kirche_head2
SEND_COVER

Nr.:

0063

zurück zum

Die verirrte Natur: Homosexualität (Teil 1)

        Anmerkung: Dieses komplexe und sensible Thema, nennen wir es “Die verirrte Natur: Homosexualität”, wird in zwei Folgen, in dieser und der nächsten Ausgabe behandelt.

    Es gibt Themen, die als "heiße Eisen" gehandelt werden, sobald sie religiöse Aufarbeitung erfahren. Homosexualität ist ein solches Reizthema, an dem auch manche Geistlichkeit schwer, sehr schwer zu tragen hat, was durchaus doppelsinnig verstanden werden darf. Der Geruch sexueller Eigenheit zieht leider auch in geweihte Ecken!
    Jeder darf zu allem seine Meinung haben, doch jeder ist gut beraten sich überlegen zu sollen, ob er sich gegen die unmißverständliche Aussage des Schöpfers stellen möchte. Für die Herrenwelt eindeutig erklärt GOTT: "Bei einem Mann darf man nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt; das wäre eine Greueltat." (3.Mos.18:22, Menge-B. )
    Daß sich der Mensch keinesfalls mit Tieren paaren darf und dies "schändliche Versündigung" ist, wäre dann der Folgetext.
    Aber bleiben wir dabei, was die Gemüter in allen Kirchenwelten erhitzt: die gleichgeschlechtliche Partnerschaft, im Volksmund Homo-Ehe genannt. Mit im Paket sind versteckte Abläufe bzw. Praktiken mancher schwarzer Schafe unter den Priestern! Peinlich genug, wenn aus katholischen Hirtenkreisen homosexuelle Übergriffe bekannt werden und die Öffentlichkeit aufhorchen lassen. Zumindest was das Begehren nach Absegnung gleichgeschlechtlicher  Lebensgemeinschaften betrifft, vertritt der Vatikan einen eindeutigen Standpunkt, der auch in der Schrift "Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen" nachzulesen ist. Die Stellungnahme wurde von der Glaubenskongregation verfasst, von der "grauen Eminenz", dem vatikanischen Meinungsbildner und Präfekt, Kardinal Joseph Ratzinger unterzeichnet und dann natürlich auch vom Papst abgesegnet. Ob das Dokument den Lesben- und Schwulenverband Deutschlands etwa kräftig   wurmte?
    Jedenfalls kritisierte dieser, im Chor mit bündnisgrünen Politikern, das Papier,und es sollen sogar Drohungen laut geworden sein, im Gegenzug homosexuelle Kirchenvertreter outen zu wollen. Autsch! Sollte es denn solche geben? Dann kennen diese gewiß die 'Stimme ihres Herrn' und dessen Kernsätze wie: "Die Legalisierung von homosexuellen Lebensgemeinschaften widerspricht der Vernunft und führt zu einer Entwertung der Einrichtung Ehe. "
    "Wilde Ehe" gegen etwas, was für die meisten Christen ein Sakrament ist: die gesegnete Ehe! Was da im liebreizenden Holland, was von vielen für überliberal gehalten wird, oder auch in angelsächsischen Gefilden gegenüber der "wilden Ehe" an Toleranz eingesetzt wird, ist dem Vatikan ein Dorn im Auge und es ist unerheblich, ob die Spielregeln hetero- oder homosexuell angelegt sind; wild ist wild. Außerdem befürchtet man ein Überschwappen schwammiger Moral auf erzkatholische Länder wie Italien, Spanien u.a. Es gilt die Normalehe in ihrer fundamentalen Bedeutung für Familie und Gesellschaft zu schützen. "Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen."
    Das Böse lauert nicht nur im Frust, sondern treibt auch in die Lust! Anlaß genug dem Paroli zu bieten, was nicht bibelgerecht ist? Ist der Vatikan 'Rufer in der Wüste' mit seinen Hinweisen, der homosexuellen Lebensgemeinschaft fehle es an allen biologischen und anthrologischen Faktoren einer Ehe? Was die Fortpflanzungsmöglichkeit betrifft: unbestreitbar! Adoptivkinder in solche Gemeinschaften aufzunehmen (besonders von schwulen Prominentenpärchen bevorzugt und sehr reklameträchtig!), beantwortet Rom entsetzt, dies käme einer "Vergewaltigung dieser Kinder" gleich.

    Das "Wassermannzeitalter" in seiner Großzügigkeit hat so seine Tücken und der dazugehörige Zeitgeist zeigt sich schrill. Wenn einer der Stadtstaaten-Politiker mit unverschämter Selbstsicherheit meint provozieren zu müssen ("Ich bin schwul - und das ist gut so!"}, dann fühlen sich manche regelrecht erschlagen von solcher Aufdringlichkeit, die immer krasser zunimmt, und verlieren den Mumm sich zu exponieren. Das damit freigewordene Spielfeld der Sittlichkeit, des Anstandes und der Moral, ladt nun auch andere Freizügler ein, kräftig auf die Pauke zu hauen. So der Verband 'No God - (kein gott) Atheisten für die Laizität der Staaten".

    Aha, Religion wie die christliche, nach deren Strickmuster sich die Strukturen unseres christlichen Abendlandes entwickelt haben, verliert die greenCard und hat sich aus allem herauszuhalten?! Mit einer Forderung haben diese Armen im Geiste durchaus recht: Homosexuelle gehören nicht auf den (sinnbildlichen) Scheiterhaufen! Solcher Radikalismus, wenn auch verbaler, hat unter Menschen nichts verloren. Wenn der Vatikan tut was er empfiehlt, dann ist das lobenswert: Man möge den homosexuellen Männern und Frauen "mit Achtung, Mitleid und Takt begegnen." Was diesen guten Vorsatz manchmal erschwert ist die Selbstbewertung Betroffener, einen "Mitleidsbonus" nicht nötig zu haben. Nimmt aber nichts vom guten Willen weg, auf Andersorientierte friedvoll zuzugehen.

    FORTSETZUNG FOLGT'