicht mehr" sprach Jesus, nachdem er den Kranken gehellt hatte. Jesus wusste, wie sehr Sündhaftigkeit (was stets Lieblosigkeit bedeutet!), sich somatisch auswirken kann. Du vergiftest den Körper, verunreinigst dein Od durch Schlechtigkeit, Sündhaftigkeit. Sich selbst seelisch zu vernachlässigen, ja sogar Nahrungsverfehlungen, vermögen das Od zu verändern. "Bleibe gesund, indem du fürderhin ein guter Mensch bist" hätte Jesus genausogut sagen können. Allerdings bleiben hier viele weitere potenzielle Einflüsse auf unsere gesundheitliche Verfassung ausgespart (bspw. reinkarnative Auswirkungen etc.) - zu komplex ist dieses Thema. (S. auch: GESUNDHEIT FÜR LEIB UND LEBEN Broschur, VERLAG www.leuchterhand.de)

Ich bleibe dabei: Organ Unverträglichkeit durch unvereinbare Od-Qualität? Möglich.

Diese Schrift beleuchtet Hintergründe, liefert Fakten und Erklärungen, erspart jedoch nicht die eigene Entscheidung, sich als Organspender|in zu begreifen oder nicht.

Es gibt sie nun mal, die Berichte über körperliche (Schmerz-) Reaktionen auf Spenderseite, während der Entnahme von Organen. Kontraktionen, muskulär, vielleicht? Vielleicht. Die Regelung des Hirntods ist weltweit auch in Fachkreisen umstritten, auch von Erstanwendern dieses Konzepts, wie Robert Truog (Harvard Center for Bioethics).

Von Toten entnommene Organe sind schlichtweg nicht transplantationswürdig und Sterbende dürfen keine Organspender sein. Niemals!

Den Gipfel an Geschmacklosigkeit entnahm ich bei meinen Recherchen dem Leserblatt eines Vereins, der sich seit Jahrzehnten für das Leben engagiert und wo zu lesen ist: "Und üben müssen die Operationsteams schließlich auch!" Um zu leben und Leben zu erhalten, dürfte jeder bereit sein sämtliche gebotenen Möglichkeiten auszuschöpfen: Betroffene, Mitbetroffene, Entscheidungsträger, man selbst. Dominiert vom stärksten, dem Selbsterhaltungstrieb, ist man bei lebensbedrohlicher Lage bereit, nach jedem Strohhalm zu greifen - um jeden Preis. Um jeden Preis?

Ich für meinen Teil habe mich entschieden, bin bereit einen Preis zu zahlen und zwar an den, der Herr des Lebens, und damit Herr von allem ist, was damit zu tun hat: Gott! Und dieser Preis ist mein Vertrauen, dass ich soweit ich die Kraft habe - ausschließlich auf Ihn zu setzen versuche. Das ist wahrlich nicht einfach, Ihn einfach machen zu lassen, ohne mich einzumischen. Freilich kann sich GOTT auch der Medizin bedienen und uns auf diese umleiten. Warum nicht? Schließlich haben wir Menschen zuviele Heilkräuter - Ärzte der Natur - ausgerissen... Die ganz sichere Wahrheit aber ist und bleibt: Alles was GOTT verfügt, ist gut!

Beten wir demnach inständig um Kraft und eine Weisheit, die mit Wissenschaft nicht zu erklären ist und dennoch zur richtigen Entscheidung zu führen vermag. Hab keine Angst, denn auf die Liebe Gottes ist Verlass und wenn du willst, kannst du fühlen was Er zu allem meint. Ein geistiges Gesetz schenkt Gewißheit: "GOTT ÜBERLASTET NIEMANDEN, IN NICHTS!" Es ist uns überlassen, dieses Gesetz zu ignorieren und uns allem zu beugen, vergessend was geschrieben steht: "Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist gut!"