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Gesund an Leib und Seele

Auch mein Versuch, das deutsche Gesundheitswesen psychologisch zu erfassen,  muß anbetrachts vieler Ungereimtheiten kläglich scheitern! Sage und schreibe 240 Milliarden (!) Euro investiert unser Volk jährlich in seine Gesundheit. Nur US-Amerikaner und Schweizer sind bereit, sich Gesundheit noch teurer zu erkaufen. Auch mit Initiativen kleckern wir nicht: Für unser Wohlbefinden nutzen wir mehr Vitamine, Mineralstoffe, Mittelchen oder gewichtsreduzierende Maßnahmen, als andere Europäer. Nur die Finnen klotzen da mehr. Und wissbegierig sind wir! Wilhelm Buschs Verse gewinnen uns weit weniger Interesse ab, als Gesundheitsthemen. Was schiebt uns Deutsche derart massiv allem zu, was mit Gesundheit zu tun hat? Ist's etwa völkischer Gruppenzwang, so sinniere ich, oder eine Form von Mittelpunktdrang? Ist es Liebe zur Gesundheit oder panische Angst vor Krankheit?
Trotz Riesenaufwandes liegen wir - im Vergleich zu anderen Nationen - in der Qualität unserer gesundheitlichen Versorgung nur im Mittelfeld und international bewertet, bescheren uns die gewaltigen Anstrengungen keine längere Lebenszeit...
 Wohin fließen aber die Mammutsummen, wohin versickern sie?
Nun, dieser Artikel möchte sich weniger mit solchen Hintergründen  beschäftigen,   auch  wenn  sie   nicht  unbekannt sind: Systemfehler sind schuld. Kooperationsschwächen zwischen Arzt, Pflegeeinrichtung und Krankenhaus z.B., mangelnde Abstimmung halt und andere "undenkbare" Mängel.
Schauen wir dafür auf die Eigenverantwortlichkeit jedes Menschen, in deren Vernachlässigung leichtsinnig in die Patientenrolle eingestiegen wird: Ernährungssünden, Bewegungsarmut, eingegangene Risiken, schaffen Dauerkranke, "Chroniker". Auch wenn Gesundheitsmuffel wie ehemals der Kettenraucher und franz. Philosoph Jean Paul Sartre, der übrigens die "Existenzphilosophie": der Mensch "ist Freiheit" vertrat und eine Bindung zu GOTT nicht sehen wollte, langsam seltener werden, hat beinahe jeder so seine Schwächen im Gesundheitsbewußtsein.
Unser Körper ist eine Leihgabe GOTTes und mit Geliehenem geht man tunlichst pfleglich um. Den körperlichen Gelüsten und Bedürfnissen allzu freizügig nachzugeben, geht auch zu Lasten der Psyche.  "Unsere Wünsche blenden die Seele" klärt eine fernöstliche Wahrheit auf. Tatsächlich fängt  das ungesunde Verhängnis meist im Kopf an. Einfach gesagt: Wer krank denkt, macht sich krank! Dabei ist positives Denken ein starkes Kraftreservoir, aus dem wir Antriebskraft und Motivation beziehen können. "Negativlinge" und Pessimisten haben schlechte Karten auf dem Spieltisch des Lebens und ihre Hängehaltung vergiftet Stimmung, Lebenshaltung, Organe und mehr! Dabei hat noch keiner, der nach besserem Wetter meckert, auch nur eine Wolke bewegt.
Ein weiterer,  inzwischen sogar wissenschaftlich anerkannter "Wirkstoff", ist der Placebo-Effekt. Der lange Zeit scheinbar paradoxe Effekt ist zur Erkenntnis geworden: Der Glaube an die heilvolle Wirkung von "Irgendetwas", regt positive Gedanken an welche wiederum die Biochemie in uns verändern, was endkonsequenzlich zum Beispiel eine schmerzlindernde Wirkung hervorruft.
Unser Schöpfer legte in uns ein beachtliches Potenzial von Selbstheilungskräften an. Aus ihm beziehen wir willentlich Wohlbefinden oder stoßen Heilungsvorgänge an.
Die Macht der Gedanken ist gewaltig und wenn wir Gedanken zu Wünsche umfunktionieren, dann haben wir plötzlich manche Erklärung für bibelhafte Vorgänge! Kann nicht das Gebet so ein starker Wunsch sein? Was wünschen wir uns nicht alles vom lieben GOTT - aber wie?
"Das inständige Gebet eines Menschen hat eine große Kraft. " Jak.5:l7. Elia war in diesem Beispiel nicht etwa ein simpler "Regenmacher", sondern er nutzte die Kraft seines Glaubens; zweifelte also weder an der Hilfswilligkeit der Allmacht, noch daran, erhört zu werden. Er betete inbrünstig, und das für andere...
Grundsätzlich ist Gesundheit ein unbezahlbares Gut. "Eine aufs Höchste gesteigerte Hoffnung auf Heilung"* 3 stärkt eine Kraft in uns, die Geistchristen wissend "Odkraft" nennen. "Glaubst du an mich?" war eine der oftgestellten Fragen Jesu und frug damit die für eine Heilung unbedingt notwendige Vertrauensbasis ab. "Willensenergie, die in Mut, Hoffnung, Vertrauen und Freudigkeit zum Ausdruck kommt, ist daher das beste Heilmittel. Sie ist daher auch der beste Schutz gegen ansteckende Krankheiten."*3 Umgekehrt saugen "Willensschwäche, Mutlosigkeit, Angst und Verzagtheit des Geistes" kostbare Kräfte ab, schwächen das Immunsystem und arbeiten einem Zusammenbruch zu. Das aber wünscht uns GOTT nicht! Stark sollen wir sein und insbesondere in Leidphasen aus einem guten Glauben Zuversicht und Tröstung beziehen. Glaube ist des Menschen Boot. Glaube ist der Seele Oase. Glaube ist des Geistes Kleid. Und das kann für mich nur heißen: Mit Christus! Die Ganzheit des Menschen teilt dir den Status zu: krank oder gesund. Beides zusammen gibt es nicht in einem selbst. Und Jesus belehrte, wohlwissend um die Ursachen die Geheilten: "Du bist nun gesund geworden; aber du darfst fortan nicht mehr sündigen, sonst könnte dir noch Schlimmeres widerfahren. " Joh.5:l4