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0094

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Der Kirchenstreit 2/2

Wie ein Affront erwischte die vatikanische Selbstbewertung  - was die "wahre" Kirche betrifft und was in der vorherigen Ausgabe angesprochen worden war -  die evangelischen Kirchen und die Verschnupfung ist natürlich groß!
Wo bleibt die Händekette aller Christen, bleibt uns zu fragen? Anstatt dem islamischen Bekenntnis etwas vorzustellen, was zur Huldigung unseres Herrn Jesus Christus beitragen würde: das einige, christliche Bekenntnis, müssen wir Zeugen eines ach so rückschrittlichen Kirchenstreites sein!
Sage keiner, uns Geistchristen gehe solch unwürdiges Gerangel nichts an. Erstens leben wir gleichsam auf diesem Planeten und da geht jedem alles etwas an und zweitens wollen wir nicht müde werden etwas gerade zu rücken, was die von Rom so kess beanspruchte 'Tradition und apostolische Nachfolge betrifft. Damit wird wieder einmal klar: Absolutismus, klassische Sonderlehre und Selbstüberhebung finden sich nicht in einer freien, charismatischen Kirche wie der unsrigen, sondern da, von wo aus dererlei Pfeile verschossen werden!

Das Wort 'Kirche' bedeutet 'Herrschaft des Herrn'. Wer sich dieser Herrschaft und damit dem göttlichen Willen unterstellt, gehört zur 'Kirche'. "Der richtige Begriff 'Kirche' hat also mit euren irdischen Kirchen und religiösen Gemeinschaften nichts gemein. Das alles ist Menschenwerk, aus menschlichen Irrungen entstanden und vergänglich, wie alles Menschliche." (Greberbuch, Pfr. Johannes Greber)

Einrichtungen, wie die GEISTCHRISTLICHE KIRCHE e.V., würden sich Spaltungstöne wie jene neuerlichen aus dem Vatikan, nicht leisten; weil es einfach keinem zusteht, sich auch nur über einen einzigen bemühten Christenmenschen zu stellen und dessen treue Anbindung an "seine" Kirche oder Glaubensgemeinschaft als niederwertiger und religiöse B-Qualität zu verunglimpfen. Vielmehr wissen und achten wir:
"Wer die Wahrheit Gottes aus der Hand der Wahrheitsboten Gottes entgegenzunehmen und daran zu glauben bereit ist, gehört zur Kirche Christi. Sie ist daher eine geistige Kirche."
Ich stehe selber in kirchlicher Verantwortung und meine: Kirche sollte sich als dienend und Werkzeug für Suchende, Bedrängte, Bedürftige verstehen. Das institutionelle Selbstbewußtsein beschränke sich in der Hauptsache auf Dienstbereitschaft und Selbstverbesserung. Zur Wahrung der Ansprechbarkeit braucht's  freilich ein aufgeschlossenes Domizil, eine Telefonnummer und andere hilfreiche Instrumente. Keine Kirche sollte sich überheben, die Geistlichkeiten anderer Glaubenshäuser wie Minoritäten hinzustellen. "Minderbrüder" gibt es nicht, wenn man das Gebot der Nächstenliebe und Gleichstellung aller vor GOTT ernst nimmt.
Glaube keiner, die Empörungsschreie evangelischer Kirchenverantwortlicher wären nicht einkalkuliert. Wer mit der Nadel sticht, kann sich die Reaktion ausmalen. Die katholische Attacke, Protestanten könne der Titel 'KIRCHE' nicht zugestanden werden, wenn man quasi von einem apostolischen Erbe ausginge, bewertet EKD-Haupt Bischof Wolfgang Huber knapp: "Von Fahrlässigkeit kann niemand mehr sprechen; es handelt sich um Vorsatz." ("Bild" 11.07.2007)

Mit diesem Kommentar dürfte der Gute richtig liegen und doch wünsche ich mir, als ebenfalls Geistlicher, er und die seinen mögen etwas aus diesem schmerzhaften Buhruf Roms gelernt haben. Denn: Genau so unglücklich wie die so unfein Gewatschten der Reformkirchen, fühlen sich Freichristen, z.B. die der freien christlichen Kirchen. Und zwar wenn sie im gleichen Jargon  angegriffen  und  aus  evangelischen  Pfarrhäusern diskriminiert werden (ANFORDERE KOSTENLOS die Lehrschrift: "Die Geistchristliche Kirche e.V. zum Thema "Sekten") - so mehrfach erlebt! Erinnern wir uns? "Was du nicht willst, das man dir tu, das füge keinem ändern zu!"

An dieser Stelle ist ein kurzer Ausflug in alte Christenhistorie angebracht: Die älteste christliche Tradition, wie sie von den Stammaposteln und im l. Jh. n.Chr. noch bewahrt worden war, ist das Geistchristentum. Es war, ist und bleibt ein gottgegebenes Geschenk: seine treue, dienende, gesandte, führende und belehrende heilige Geisterwelt, die Gottesboten!
Leider vertrieben Machthunger, Geldgier, Protzerei und Fehlauslegungen alter Lehren, den Gottesgeist aus vielen Kirchen! Bittere Früchte, die ihre Folgen haben...
Da GOTT derselbe gestern, heute wie morgen ist, gibt es Dank sei Ihm -  nach wie vor die spirituelle Erfüllung, nach der sich so viele Menschen sehnen. Kraftgebungen, wie das "Pfingstwunder" einzusenken, sind für GOTT kein Problem und es liegt an uns daran zu glauben, oder es zu verweigern. Wie fatal es ist, die Lehr- und Führungsbereitschaft gesegneter Gottesboten zu verhindern, wird in zunehmendem Maße auch Priestern aller christlicher Konfessionen klar. Endlich ist der Klerus am Wachwerden und begreift, dass ohne den Geist GOTTes nichts geht. Wer in heutiger Zeit dennoch Gräben zieht und Fronten unter Christen bildet, ist von Gestern und dürfte dafür wahrlich kein Ansehen vor GOTT verdienen.
Wenn man sagt, dass sich der Dritte über den Streit Zweier freut, dann trifft dies auf mich nicht zu. Der   Bruderzwist macht mich eher traurig und im wahrsten Sinne des Wortes betroffen. Also bin ich dabei, wenn für Brüder und Schwestern gebetet wird, damit sie mit uns demutsvolle Teile des geistigen Leibes unseres Herrn Königs und Erlösers, Christus Jesus, werden (s."Gebet des Monats" September: www.geistchristliche-kirche.de). Jedes Geschöpf ist wichtig! Welches Teil unterhalb des Hauptes könnte schon behaupten, wichtiger und unverzichtbarer als andere zu sein? Ich denke, Christus wartet auf das Miteinander aller, vor allem derer, die bewusst getauft sind und derer, die sich bewusst sind getauft zu sein. "Ehre sei Gott in  der Höhe, und auf der Erde sei Friede in den Herzen der Menschen, die guten Willen s sind. " Luk.2:14

Wer meint sich wichtig nehmen zu müssen und eine Vorrangstellung anstrebt, lerne von dem, der größer ist als wir alle, Jesus Christus:
"Der Größte unter euch soll sich als der Geringste vorkommen, und der Gebieter als der Diener." Luk.22:26

Da gibt's mancherseits viel zu tun, so män isch. Ihr und dein

    gerhard krause