Dem Herrgott nachgebessert?!

Gerhard Krause, 2019
BILD 14/03/19: "Justizministerin plant "Mit-Mutter" statt Vater ..."

Mann und Frau sollten es sein, aus dem der Schöpfer die Elternschaft ersann. Also schuf ER Adam, dem ER die Eva beigab.

Was sich in der Menschheitsgeschichte als Grundlage der kleinsten, sozialen Zelle bewies: die Familie, musste erst die Ambitionen der jetzigen

Justizministerin Frau Katarina Barley abwarten, um sich Beugungsversuchen ausgesetzt zu sehen!

Es geht um das Abstammungsrecht, was für das Erziehungsrecht Bedeutung hat. Da wir uns heutzutage kühner denn je der verschiedensten geschlechtlichen Prägungen annehmen, wird schon mal an Zuständigkeitsfragen - was das Kind betrifft - gezerrt. Da können mancher populistisch ausgerichteten Person schon mal obstruse Ideen kommen. Ob das bei der SPD-Politikerin zutrifft, kann ich nicht sagen. Doch sie schlägt vor, dass sich in künftigen Zeiten die Mutter eines Kindes um Ihren Nachwuchs kümmern darf, und mit ihr eine "Mit-Mutter", mit der sie verheiratet ist. Zwar bleibt dem genetischen Vater betreffenden Kindes, oder betreffender Kinder die Möglichkeit dies anzufechten, doch verantwortlich als Dritter dem Schwesternbund beizutreten und eine Art "Mit-Vater" zu sein, soll ihm verwehrt sein. Der Erzeuger, ohne dessen Einsatz das Kind nicht existieren würde, bleibt außen vor!

Das hat für mich - einem der wohl "Ewiggestrigen" - mehr als ein "Gschmäckle". Aber konservative "Normalis" wie ich, üben schon mal an den neuen Umständen, weil es "nicht mehr zeitgemäß" ist unreformistisch eingestellt zu sein. Zum Teufel mit dem natürlichen, sympathischen Paar-Denken: Frau mit Mann. Die Gesellschaft soll endlich auch rechtlich mit neuen pairings wie z.B. Frau mit Frau, Mann mit Mann oder Unbestimmt mit "Was-weiß-ich" - geachtet werden.

Wie heißt es so schön in der herrlich altmodischen Bibel? "Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist gut!" Aber vorsieht!, schon braut sich ein Diskriminierungsverdacht über deinem Haupt zusammen.

Es geht um das Kindeswohl. Bei all den jüngsten Skandalen, die der Klerus den Glaubensvölkern zumutet, hält man sich zu diesem Thema in der Romkirche tunlichst zurück. Der Umgang mit anvertrauten Kindern und Mißbrauch, sind derzeit hochsensible, weil beschämende Themen. Also wird geschwiegen.

Auch von der anderen Volkskirche tritt man Parteien nicht zu nahe. Obwohl, ein bisschen Lust an Politik kommt doch durch - selbstredent weil sich das Mäntelchen der "Fürsorge" immer gut macht und es um "Lebensschutz" geht. So plädiert die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen von 130kmh...

Was die Denkergebnisse der Frau Ministerin angeht (hinter der viele wie ich hinterher hinken, weil wir nicht mehr "zeitgemäß" zu ticken scheinen), so mögen sich Familienformen verändern, doch auch rechtlicher Handlauf darf nicht an göttlicher Ordnung vorbeiführen. Nicht einmal dann, wenn sich Abstammungsrecht und erzieherische Verantwortlichkeit unterwürfig gegenüber moderner Reproduktionsmedizin verhalten.

Technische, medizinische oder gesellschaftspolitische Veränderungen und "Fortschritte", sollten respektieren was die Gründerväter unserer Republik unter Familie und schützenswertes Kernmodell verstanden: Mann und Frau. Andere Vorstellungen sind dem unterzuordnen, was ja von jeglicher Ächtung weit entfernt ist!

Ich hätte als Kind diese - nur scheinbar überholte - Konstellation nie anders erleben wollen: Mama und Papa "vom Feinsten", weil waschecht elterngerecht!