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0061

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Terror

Geht es Ihnen auch so? Sobald die Nachrichten wieder über einen schrecklichen Terroranschlag berichten, überfällt mich ein Mix von Gefühlen. Ich fühle Abscheu, Fassungslosigkeit, aber auch so etwas wie Hilflosigkeit und Zorn möchte mich packen! Fast "gewöhnte" man sich über die Jahrzehnte an den ständigen Schlagabtausch unter Iren, in Spanien und leider auch Israel. Unterschiedliche Motive, unterschiedliche Methoden und doch in jedem einzelnen Fall betroffene Menschen, unschuldige Menschen wie du und ich, die von einer Sekunde auf die andere verstümmelt, von Sprengstoff zerrissen, ausgelöscht werden. Nun auch in Afghanistan, Irak, Russland, Amerika - wo eigentlich nicht? Die Technik hat unsere Welt geschrumpft und wird irgendwo ein Nerv getroffen, ist der Aufschrei global! Es ist Krieg auf unserer Welt, kein Weltkrieg vielleicht, aber die Hölle zündet viele Feuer. Wenn auch nur eine Mutter um ihr verlorenes Kind weint und ein Mann auf zerbombten Pflastersteinen verblutet, dann ist das die größte Katastrophe im Leben vieler Mitbetroffener, wie es Angehörige, Freunde oder Kameraden nun mal sind. Der Tod braucht keinen großen Krieg, wenn ihm die Opfer weltweit und ununterbrochen zugestreut werden und dies immer häufiger durch fanatische Täter, die in Selbstmordkommandos ihre Seligkeit zu finden glauben. Beispiel der Hamas-Anhang, wo stolze Eltern ihre Söhne mit Sprengstoff statt Nächstenliebe ausstatten lassen. "Mein GOTT" möchte man da aufstöhnen, "hast Du uns verlassen?" ER verließ noch nie ein Geschöpf, doch die Menschen verlassen den Boden der Liebe! Ob nun "im Namen GOTTes" oder "in Allahs Namen" gemetzelt wurde und wird, ein von GOTT unterschriebener Auftrag findet sich dafür nicht. Solche Entsetzlichkeiten sind Satans Produkte: Hass, Mordlust, Fanatismus, Rache. 'Was für ein geduldiger GOTT' denke ich mir oft. Und was für ein starker GOTT; denn was Er sehen muß, kann Ihm, der unermüdlich mit Barmherzigkeit und Gnade antwortet, nicht gefallen. Wenn sich sogar Sein auserwähltes Volk, das seine Häupter vor der Klagemauer neigt, im Vergeltungsrausch zu befinden scheint. Ist denn die Rache nicht mehr "des Herrn"? "Mein ist die Rache" spricht unser Herr und anstatt Ihm diese Drecksarbeit vertrauensvoll zu überlassen und zu begreifen, daß Er uns doch damit vor Unversöhnlichkeit und Verschuldungen bewahren möchte, glauben wir immer alles selber regeln zu müssen; weil wir uns vernachlässigt fühlen, weil wir uns so wichtige vorkommen, weil wir kein GOTTvertrauen haben?! Als wenn die Allmacht nicht wüßte was Gerechtigkeit ist und etwas "anbrennen" ließe. Wo ist bei dem "Recht auf Selbstverteidigung", auf das manche hartnäckig pochen, der Schnittpunkt, an dem man besser an GOTT "zu treuen Händen" übergäbe? Nun, das ist, so meine ich, eine Frage des persönlichen Vertrauens!
Wenn unser Bundesaussenminister Fischer sagte: "Israel hat das Recht sich zu verteidigen, muß jedoch die Folgen bedenken", dann ist das - ob beabsichtigt oder nicht -  fast schon ein weiser Satz! Denn "Jede Aktion bestimmt die Reaktion" sage ich und es herrschst generell das Kausalgesetz von Ursache und Wirkung, gebietet GOTT. Wer Liebe, Verständnis, guten Willen und GOTTvertrauen investiert, anstatt schwarze Wolken von Unnachgiebigkeit, Brutalität und Rachsucht zu produzieren, mehrt die positive Energie und mit ihr entsprechende gute Wirkungen.

Wer dies nicht glaubt oder unterschätzt, irrt gewaltig! Beten ist so ein unterschätztes Machtmittel und wenn viele z.B. für den Frieden beten, dann bündelt sich diese positive, glaubensgetragene Energie und kann entsprechend stärkere "Durchschlagskraft" entwickeln. Darüber gilt es nachzudenken.

Wir alle können durchaus etwas tun, jeder da, wo "sein" Kleinkrieg herrscht: in den Häusern, Betrieben, Schulen, Familien, Partner- und Nachbarschaften usw.; denn was im Großen gilt, gilt gleichsam im Kleinen. Jedem noch so großen Flächenbrand liegt eine kleine Flamme zugrunde...
Wir alle sollten schaffen, was wir von den Großen der Weltbühne oft vergeblich erhoffen: Reiche die Hände zur Versöhnung, beide!, damit du keine Hand mehr frei hast für etwas, was den anderen verletzen könnte. So hielten es schon die alten Indianer und - ach ja - so lehrte es Jesus Christus: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".
Wir habe nun PFINGSTEN. Mögen sich die Menschen auf den Geist des Friedens einlassen!

Ihr gerhard krause