kirche_head2
SEND_COVER

Nr.:

0091

zurück zum

Ins Abseits navigiert

Das, was ich mein Leben lang zu vermeiden bemüht war, hat sich nun doch ergeben: Eine Frau, die mir sagt wo's lang geht, ohne von meinen Einwänden sonderlich beeindruckt zu sein!
Diese Frau heißt Sandra und ich kenne sie noch nicht einmal! Die Erklärung ist ganz einfach: ich bin jetzt stolzer Besitzer eines Navigationsgerätes, liebevoll von manchen "Navi" genannt. Das ist so ein kleiner Bildschirm im Miniformat, was mir akustisch und optisch zu erklären versucht, wo ich mich gerade befinde und wohin ich mich zielgerecht mit meinem Auto zu bewegen habe, damit ich punktgenau vor der Hausnummer meiner Wahl vermeldet bekommen kann: "Sie sind am Ziel angekommen, bitte suchen Sie eine Wendemöglichkeit." Aha! Sandra die neue Verkehrsdomina in meinem Leben, hat das Sagen und gibt fürderhin die Richtung an. Toll werden manche vielleicht zu solch technischem Wunderwerk sagen und ehrfurchtsvoll gen Himmel blicken, wo 12 Satelliten für meine Führerin und noch ein paar andere die Erde umrunden und Signale auch zu meinen Gunsten senden. Obwohl der kleine Monitor jede noch so kleine Brücke, Kurve oder Gasse zumindest optisch vermelden möchte, so dass ich kaum noch Lust verspüre auf die Strasse zu schauen, habe ich trotzdem so meine Probleme mit dem Ganzen auch wenn sich  Sandra wirklich sehr sympathisch anhört. Ist es vielleicht ihr Protest der mich stört, wenn ich mal nicht auf ihre Empfehlung höre, weil ich es ganz gewiß besser weiß oder eine Umleitung sie zur Lügnerin stempelt? Dann meckert sie mich beharrlich und nervtötend an: "Bitte wenden Sie, bitte wenden Sie!" Nix, noch bin ich Herr meiner Entscheidungen... wirklich? Das ist der Punkt: Es schmeckt mir nicht, jeden Schritt vorgeschrieben zu bekommen und in die Irre werde ich auch nicht gerne geführt.  Außerdem schickte mich mein  Satellitengeist gleich mehrmals in den selben Kreisverkehr  - und wer dreht sich schon gerne im Kreis?
Wenn andere weniger Probleme mit solchen Vorgängen haben, dann liegt das wohl am Naturell und der Ausrichtung. Dies wirkt sich dann gleichermaßen auf unsere religiöse Einstellung, auf unsere persönliche, fundamentale Glaubenshaltung aus. Ich möchte meine Denkrichtung letztendlich selber bestimmen,  kritisch bleiben und nicht einfach ungeprüft  umsetzen, was mir angeraten wird.
Christsein  heißt  eine  Moral  zu  vertreten,  wie  Jesus  sie vorlebte und sich deshalb im täglichen Leben als richtig erweist, weil sie sich nicht an den Liebesgeboten stößt' Es ist ein gewaltiger Unterschied, sich manipulieren und möglicherweise in die Irre führen zu lassen, oder Angaben und Vorgaben ernsthaft zu prüfen. Trau schau wem!
Das GOTTesbild meines Nachbarn muß nicht das meinige sein und - bitte glauben Sie mir -  nicht alle Christen haben die selbe Vorstellung vom Höchsten. Hören wir auf falsche Stimmen? Wer oder was möchte uns verwirren und abbringen von der wunderbaren Tatsache, dass uns der Gottessohn Christus Jesus von der Sünde des Abfalls befreit hat und auferstanden ist? Hören wir etwa auf betörende Stimmen satanischer "Sandras",  die uns neuerdings schlangenhaft zuzischeln, dieser Jesus aus Nazareth hätte seine Kreuzigung überlebt und seine Nachfahren wären über Indien, noch heute auszumachen. Wer oder was gibt in deinem Leben die Richtung an und verfehlt gehörig den wahren Weg? Jeder kennt einige der "Falschmeldungen": die sog.  "Notlüge" etwa, die erlaubt sein soll. Oder die Aufforderung,  Gleiches mit Gleichem zu vergelten, auch wenn das Empfangene schlecht ist.
Oder wie viele falschen Hinweise waren nötig, um einen Großteil der Christenheit zu verführen, die heilige Geisterwelt und damit den segensreichen spirituellen Weg zu ignorieren? Gerade jetzt, zu Pfingsten, erinnern wir uns wieder jener geistigen Kraft, die doch für jeden Suchenden und Wollenden bereitstellt, auf dem rechten Pfad zu bleiben.
Im Leben gibt es Umwege, gewiß. Doch GOTT gab uns aus Seiner Güte und Weisheit ebenfalls ein "Navi" ein, auf das zu hören sich aber lohnt: der 'innere Unterscheider', auch Gewissen genannt.  Wer diese  direkte  Führung  für sich  beanspruchen möchte, wird den einen oder anderen alten Zopf seiner Kirchenlehre durchaus abzuschneiden und sich von manchen unnötigen Riten und Gebräuchen zu trennen haben. Doch wenn GOTT dir eine Schnellstraße mit bester Navigation und besten Lotsen  - das nämlich  sind  die  edlen  Gottesgeister  -    zu  Seinem  Haus anbietet,   warum   soltest   du   dich   dann   weiterhin   im Schneckentempo durch Prunkalleen quälen oder gefährliche Alpenpässe nehmen? Deine Religion sei eine saubere, klare, sichere und gesegnete. Unbestreitbar ist das Geistchristentum so eine Route. Ob du dich für sie entscheidest, ist alleine deine Angelegenheit  und  niemand  und  nichts  spricht  dich  frei  oder schuldig dafür, außer GOTT, wenn's um die Endbilanz geht. Wir werden letztendlich alle an unserer Überzeugung und den Möglichkeiten gemessen, die wir hatten und haben. Doch eine ständige Überprü'fung unserer Position, unseres "Standortes" gewissermaßen, ist unumgänglich, wenn wir nicht einer gefährlichen Blindheit und Routine zum Opfer fallen wollen. Neben der Bequemlichkeit ist Gewohnheit die stärkste Macht im Leben des einzelnen und damit geeignet, uns ein Leben lang auf Nebenstrecken zu halten. Jesus Christus aber hat uns ein Leben für den Fortschritt ermöglicht und nicht ein Leben der Stagnation und zweiten Gütewahl.
Sandra sei Dank für jedes erreichte Fahrziel auf Erden. GOTT aber sei Dank für das höchste Ziel, das es für jedes Geschöpf gibt: Er selbst!
Das Fest des heiligen Geistes möge Sie erfreuen   - FROHES PFINGSTEN wünsche ich Ihnen/euch allen

                gerhard krause