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Wenn Kinder flügge werden

Wenn Eltern ihr flügge gewordenes Kind unsanft entgleitet, wer könnte sie besser verstehen als GOTT, der selbst Vater und Mutter in einer Person ist? Verlor ER doch einst mit uns einen beträchtlichen Teil Seiner Himmelskinder! Dennoch sind viele Eltern versucht, den Herrgott fast vorwurfsvoll zu fragen, wie ER es denn dulden kann, dass ihre Kinder sie abrupt verlassen. Doch nun hübsch der Reihe nach. Immer wenn ich die glückliche Eintracht der Eltern mit ihrem Nachwuchs sehe, will mir weh ums Herz werden und ich möchte ihnen zurufen: "Ja, haltet  euer Kind ganz fest und genießt es, sein Lächeln und Vertrauen geschenkt zu bekommen. Hallo, du Familie, behaltet euch immer lieb, so gut ihr könnt!" Zehn, vielleicht zwölf Jährchen währt heutzutage so ein ungetrübtes Familienglück, dann schleichen sich erste Disharmonien ein. In früher, präpubertärer Phase, leiten vielleicht Zwölfjährige den Abnabelungsprozess forciert ein und ein manchmal abstruses Eigenleben beginnt sich Bahn zu schaffen. Überraschung! Plötzlich gibt es zwei Welten in der Familie und zwischen diesen Welten kann   schon mal ein ganzes Universum liegen! Erst recht, wenn völlig gegensätzliche Lebensphilosophien den Familienverbund ruppig sprengen und sich irritierte Eltern die Frage stellen: Für die Jugend Spaß + Lust, für das Alter Last + Frust?
Es schmerzt sicherlich mehr das innere Auseinanderdriften, als das äusserliche Abseits. Wir kommen nicht umhin, bei diesem Thema den Glauben zu Rate zu ziehen. Wieder ist es CHRISTUS, der das Erfolgsrezept für ein liebevolles Miteinander ist:
"Werdet dankbare Menschen! Die Lehre Christi soll in ihrem qanzen Reichtum euer Inneres erfüllen".  (Kol.3:l6) Dankbarkeit in den Herzen der Eltern - für die "Leihgabe" Kind. Jede Leihgabe ist ordentlich und schonungsvoll zu behandeln, das wissen wir. "Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, damit sie eurer nicht überdrüssig werden.” (Kol.3:2l)
Nicht immer sind die Kinder die Provokateure und Ausgeflippten! Unangemessene Strenge, miserables Einfühlungsvermögen, keine Zeit sich mit Rat und Tat in sein Kind zu investieren, das schafft Enttäuschungen, Frustrationen in den Kindern und sie wehren sich. Abwehr aber führt zu Fronten. Dann "strafen" Kinder ihre Eltern wegen des Mankos an Liebe, mit Aufsässigkeit, Verachtung und Sorgen. Wenn's denn nur so einfach wäre! Denn es gibt auch die bemühten Mütter und Väter und auch solche stehen fassungslos vor dem Scherbenhaufen einer bislangen Gemeinsamkeit. Und dann gibt es auch die Forderung nach Dankbarkeit an das Kind: "Ihr Kinder, seid euren Eltern in allen Stücken willfährig; denn dies steht im Einklang mit der Lehre des Herrn. "(Kol.3:20).
Wenn aber die Kinder nicht "in der Lehre des Herrn" aufgewachsen sind, dürfen Fehlentwicklungen nicht beklagt werden. Wir ernten, was wir säen... GOTT sprach mit Seinem V.Gebot (DIE 10 GEBOTE GOTTES, Verlag leuchter-hand, Best.-Nr.L 01) allen Kindern zu allen Zeiten ins Gewissen: 'EHRE DEINEN VATER UND DEINE MUTTER, damit du lange lebest dort, wo GOTT, der Herr, dich hingibt.' Mit Seinen Geboten schuf GOTT eine zeitlose Ordnung!
In Einhaltung dieses Gebotes, könnten sich viele Kinder ihre inneren und äusseren Rastlosigkeiten und manche harten Erfahrungen ersparen. Denn da. wo GOTT der Herr dich hinführt, ist's gut zu sein! Sollte es dem Kind nicht selbstverständlich sein den Eltern für deren Verfügbarkeit, Versorgung, Lehren und Liebe, Dankbarkeit entgegenzubringen?
"Spaltergeister" sind niedere Kräfte und sie hassen den harmonischen und christlichen Familienverbund! Sie suchen sich ihre Eingänge in den jungen, schwankenden Menschen und verstehen es raffiniert, sich dessen Selbstüberschätzung zu bedienen. Trotz mangelnder (sittlicher) Reife, treffen sehr junge Menschen selbstschädigende Entscheidungen und bilden sich ein, etwas für ihre Eigenständigkeit getan zu haben. Die Eltern dabei als Feindbild zu haben, hilft manchen von ihnen, je nach Charakter  ( bildung des menschlichen charakters, verlag leuchter-hand. Best.-Nr. LOS). Solange Eltern gezwungen sind zu finanzieren, was Achtzehnjährige unter Selbständigkeit verstehen (eigene Wohnung, Liebschaften und nicht selten hinzukommend das Lebensmotto: "Dolce far niente" ("Süss ist's  nichts zu tun!"), stimmt einiges nicht bei uns...
Es stinkt zum Himmel, wenn Eigennutz vor Gemeinsinn geht und nicht nur der Haussegen schief hängt, sondern etwas aufs Spiel gesetzt wird, was unverzichtbar ist: der FAMILIENSEGEN!  Den gibt GOTT der Ihm treuen Familie. Wer  auf Ihn setzt, setzt auf Seine Allmacht und die scheitert auch nicht an Familienproblemen , Ruhe und Ordnung kehren ein, wenn die Kunst von Geben und Nehmen geübt wird. Mal sind es des Kindes Erwartungen, die zu stillen sind, mal zählt die Meinung der Eltern. Immer aber ist es GOTT, dem man gemeinsam die Ehre erweisen sollte. Wer das nicht kennt, sollte es versuchen  - es funktioniert! Wenn Matth.l9:5 dem Sohn zugesteht, eines Tages eine Familie zu gründen, weil 'der Schöpfer von Anfang an ein Männliches und ein Weibliches als zusammengehörig geschaffen" hat, dann  ist  auch  dieser  Schritt  friedlich  und freundlich zu tun. Kind bleibt Kind für die Eltern und die von GOTT festgelegte Elternrolle endet mit dem Tode. Muß es wirklich sein, dass viele, zu viele spateinsichtige Menschen am Grabe ihrer Eltern stehen und jede ihrer Tränen eine der vielen kleinen  und  großen  Unversöhnlichkeiten  hinwegwaschen möchte?
Hat sich das gelohnt?

 WENN DU NOCH ELTERN HAST. DEN VATER. DIE MUTTER. DANN LIEBE SIE. SEI IHREN SEELEN KEINE LAST. DENN ES SCHLÄGT SICH AUF DICH UND ES LOHNET SICH NIE!

In diesem Sinne, wie immer Ihr Gerhard Krause