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0083

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Die Liebe hinter Schlagzeilen

Nicht nur die Fußballwelt bescherte dem Monat Juni besondere Würze. Mindestens drei weitere spektakuläre Ereignisse bewegten deutsche und andere Gemüter:
1. Das verflixte Ehedrama des ebenso beleibten wie beliebten Mimen Ottfried Fischer ("Otti")
2. Der krasse Tod des rastlosen Braunbären "Bruno"
3. Die Megaspende des zweitreichsten Mannes der Welt.
Drei völlig verschiedene Geschichten, die das Leben schrieb. Und doch enthalten diese Ereignisse gemeinsam ein Primärelement: LIEBE!
Des "Bullen von Tölz" Seitensprung hätte ihm beinahe seine Ehe gekostet. Doch wer werfe den ersten Stein? Wichtig, was der Schauspieler bekannte: " ich bereue!"
Einsicht und Reue sind aussichtsreicher, als die bestgefeilten Argumente. Dies gilt übrigens auch vor GOTT, der allerdings nicht zu täuschen ist! Renate Fischer und ihre einsichtige Ehehälfte, geben sich "Eine neue Chance" und wollen "die Ereignisse gemeinsam verarbeiten".
Nur so geht's, egal was wir angestellt haben. Ehe ist kein Kabarett, daran erinnerte sich auch "Otti". Der gemeinsame Wille Bruchstellen zu löten, gibt neue Stabilität. Da es viele "Ottis" gibt, lehrt die Geschichte etwas: Partnerliebe!
Kommen wir zu "Bruno", der Sorgenbär der Nation. Seit sich vor 170 Jahren in Bayern der letzte Braunbär sehen ließ, reduzierte sich das Bild dieses Tieres auf das Berliner Wappen und den Kuschelteddy. Stofftiere aber haben keinen Appetit auf lebende Schafe und Hasen!
In Sachen "Bruno", dem Freibeuter aus Hunger, richteten sich Daumen sowohl nach oben wie nach unten. Unten siegte - "Bruno" ist nicht mehr! Eine Welle des Protestes, mit manchmal geradezu grotesken Zügen folgte: Laut zuständigem Landratsamt hätte man den zottigen Schluri "unmöglich betäuben können " und zwar angeblich "wegen der Würde des Tieres" hätte man sich verkniffen, Fotos des blutüberströmten Petzmigranten zu veröffentlichen, so wiederum das bayerische Umweltministerium. Also wenn das nicht ans Herz geht...
Wer die Jäger kritisiert möge bedenken, dass die von "Bruno" gerissenen Tiere "ebenfalls leidensfähige Tiere" seien.
Natürlichkeit und Natur werden von der "New York Times" mit einer Schlagzeile zurechtgerückt: "Herr Bruno is having a picnic, but he's no Teddy Bear" (Herr Bruno macht ein Picknick, aber er ist kein Teddybär). Bruno wußte das -er schon!
Sehen wir es positiv: Empörung, Enttäuschung und auch manche harsche Reaktionen auf des Bären Erlegung, sprechen für ein Herz für Tiere -Tierliebe ist gut! Wer mir darin zustimmt und gleichzeitig die Klatsche hebt, um der nächsten Fliege den Garaus zu machen, dürfte mich nicht so ganz verstanden haben...

Damit sind wir bei der nächsten Geschichte und die handelt von der wichtigsten Liebe, die es neben der zu GOTT gibt: die Nächsten1iebe!
Erstaunlich: da vermacht mit noch "warmer Hand" der zweitreichste Mensch unseres Planeten dem Reichsten sein Vermögen! Warren Buffett heißt der Gute. Der Multimilliardär bevorzugt einfachste Lebensverhältnisse und gibt sein Vermögen in eine Stiftung seines Freundes Bill Gates ein. Sage und schreibe 60 Milliarden Dollar stehen damit für Impfungen, Medikamente, Vorsorgeprogramme u.a. zur Verfügung. Um die Dimension zu begreifen: Das gesamte Vermögen der UNESCO (UN-Organisation zur Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur) beträgt dagegen "nur" 600 Millionen US- Dollar.
Was Warren Buffet da macht, ist Philanthropie der Superlative - Menschenfreundlichkeit im Hochformat! Als Begründungen gibt er bescheiden an, er wolle der Gesellschaft wieder zufließen lassen, was "an sie zurückzugeben ist" und die Stiftung bezweckt, "die wirklich großen Herausforderungen der Welt" anzunehmen. Bravo!
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", lehrte Jesus Christus und das kann jeder auf seine Weise. GOTTes Wertvorstellungen sind weise und gerecht, sodass ihm die zwei, von der kargen Rente abgeknapsten Euros, die im Opferstock landen, ebenso gefallen wie deine oder meine fünzig oder hundert Euros für die Armenhilfe oder die Milliarden eines Superreichen. Nur gerne soll es gegeben sein. GOTT mag den fröhlichen Spender und nicht den verkniffenen!
Da haben wir also die Verbindung der drei verschiedenen Geschichten zueinander: LIEBE!
Partnerliebe, Tierliebe, Nächstenliebe und wir alle sind dabei! Jeder von uns kann auf seine Weise und eigenen Ideen ein Lichtlein in großer Dunkelheit einer Welt sein, die so schlecht nicht zu sein scheint, oder?
Isch män jo bloss Ihr gerhard krause