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0089

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Das gesprochene Wort 2

“Wer jedoch beim Reden keinen Fehltritt begeht, der ist ein vollkommender Mann.”  Damit keine Unruhe entsteht: das betrifft natürlich auch die Damenwelt. Das 3.Jakobus-Kapitel belehrt uns eindringlich über "ein ganz kleines Glied des Körpers"  - die Zunge! Sie kann "sich rühmen. Gewaltiges vollbracht zu haben. Seht ferner, wie klein ein Feuer sein kann und wie groß der Uald, den es in Brand setzt!
Auch die Zunge ist ein solches Feuer. Sie birgt eine weltvoll Unheil in sich."
Die Weltgeschichte in ihrer Leidensträchtigkeit beweist, welche Großfeuer mit Worten entfacht werden konnten. Feurige Worte waren zu Kienholz für Weltbrände geworden. Doch auch der Schwelbrand nachbarlichen oder sonstigen Zwistes ist keinesfalls sinnvoller!
Das aggressive Wort birgt in sich die fatale Eigenschaft, ähnliche Wirkungen wie  körperliche  Gewalt erzielen zu können. Kränkungen,  Verleumdungen,  Vorwürfe,  Unwahrheiten und Billigtratsch sind unsichtbare Messer, die jedoch für krasse psychische Verletzungen sorgen. Ansonsten gute Menschen, denen es nicht im Traum einfallen würde körperliche Gewalt auszuüben, mißbrauchen   - vielleicht unüberlegt und beim morgendlichen Brütchenholen -  die Wirkung der Sprache, indem  sie  sich  klatschend  ihre  Mäuler  über  andere zerreissen.  Wenn sie dann womöglich im nächsten Gottesdienst wieder fromm das Kreuzzeichen schlagen, vergaßen sie GOTTes hellhöriges Ohr und dass Ihn weder Vorhänge noch Verschleierungen davon abhalten, uns zu erkennen.
ER, durch dessen Wort alles entstand was Teil der Schöpfung ist, nimmt schon deshalb auch unser Wort ernst. Aufgepässt! Wer unter Mittelpunktdrang  - wie wir Psychologen sagen - leidet, der möge sich bitteschön karitativ ausleben; auch dafür gibt es allseits Anerkennung.

Dein Wort, es sei ein Stückchen hörbare Freundschaft, auch dem Fremden. Dein Tonfall sei der Seele ein wohltuendes Bad. Deine Aussage, möge ein Baustein von Mitmenschlichkeit sein. Dann wirst du wie eine Frohe Botschaft sein und damit GOTT die Ehre geben und gleichzeitig den zweiten Teil der hohen Liebesgebote  erfüllen:  "Liehe  deinen  Nächsten  wie  dich selbst."
"Bin ich 'oben' damit angekommen?" Sich diese Frage nach jedem Gespräch zu stellen, ist kein Fehler. Ich glaube fest an die Dokumentierung unseres Redens, im Buch des Lebens. Dieses belegt, "wess' Geistes Kind"  wir waren und sind.
Reden kann man nicht nur mit Menschen! 49% aller Bundesbürger sprechen den Pflanzen Gefühle nicht ab und ein Drittel bekennt sich zu regelmäßigen Gesprächen mit z.B. Bruder Baum oder Schwester Blume, so eine Emned-Umfrage. Wer den Untersuchungen vertraut: In der Pflanzenwelt wird gespürt, geschmeckt, gerochen, wiedererkannt und kommuniziert. Soweit zum vielverkannten Pflanzen- IQ. Ich sage das weil ich nieine: Wer Pflanzen wortreich begrüßt, Steine liebt und sich mit Tieren befreundet, wird doch für Menschen ein gutes Wort übrig haben, oder?
Isch man jo bloss. Ihr gerhard krause

Aristoteles: “Nicht Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten”

Ich meine:   Von Worten allein lässt sich GOTT nicht beeindrucken , sondern die Werke sprechen für sich.