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0010

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Gute Vorsätze

Kam es Ihnen auch so vor, als hätte sich der Jahreswechsel diesmal ruhiger vollzogen? Wenngleich es Geschmackssache ist, sein Geld über Feuerwerkskörper in die Luft zu jagen, so wirkten angesichts der Tatsache, daß diese Welt trotz Lärm und buntem Funkenflug eben nicht in Ordnung ist, die Heuler und Raketen wie eine aufdringliche  Selbstbelügung.
Meine seelsorgerische Tätigkeit lässt mich auch in den ersten Tagen des neuen Jahres mit Menschen Gespräche haben, die unter psychischer Migräne leiden, also nicht gerade glücklich sind! Das vergangene Jahr hat in manches Haus Sturm gebracht. Nicht nur gewöhnliche Herausforderungen wie Krankheiten und Alltagssorgen waren zu bewältigen, sondern zu häufig auch schwere Niederschläge wie Arbeitslosigkeit, erproben die Belastbarkeit ganzer Familien. Dann am 31.12. um Mitternacht so zu tun, als wäre die Welt in Ordnung, fällt nur ganz Hartgesottenen leicht. Nein, weder Ihre Welt noch die meine ist in Ordnung! Wir leben alle auf ein und demselben Planeten, den wir uns technisch so zurechtgebastelt haben, daß die Not des einen Menschen dem anderen via Satellitenprogramm ins Wohnzimmer gebracht werden kann. Keine Sorge, ich möchte Ihnen weder den euphorischen Einstieg ins Euro-Jahr vermiesen, noch die endlose Litanei des Weltelends aufzählen. Im Gegenteil möchte ich, daß wir uns positiv gestalten und uns wappnen. Denn auch du kannst nicht ausschließen, schon in diesem Jahr zu den Notfällen zu gehören! Krankheit, Tod, Verluste, Arbeitsplatzprobleme oder seelische Tiefs können uns schnell berühren. Wer sich darüber noch keine Gedanken gemacht hat und solchen Stürmen nichts entgegenzusetzen hat, droht dann zu versinken.

Der nachberufene Apostel PAULUS berichtet lt. Apg.27:18ff über einelebensgefährliche Situation: "Wir hatten unter dem Sturm fürchterlich zu leiden. Am folgenden Tag warf man einen Teil der Ladung über Bord. Einer der schlimmsten Stürme kann der sein, der in unserem Inneren die Gefühle aufzupeitschen versteht. Ob es nun Aggressionen sind, die in uns aufwallen, oder Emotionswellen der Unzufriedenheit, die an der Seele nagen, oder erdrückende Einsamkeit Herzen   beschweren, immer droht uns des Sturmes Macht zu zerschlagen! Was macht PAULUS in "seinem" Sturm? Er entfrachtet das Schiff und besteht sogar auf Entledigung wichtigen Schiffsgerätes. Daraus können wir lernen. Du willst einer Not, einer Bedrängnis, einer Lebensgefahr entkommen? Dann entfrachte dich, reinige dich von unnützen, teuren Gewohnheiten. Werfe alles über Bord, was dich nach unten ziehen möchte und dich GOTT nicht näher bringt! Prüfe was für dich "unverzichtbar" ist und frage dich, ob es zum Erhalt des geistigen Lebens geeignet und wichtig ist. "Was brauchen wir zum Leben?" war die Frage des PAULUS und dies sei auch unsere Frage. So ein Sturm im Leben, so eine depressive Phase, so ein großer Ärger und eine bohrende Sorge dauert seine Zeit: "Mehrere Tage hindurch waren  weder Sonne noch Sterne sichtbar (...) Da schwand schließlich alle Hoffnung auf Rettung. Niemand wollte mehr Nahrung zu sich nehmen.” GOTT kann dich eine kleine Weile in der Erprobung belassen. D u brauchst die "Hoffnung auf Rettung" nicht aufzugeben, denn den 'Kampf der Kämpfe' hat unser Herr Jesus Christus längst auch für dich geschlagen und alles Schlechte, Niedere, Destruktive in dir ist besiegt, wenn du es so siehst! Glücklich wer dann einen festen Glauben hat, denn er ist wie eine Sonne, die dich dem harten Schicksalsgriff   entwindet.   Stelle      du      deine   geistige Nahrungsaufnahme nicht ein. Bete. Sprich mit dem Allmächtigen, der all deinen Problemen gewachsen ist. Unsere Nahrung sei Glaube, Liebe, Zuversicht, Freude, Geduld und Demut. Lasst uns aus vergangenen Erfahrungen lernen, denn wären wir öfter Christ als Egoist gewesen, wären uns "Ungemach und dieser Schaden erspart geblieben".

"Freue dich oh Christenheit" sangen viele von uns zu Weihnachten und so fordere ich mit PAULUS auf "guten Mutes zu sein. Denn keiner von euch wird das Leben verlieren." Also ich möchte Kraft meines Glaubens jeden Sturm in diesem Jahr überstehen. Du auch?
Isch män jo bloos, herzlichst und wie immer Ihr Gerhard Krause