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Nr.:

0047

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Christi Geburt 2002

Weihnachten.
Vergessen wir einmal jene neuzeitlichen Mutationen dieses Festes, welches deshalb für die ersten Christen ohne Bedeutung war, weil sie es ablehnten irgendwelche Geburtstage zu feiern. Für sie zählte verständlicherweise nur das Wirken des GOTTessohnes und seine großartige messianische Aufgabe.

Was wäre wenn Jesu irdisches Erlösungswerk zugunsten der gesamten gefallenen Schöpfung  nicht    vor 2000 Jahren stattgefunden hätte, sondern justament jetzt, in diesem Jahr und dann auch noch in Deutschland? Für GOTT, für den 1000 Jahre vielleicht gerademal wie ein Tag sind, wäre es demnach übermorgen, was damals geschehen durfte. Versetzen wir uns gespannt für wenige Minuten in eine These:
Maria, eine blühende und sehr junge Frau war sich ihrer spirituellen Begabung bewußt und fühlte sich von der Bevölkerung des kleinen Bergstädtchens Österreichs, in dem sie auf gewachsen war, etwas unverstanden. Ein erzkonservatives Kleinbürger- und Bauerntum verhielt sich zwar recht gottesgläubig, konnte aber mit Spiritualität, wie Maria sie verinnerlichte, wenig anfangen. Dass Maria bereits mit einem Zimmermann, der ebenfalls sehr fromm und deutlich älter als sie war, seit einiger Zeit als verlobt galt, war nicht ungewöhnlich.  Josef,  so hieß der Mann, ruhig und fleißig in seiner Art, schlug sich mit einer kleinen Werkstatt durch und wußte mit allen Holzarbeiten geschickt umzugehen. Für  das  Paar  war  eine keusche Lebensweise vor der Ehe selbstverständlich!
Umso verwirrter war Maria nach des Engels Botschaft, wo ihr ein Sohn, der von größter Bedeutung sein würde, vorausgesagt worden war. Drei Monate verbrachte Maria danach bei ihrer vertrauten, einer verwandten namens Elisabeth, die ebenfalls von einem Geheimnis umgeben war. Josef hatte die charismatische Gabe des Hellsehens und dass seine Braut ein Kind zu erwarten habe, enttauschte ihn sehr. Damit Maria das Städtchen verlassen und damit dem Klatsch der Leute entkommen konnte, war er bereit sein Verlöbnis zu läsen. Er liebte Maria sehr, konnte jedoch nicht einfach seine Existenzgrundlage aufgeben. Gerade noch rechtzeitig bekam er im Zustand des Hellsehens die Erklärung,  dass  die  Zeugung  seines  Sohnes "unter Mitwirkung eines heiligen Geistes" erfolgt war. Josef war ein einfacher Mann, ahnte aber den Einfluss GOTTes in dem Geschehen und war nun bereit, Maria sofort zu heiraten, was denn auch geschah. 'Immanuel'    würde man seinen Sohn nennen, was soviel heißt wie 'GOTT mit uns'.

Als Maria bereits hochschwanger war, wurde vom Europarat eine länderübergreifende Volkszählung beschlossen. Das Zähl verfahren wirkte etwas unzeitgemäß und sah vor sich dort registrieren zu lassen, wo der Familien vorstand im Stich jähr 1952  - und wenn dies vor seiner Zeit war, dann dessen Vater -  seinen Wohnsitz gehabt hatte. Dies hing mit der Ausländerschwemme, die man dadurch etwas aufzulösen hoffte, zusammen. Trotz großer Protestaktionen, die durch Print-, Seh- und Hörmedien hochgeputscht wurden, war die Resolution amtlich und durchzuführen!
Für Josef und seine Frau war dies ein offizieller Anlass, nach Deutschland zu reisen, wo Josefs väterliche Vorfahren ansässig gewesen waren. Von der Ausnahmemöglichkeit, sein Erfassungsformular amtlich oder notariell bestätigt schriftlich einzusenden, wollten die beiden keinen Gebrauch machen. Sie hofften, mit der Reise dem Tratsch und Getuschel der Leute, die sich über die Zuröckgezogenheit des Paares nun doch die Mäuler zerrissen, entkommen zu können.
Es wurde eine lange, beschwerliche Reise  werden,  denn sie machten sich mit einem sehr betagten Motorrad auf den hfeg nach Deutschland. Sowohl die Technik als auch Marias Zustand zwangen immer wieder zu längeren Pausen. Mit viel Gebeten fuhren sie dann eines nachts in den Zielort, ein kleiner Mark flecken, ein. Der Frühling war noch sehr zurückhaltend und die beiden froren und waren völlig übermüdet. Josef legte seiner Maria seine Jeansjacke um und beide verschnauften erst einmal. Erstaunlich, wie viele Menschen durch den kleinen Ort flanierten. Die Volkszählung brachte doch in alle Orte Aufregung und Bewegung und man hörte dies auch von Frankreich, Italien, Tschechien und anderen Ländern.
In dem einzigen Gasthaus des Ortes, das Josef nun betrat um nach einem Zimmer zu fragen, ging es ausserordentlich laut zu und der Alkohol floß in Strömen, unwillig winkte der von Josef angesprochene Uirt ab. Seit Tagen gäbe es kein einziges freies Zimmer im Dorf und die Gäste wür- den eh schon zu zweit in einem Bett nächtigen, so rief ihm der vielbeschäftigte h/irt ironisch zu. Die Betroffenheit Josefs und sein Hinweis auf Maria,  die jeden Moment  ihr  Kind  bekommen  konnte,  schien  den  Wirt erweicht zu haben. Jedenfalls gab er Josef einen Gartenschlüssel. Südlich vom Dorf könne er einen ausrangierten Wohnwagen als Unterschlupf nutzen,  der gleich neben einem Pferdeunterstand abgestellt sei. Die Telefonnummer eines im nahen Städtchen niedergelassenen Arztes nahm Josef nicht mit, denn dafür war weder Zeit noch Geld vorhanden.
Dann ging alles sehr schnell. Schön und gemütlich war der alte uohnwagen nicht,  aber einigermaßen  sauber. Friedlich war es auf diesem Grundstück und nur das gelegentliche Schnauben des nachbarlichen Pferdes unterbrach die Stille einer besonderen Nacht.  Nur schwach tönte der Lärm des Dorfes zu ihnen. Als dann tatsächlich die Uehen einsetzten, lag Maria bereits auf Stroh, das ihnen das Pferd geliehen hatte und einigen Pferdedecken. Viele geistige Hände waren beteiligt, als Maria ihren Sohn gebar, denn es gibt sie schon, die geistigen "Ärzte". Es war wie Musik in den Ohren des frischgebackenen Elternpaares, als "Jesus", so flüsterte Maria erschöpft aber glücklich, seinen ersten Jubelschrei an die Welt richtete. Herzallerliebst war das Kind und der Segen GOTTes hatte Gestalt angenommen und vermittelte nun auch einigen Burschen, die plötzlich am h/agen standen,  die Heiligkeit des Geschehens.
Es waren Knechte aus den umliegenden Bauernhöfen, die gekommen waren ein Neugeborenes zu bestaunen. Ihnen, die in fröhlicher Runde noch vor einer Stunde in der Nähe auf einer Weide zusamnensaßen, war eine in gleißendes Licht getauchte Gestalt erschienen und merkwürdig, alle waren von einer großen Ergriffenheit erfasst und glaubten Wort für Wort, was dieses Lichtwesen ihnen erzählte. So etwas hatten sie bisher nur in Filmen gesehen. Nun aber waren sie bis ins Innerste berührt und erinnerten sich der Worte: Dies hier war der von GOTT bestimmte Messias!
Verstohlen blickten sie zum Himmel - er war noch da, dieser Stern, der sie wie eine leuchtende Hand hierhergewiesen hatte. Mein GOTT, wie waren sie aufgeregt und dies steigerte sich noch, als auf dem nahen weg drei schwere Limousinen parkten und drei hochgewachsene Männer in teurer Garderobe auf sie zuschritten. Auch   diese   nächtlichen   Besucher   waren   diesem Sternenlicht gefolgt. Aus dem Osten waren sie angereist und einander bis dahin unbekannt gewesen. Doch GOTT kannte sie als sehr glaubensstarke Menschen. Obwohl sie alle drei sehr begütert waren, bewahrten sie sich einen demütigen und gutherzigen Charakter. Alle drei wussten aus alten Schriften um die Prophezeiung, dass die Geburt des Erlösers in ihre Zeit fallen würde. Ähnlich Josef und Maria, ließen auch sie sich von GOTTesgeistern führen und leiten und hatten, als erfahrene Spiritisten die sie waren, als Gnadengeschenk die Geburt des Herrn zu erfahren bekommen. Früher wie heute öffnet sich der Himmel glaubensstarken Menschen und solchen, die wichtige Aufgaben im Sinne des Allmächtigen    verrichten dürfen. Noa, Lot, Mose, Abraham waren einige, denen sich die Geisterwelt GOTTes zuwandte.Nun also hatte GOTT geistigen und irdischen Zeugen der Menschwerdung Christi versammelt und in allen war eine große Freude und Dankbarkeit, in der sie sich huldigend verneigten und ohne sich zu genieren laut zu GOTT im Himmel sprachen. Ja, in dieser beinahe versteckten Ecke Deutschlands war die stillste und friedlichste, aber auch die heiligste aller Nächte und das Halleluja würde bald über sämtliche Kanäle, Internet und alles was geeignet war Menschen in aller Welt zu erreichen, Verbreitung finden. So jedenfalls war es abzusehen.

So oder ähnlich, liebe Christen, könnte es ein Chronist der Neuzeit beschrieben haben, wenn... - ja wenn uns dieses wundersame Himmelsgeschenk eines opferungsbereiten und menschenliebenden GOTTessohnes nicht schon vor 2000 Jahren auf die Erde gegeben worden wäre. Und das, ehrlich gesagt, ist mir und aller Christenheit eine große Beruhigung; wissen wir uns doch bereits erlöst und müssen nicht mehr bangen, wie das irdische Erlösungswerk wohl ausgehen mag. In diesem Bewußtsein sollte es uns zu Weihnachten gelingen, uns friedlich und entspannt zu fühlen und statt unter einem nadellassenden "Christbaum", darf in unserem Herzen ein kleines aber wichtiges Geschenk für GOTT bereitliegen: Dankbarkeit.
Besinnliche und deshalb frohe Tage, wünscht Ihnen Ihr Gerhard Krause