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0058

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Der Gottesdienst

Müßig sich darüber zu grämen, was leider schon im 2.Jahrhundert in den frühen Christengemeinden fehlentschieden worden war und dieser Fehler von den Großkirchen zur einmaligen Gigantonomie hochentwickelt worden ist: Es geht um die Auslagerung der für Andachten, sprich GOTTesdienste eingerichteten Räume, die durch eigene Kirchengebäude recht früh ersetzt wurden.

Den ersten Christen - die durch die Stammapostel und Paulus versorgten - war es eine Selbstverständlichkeit, sich für die gemeinsamen Gebete im Zimmer eines Wohnhauses zusammenzufinden. Für das gebäudliche Kirchenbild, wie wir es heute kennen, zeichnen freilich organisatorische Sorgen verantwortlich: Wohin mit dem starken Zulauf von Menschen, die das Christsein für sich entschieden? Großgemeinden wollten für regelmäßige Andachten und Zeremonialhandlungen untergebracht sein. Korrigiert sich da etwa im Laufe unserer kirchenmüden Zeit der damalige konzeptionelle Fehlentschluß, die "Arbeitsräume" der Priester in monströse Hallen zu verlegen?, denn heutzutage würde sich die selbe Kirche doch mit Entzücken dieses Zuwachsproblem aufschultern, oder? Doch sie reduziert sich zwangsläufig und wäre schon aus Kostengründen heilfroh, wieder kleinere Räumlichkeiten nutzen zu können. GOTT ist weise...

Sollte man zu den frühchristlichen Einrichtungen, wie eine davon die Jünger mit ihrem Herrn und Meister, Jesus Christus, anlässlich des Abendmahls nutzten, zurückkehren und ist dies überhaupt möglich? "Alle, die gläubig geworden waren, hielten treu zusammen und (...) kamen aber auch in ihren Häusern zum Gottesdienst zusammen und hielten darin auch die gemeinschaftliche Feier des Brotbrechens ab." (Apg.2:44,46). Quasi "in camera caritatis" war es unseren spirituell aufgeschlossenen Glaubensahnen selbstverständlich und gewiß eine große Erbauung, den Lehren der GOTTesboten, die über ausgebildete Medien der Gemeinde zuflössen, zu lauschen. In und mit dieser direkten Führung lässt sich's gut den Himmelsweg gehen! Wie eh und je vermag jeder seinen Anspruch nach oben zu vermelden, denn "GOTT, der die Herzen kennt, ist selbst als Zeuge zugunsten der Heiden aulgetreten, indem Er zu ihnen die heilige Geisterwelt in derselben Weise sandte, wie auch zu uns." (Apg.l5:8)

Wie aber soll denn diese im wörtlichen Sinne wunderbare Kooperation der gottgesegneten Kräfte mit uns Menschen Zustandekommen, wenn sich der lebendige Geist durch hölzerne Puttenengel ersetzt sieht, wenn statt liebevoller Geschwisterschaft kalte Anonymität die Kirchenbänke besetzt und statt Treue Mißtrauen und Skepsis das Kirchenklima bestimmen? Wie sollen die Herzen der Kirchenbesucher von wahrheitsgetragenen Worten erwärmt werden können, wenn die Dominanz der Kirchenkanzeln die Zugänge verstopft?
Ja ginge denn das in heutiger Zeit noch: die in Andachten konzentrierte Anbetung des Höchsten in überschaubaren Kleingemeinden, wo einer den anderen genau kennt und sich alle von einem gottbestellten Hirten, der sich "Ältester" nennt, in Wohl und Wehe verstanden und angenommen wissen?

Aber ja! Menschen wie "Aquila und Priska nebst der Gemeinde, die in ihrem Hause zusammenkommt" (l.Kor.16:19) gab und gibt es immer. GOTT der Herr ist ein vorzüglicher Versorger dem, der in lauterer Gesinnung und mit dem Wunsch zu lernen, das geistige Brot der Wahrheit erbittet. Wie es praktisch funktioniert beweist alleine schon die freie und charismatische GEISTCHRISTLICHE KIRCHE e.V., die in überschaubaren Ortsgemeinden im In- und Ausland reibungslos organisiert ist und sich (vielleicht weil sie älteste christliche Tradition wahrt?) als "Die etwas andere Kirche" präsentieren und erleben darf, was Jesus Christus gemäß Joh.14:26 doch uns allen versprach!

Er ist also zu verhindern, der üble Geruch institutioneller Selbstverherrlichung, Gleichgültigkeit und beharrlichen Starrsinns. Keine Kirche darf sich über Uneinigkeit, Zweifel und ausbleibendes Geborgenheitsgefühl wundern, wenn es deshalb in ihr gart und nachlassendes Interesse die Folge ist, wenn sie eifersüchtig und alles andere als freundlich gegen alles den Fetisch schwingt, was nicht in sie einverleibt ist. Viele Menschen sind sensibel und mögen es nicht diskriminiert zu sehen, was sich außerhalb der konventionellen Kirchen redlich bemüht, die Spur des Wegbereiters Jesus Christus aufzunehmen. Das Selbstverständnis einer Kirche sollte sein, sich als Dienerin, als weltliche Anlauf stelle für Nöte, Fragen, Menschlichkeit und selbstloses Vorbildorgan zu verstehen. Nicht mehr, nicht weniger. Man respektiere den freien Willen des Suchenden ebenso, wie den des Kritikers - nur anständig muß es bleiben. Wenn man weiß, woran uralte Christenlehre erinnert, fühlt man sich nicht nur fähiger die Kirchenlandschaft klarer zu beurteilen, sondern irgendwie auch erleichtert: "Wer die Wahrheit GOTTes aus der Hand der Wahrheitsboten GOTTes entgegenzunehmen und daran zu glauben bereit ist, gehört zur Kirche Christi. Sie ist daher eine geistige Kirche. (...)
Zur Kirche Christi gehören Menschen aus allen Religionen der Welt. " (Auszug aus dem Werk vom ehemals katholischen Pfarrer Joh. Greber (1874-1944), der sich dann als großer Geistchrist bewies!)

In diesem Sinne grüße ich Sie wieder. Ihr Gerhard Krause