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0079

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“Superstar Jesu Christ” - vom Wahnwitz unserer Zeit (2/2)

Wenn sich die Recherchen und sich ähnelnden Forschungsziele voll-, teil- oder pseudowissenschaftlicher Elemente mit der Maria und des Zimmermanns Josefs Sohn: Jesus beschäftigen, tun sie sich schwer, sein Leben aufzublättern. Dank Lukas (Lk.3:46) wird wenigstens einmal das Licht auf den zwölfjährigen Knaben, der als klug und gelehrsam geschildert wird, gerichtet. Doch dann verliert sich Jesu Spur und er taucht erst wieder in der Kraft eines Dreißigjährigen in den Beschreibungen auf. Bleibt die Frage, ob wirklich wichtig ist. was der Gottgesandte vor seinem missionarischen Einsatz gemacht hat. Wer weiß schon, was Albert Schweitzer oder Mahatma Gandhi mit sechzehn oder siebzehn getan hatten? Jesu einmaliges, gottgesteuertes Lebenswerk gehört sicher ohne Wenn und Aber gewürdigt! Da Luzifer nie schläft, gab es zu allen Zeiten Profilierungsversuche auf dem Rücken des Messias. Thesenreiche Biographien versuchen zu verbiegen, was Christus als Mensch auf dieser Erde geleistet hat. Glaubige sollen verunsichert werden - dies war und ist die Intention eines jeden Dunkelgeistes! Wenn segensreicher Regen die ausgedörrte Erde trankt, ist es der Frucht egal, aus welcher Richtung die Wolken heranzogen. Hat es für den Gläubigen Bedeutung zu erfahren, ob das Jesuskind eine Schule besucht oder die Gnade des heiligen Geistes hatte, um frühzeitig von Weisheit und spirituellem Wissen geprägt gewesen zu sein? Wer an Jesus und seinem einfachen, aber effektiven Weg nur mangels weiterer Details zweifelt, sägt am Ast des Baumes, auf dem er sitzt, denn "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh.14:6) sprach Jesus.
Es gefällt manchen zu behaupten, Jesus wäre verheiratet gewesen - mit Maria Magdalena, der treuen Gefolgin. Parteien, die sich darüber streiten, ob er vor seinem Lehr- und Leidensweg oder nach seiner Kreuzigung den  Ehebund eingegangen  war, bedenken garnicht mehr seinen Ledigenstand. Das, woraus der Christ seine Nachfolge bezieht: Jesu Auferstehung, fällt der Behauptung zu Opfer, Jesu hätte die Torturen überlebt und sei z.B. nach Indien ausgewandert. So jagt eine Spekulation die andere und keine Bibelstelle scheint ungeeignet zu sein, zur Fata Morgana erklärt zu werden!
Da haben wir ihn wieder, den Spektakularismus, der alles in den Reißwolf bringt, was bislang taugte Frömmigkeit, Christustreue und GOTTesliebe in sich zum Klingen zu bringen. Hauptsache die Welt nennt die Namen der Besserwisser...
Was gefällt denn nicht daran, wenn Jesus das brave Handwerk seines Vaters erlernte und sich damit wie alle Söhne damals entschied? Warum soll er nicht Gärten hübsch gestaltet und das ausgeübt haben, was man heutzutage Landschaftsgärtner nennt?
Ist's Legende, dass er gutverdientes Geld verwendete, um Leute zu bezahlen, die auf seinen späteren Wanderschaften dafür ihn und seine Jünger verpflegten und Unterkunft stellten? Gewiß, solche Aufzeigungen erscheinen weniger aufregend, spektakulär und exotisch als all die anderen, auflagenstarken Behauptungen einer   sensationslüsternden   Gesellschaft.   Wenn   GOTTes menschgewordener Wille und lebendiger Beweis seiner Gnade ständig in unpassende Farbtöpfe gesteckt wird, dann ist's nicht nur in den Köpfen der Ignoranten und Verdreher dunkel, sondern auch die Seelen dürften erbärmlich lichtlos sein, fürchte ich.

Dabei möchte "das Licht der Welt" seine Wirkung in uns allen entfalten. Aber "des Menschen Wille..."
Weder Jesu aufrechte Gesinnung, seine Beseeltheit, das irdische Erlösungswerk zugunsten aller gefallenen Geschöpfe zu erfüllen, sollten negiert werden, noch die Bedeutung dessen. Intellektuelle Stammelversuche und Verzerrungen dieses Königs aller Geschöpfe, der sich durch seine menschliche Existenz sogar unter den Rang der Engel stellte (Hebr.2:7), führen Verursacher solchen Frevels leicht in die geistige Insolvenz. Jesus Christus muß nicht hoch gehoben werden, das besorgt ein Anderer für uns, aber Erniedrigung hat er nicht verdient. Wenn wir jeden galligen Affront gegen den GOTTessohn zulassen, dann gute Nacht, Christenheit.
Wie können wir vorbildhafte Tugendhaftigkeit, die uns doch anempfohfen ist, übersehen? Wie können erbärmliche Auslegungen und bewusste Verzerrungen glaubwürdiger sein als das, was dem Gläubigen eine 'innere Stimme' vermeldet? Wer hat denn die hohen Liebesgebote: "Liebe  GOTT über  allem  und den Nächsten wie dich selbst" m uns angelegt, damit wir daraus profitieren? Wer hat Blut geschwitzt vor Streß bei den Visionen der Schlechtigkeit aller Welt und sich doch entschlossen, für uns Opferlamm zu sein? Und wer hat tiefstes Interesse daran, dieses Wesen zu entstellen, ihn in Fehler und Schwächen zu bandagieren, damit nur ja nicht die wahre Größe Jesu Christi überzeugen kann? Der Spektakularismus unserer Tage macht vor nichts halt, kennt weder Würde noch Würdigung und bricht mit allem, was dem Glaubensbegabten heilig ist. Es gibt starke Glaubensbekenntnisse; ich habe auch eines: Ich bin Christ, weil ich mit Christus bin. Er und kein anderer starb als Mensch den Kreuzestod, um die Sünde des Abfalls von uns allen zu nehmen. Daran dürfen wir glauben und ganz altmodisch bin ich höchst zufrieden damit - GOTT sei Dank!   
gerhard krause