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0064

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Die verirrte Natur: Homosexualität (Teil 2)

      Fortsetzung des Leitartikels aus der Ausgabe Nr. 63
      mit dem Titel: “Die verirrte Natur: Homosexualität” Teil 2.

In der 26,6 Millionen Mitglieder zählenden EKD findet sich eine zwiespältige Haltung zu der Sorge, man könne gleichgeschlechtlich ambitionierte Mitmenschen diskriminieren. Die Idee, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften durchzuführen, ist im Streit. Ob sich alle die Frage nach dem Willen GOTTes stellen und was biblischer Auftrag ist? Genügt die "geistliche Begleitung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften"?
Um die Verwechslung mit einer kirchlichen Trauung auszuschließen, beschäftigte sich ein Ad-hoc-Ausschuß mit   der Ausarbeitung eines Andachtskonzeptes für die Konfliktgruppe.
Auszug aus dem Begrüßungsteil:
"N. und N., wir feiern diese Andacht mit euch, weil ihr euch entschieden habt, miteinander zu leben".
Absichernd erfährt das beglückte Paar in den Eingangsvoten: "Der Heilige Geist lässt uns die Liebe GOTTes erfahren und weitergeben."
Damit ist zumindest für Paare wie die evangelischen Pastoren (!) Ubbo Seegelken und  Ben Khumalo, die  bereits  2001 ihre "Hochzeit" vor dem Standesamt Großenkneten im schönen Niedersachsen feierten, die Welt in Ordnung. Sie  haben sich bestimmt selbst gesegnet und könnten mit der neuen Andacht nun erfahren:

"GOTTes Segen sei auf eurem Lebensweg,
bei euren Aufgaben,
bei euren Entscheidungen,
bei jedem Schritt, den ihr ins unbekannte tut.
GOTTes Segen sei mit euch."

Ist aber die Homoehe nicht ein Schritt ins Unbekannte, weil GOTT der Herr uns doch bekannt machte, was ER will? Segnet ER tolerierend im Jahre 2004, was Ihm zu Mose Zeiten ein Greuel war? Jeder sollte es wissen: GOTT ist weder ein wankelmütiger GOTT, noch imponieren Ihm Modeerscheinungen oder gar Sittenverfall. Und was ist mit Rom.1:28-28? Wie soll das Glaubensvolk, so muß die Frage gestattet sein, die Bibel glaubwürdig finden, wenn von Kirchenköpfen der Glaube nicht würdig vertreten wird? Da scheiden sich aber gewaltig die Geister!
Die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz relativiert in einem Beschluß im November 2002: "Für gleichgeschlechtliche Paare, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben,  kann es eine gottesdienstliche Begleitung geben". Daß eine Kirche eine Kirchenspaltung fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, muß man doch verstehen; also überlässt man es geschickterweise den armen Presbyterien und Pfarrern, ob sie in ihren Gemeinden eine gottesdienstliche Begleitung anbieten möchten. Aber: eine "Amtshandlung im Sinne einer Trauung" sei dies nicht, wird lakonisch betont. Leserbriefe zu diesem Thema aus klerikalen Kreisen, lassen jedoch eine heftige Uneinigkeit vermuten. In der Kirche scheint es nicht nur zu gokeln...

Österreichs "Merkwürden", Bischof Kurt Krenn, hat sich nun mit großkalibrigeren Sexualnöten in seinem Amtsbereich herumzuplagen: Liebesspiele zwischen angehenden Priestern und ihren Leitern im Priesterseminar, computergespeicherte Pornofotos und andere Geschmacklosigkeiten, stehen inzwischen offen zur Diskussion. Was ist nur mit den Kirchendienern los? Ist doch das sexistische Schlangenmuster ausgerechnet diesen Leuten  bestens bekannt, oder? Ist's  Einfalt, Blindheit oder Vermessenheit, wenn dieser Ausnahmebischof schockierende Vorgänge als "Buben-Dummheiten" abtut und blauäugig abwiegelt: "Da haben sich die da irgendwo etwas herzlicher geäußert".

Was ist zu tun?
GOTT ist derselbe gestern, heute und morgen! Seine Meinung ist uns bekannt, auch wenn manche Priester sie vergessen haben sollten. Den Geist GOTTes zu erfassen und zu begreifen, fällt Geistchristen leichter - zugegeben! Doch was GOTT gefällt oder mißfällt, weiß auch das gepflegte (!) Gewissen, diese 'innere Stimme' zu vermelden. Allerdings vermag eine schmutzige "Laterne" kaum die Erleuchtung zu bieten. Also braucht es offene, moralisch gefestigte und vor allem einfühlsame Helfer/innen mit viel Herz, Konsequenz und auch Verstand für jene , die sich Antworten und Weghilfen wünschen. Ist der Nichthetero aus einer Prohaltung von seinen Neigungen dominiert, bleibt ihm seine Eigenverantwortung unbenommen und er kann sich nicht über die unausbleiblichen Folgen beschweren.
Eine Ausgrenzung von Schwulen und Lesben käme einem massiven Bruch der von Jesus bestärkten hohen Liebesgebote gleich und widerspräche dem: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"
Es sollte unerheblich sein, wieviele homosexuelle Mitmenschen kreuzunglücklich mit ihren Neigungen und der Triebsteuerung sind, wieviele sich ihre Position schönreden und wieviele "aus ganzem Herzen und Natur" - wie mir mal einer sagte, zu ihrer Homosexualität oder anderen Vorlieben stehen. Für den Geist des Trägers ist es immer dramatisch!
Aber wer klärt auf, wer versteht die geistigen Hintergründe zu erhellen, wer ist Seelsorger im wahrsten Sinne des Wortes?
Immer wieder erstaunlich, wie viele homosexuelle Gesprächspartner "keine Ahnung" von biblischen Hinweisen, Mahnungen, Erklärungen haben. Damit wäre schon mal ein gutes Stück Aufklärung auf den Weg zu bringen. Daß es nicht GOTT der Unfehlbare sein kann, der sich im Umgang mit (der von Ihm geschaffenen!) Natur irrt, ist nicht schwer zu verstehen.
Doch es fehlt manchem "Gottesmann" an Hintergrundwissen über manches spirituell angelegte Diktat und darüber, warum sich Mängel, Untugenden oder Ungewöhnlichkeiten ergeben und wirken. Geistige Mechanismen lehrt man so gut wie nicht in Priesterseminaren. Fatal!, auch für die ratsuchende und in diesem Artikel angesprochene "Problemgruppe". Schlimmer noch, wenn der Kleriker dazu persönlich befangen sein sollte, was ja über Einzelfälle gelegentlich ans Tageslicht kommt. Jesus Christus ging Randgruppen, den "Unangesehenen" nicht aus dem Weg. Wie er vorlebte, ist nicht der Mensch an sich, sondern die Untugend, der Mangel und die Sünde zu beklagen! Oberflächlich jeder, der sich nicht gelegentlich die Frage stellt: "Welchen Mangel habe ich?" Jesus suchte das Tischgespräch mit Menschen, über die das Volk gemeinhin die Nase rümpfte. Sich fromm den Frommen geben, ist wahrlich keine Kunst; doch die Nöte des anderen verstehen zu wollen ohne sich über ihn zu erheben, ist wie das Ausstrecken der Arme nach dem verlorenen Sohn, um ein Gleichnis zu bemühen. Die Geistlichkeit ist gefordert und es hülfe, ein Hirte ohne Erwartungen zu sein! Denn welcher Schäfer hätte Anspruch auf eine Herde ohne ein schwarzes Schaf? LIEBE erlaubt den Zugang zum Nächsten, egal wer und wie er ist. KONSEQUENZ verleiht dem Ratgeber Glaubwürdigkeit und vermittelt Sicherheit. Und mit GOTT geht alles , ohne Ihn jedoch nichts!
Daran sollte man auch hierbei denken, so män isch, Ihr gerhard krause