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0046

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IX. Gebot “Du sollst nicht unwahr zeugen wider deinen Nächsten”

 

Die einfachste Übersetzung dieses GOTTesgebotes mahnt an, nicht zum Schaden eines anderen Menschen zu lügen. Um es gleich vorweg zu sagen: Die größte Sicherheit gegen dieses GOTTesgebot nicht zu verstoßen ist, nur das wiederzugeben, was man mit eigenen Augen gesehen und oder mit eigenen Ohren gehört hat!

Das meiste was wir äußern, ist doch aus zweiter Hand. Beispiel: unser Wissen über prominente Personen, über die sich alle möglichen Leute "das Maul zerreissen", wie Luther es auszudrücken pflegte. Wir beziehen Meinungsbilder per Satellit, Printmedien oder von sonstigen professionellen Meinungsmachern oder sonst von irgend jemanden, der etwas "weiß". Eine Schlagzeile (= mittels einer Zeile jemanden zu (er)schlagen!) ist schnell nachgeplappert. Jeder sollte dabei bedenken, dass in den Wind gestreutes Heu kaum mehr vollständig einzusammeln ist! Selbst bei Wiedergutmachungsversuchen, blieben also immer Restschäden."Wer jedoch beim Reden keinen Fehltritt begeht, der ist ein vollkommener Mann, denn er hat die Kraft, seine ganze Persönlichkeit im Zaume zu halten. (...) Doch kein Mensch vermag die Zunge eines anderen zu bändigen. Sie kann zu einem zügellosen, unheilvollen Ding werden, das mit tödlichem Gift angefüllt ist."(Jak.3:2,8)

Man kann auch mit der Zunge morden  - rufmorden! Die Reputation eines unbescholtenen Menschen durch den Schmutz zu ziehen, seine Lauterkeit und Seriosität offen anzuzweifeln, sind höllische Auswürfe und deshalb dem Herrn ein Greuel.
Den, der einem unbequem erscheint oder den man zum Feind erklärt hat, mit falschen Beschuldigungen oder Andeutungen "in ein schlechtes Licht zu rücken",  ist uralte Tiefstmethode, denn  irgendetwas wird schon hängenbleiben', denkt der Intrigant. "Frisch behauptet ist halb bewiesen" ist sein Motto und er zieht die Dreckschleuder auf. Ach wie bitter werden solche armseligen Giftspritzer an ihrem eigenen Dreck zu kauen haben. Niedertracht lohnt nicht,  denn GOTT der Herr lässt keinen Bruch Seiner Gesetze und Gebote unerwidert. Wissen wir doch um Seine absolute Gerechtigkeit  - und dies ohne Ansehen der Person!

Verleumdete und Ausgemachte  (es lohnt sich, über den Begriff "aus-machen" nachzudenken), kennen das Brennen in ihrer Brust, diesen Schmerz, vielleicht sogar die Wut darüber, verbal so übel zugerichtet worden zu sein. Üble Nachrede und unwahr Zeugnis waren auch die wirksamsten Schurkenwaffen einer niederträchtigen Pharisäerschaft, Jesus gegenüber. Dem Pilatus ein fälschlich" Bild vom unschuldigen GOTTessohn zu vermitteln und den Nazarener wie einen Staatsfeind darzustellen, ließ die verderbte Brut im Priesterrang lügen dass sich die Balken bogen und vermochte das Volk in den Wahnwitz zu treiben, ihr Blut und das ihrer Kinder auf ihre Häupter herabzubeschwören. Soweit können hasserfüllte Menschen sich versteigen !
Nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen, rät jedes weltliche Gericht an und der Zeuge, der wollent- und wissentlich falsche Aussagen vorträgt, hat mit schwerer Bestrafung zu rechnen. Beinahe täglich stellt sich jedem Menschen die Gewissensaufgabe, die Wahrheit oder Unwahrheit über einen Mitmenschen vorzutragen. Die Herausforderungen,sich mit seinem Reden sauber zu halten, sind vielfältig. Schon die Negierung der Leistungsbeurteilung eines Arbeitnehmers verstößt ebenso gegen das Gebot, wie unbewiesene Vermutungen,  verbreitetes Halbwissen oder Tratsch und Klatsch. Jemanden "in die Pfanne hauen" ist schnell geschehen und vor dem Gebrauch des Mundwerks sollte man nicht nur sein Gehirn einschalten, wie es so schön heißt, sondern auch sein Gewissen. Lästern heißt sich zu belasten! "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" besagt im Grunde nur was die Altvorderen immer rieten: "Was du nicht willst was man dir tu, das füge keinem ändern zu!" Ich möchte das spezifizieren: "Der wird im Geistigen sich plagen, wer ändern Lügen möcht* nachsagen!" Doch das können wir uns ja alle denken, nicht wahr?
Ihr Gerhard Krause