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0045

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8. Gebot “Du sollst nicht stehlen”

Die Methoden, andere um ihr Hab und Gut zu bringen, sind subtiler geworden; der Teufel hat die List erfunden und nur Primitivlinge wenden noch rohe Gewalt an,  um ihren Opfern den Geldbeutel vom Gürtel zu schneiden  ("Beutelschneiderei") .
Als GOTT dem guten Mose die Gebotstafeln reichte, waren Ihm List und Tücke der  gefallenen  und  nun  vermenschlichten Geister bekannt. Alleine die Beobachtung der 10 Gebote würde den Erdenkindern schwerfallen.  Das Management der Hölle nutzte die letzten paar tausend Jahre, die Kunst andere "über's  Ohr zu hauen", in höchster Raffinesse zu entwickeln. Tagtäglich versauen die Frechheiten von Diebesheere die Moral unserer Welt. Um Opfer zu werden, brauchst du noch nicht einmal das Haus zu verlassen. Es genügt ein tickender, unrichtig eingestellter Zähler und schon "löhnst" du für Energie, die du niemals verbraucht hast!
Vorsätzlichkeit  - also extra "jemanden aufs Kreuz legen” ist Diebstahl, wie er sich vor den Augen GOTTes darstellt; nicht das Versehen, nicht unbewußte Schusseligkeit und doch ist das Gebot leicht zu begreifen und damit unumgänglich:

    VIII.Gebot: Du sollst nicht stehlen.

Des Diebes Leugung seiner Tat gehört zu seiner verwerflichen Natur, wie das Küken zum Ei. Ihm die Unredlichkeit nicht beweisen zu können, legt Fantasie und kriminelle Energie frei. Doch das geistige Schuldkonto wächst, wenn der Verstoß gegen Gesetz und Ordnung gewollt stattfindet! Wenn wir ausgeklügelte Übervorteilungen suchen, brauchen wir uns nur in das Haifischbecken der Geschäftswelt zu wagen. Einige Beispiele, wie man auf unehrliche Weise Leuten "das Geld aus der Tasche zieht". Preislisten, die alljährlich automatisch um 10% erhöhte Preise ausweisen! "Begründung"? Auszugleichender Inflationsverlust. Insider aber zählen den  "versteckten Gewinn"  ohne Aufwandskosten. Neuzeitliche Geschäftsmoral zu vieler: Mit neuem Unternehmen in zwei Jahren reich werden, möglichst ohne die Finger dabei allzu krumm machen zu müssen und wenn nicht: Insolvenz! Moral, Menschlichkeit, Kunden- und Lieferantentreue, Tradition,  Qualität,   Zuverlässigkeit,   Ehrlichkeit und Fleiß? Für solche Zeitgenossen mit viel Sinn für pechschwarze Methoden, Pustekuchen! "Du sollst nicht stehlen!" Wurde nicht die Umstellung von unserer geliebten DM auf den zwangsverschriebenen Euro im gleichen Sinne mißbraucht? Wer die Zwangslage anderer schamlos ausnützt und mißbraucht, kann schnell zum Räuber und Erpresser werden! Dazu gehören durchaus irgendwelche sog. Heilmittel, die gutgläubigen, weil  oftmals   verzweifelten   Kranken   für   viel  Geld untergejubelt werden und bestenfalls Scheinergebnisse bringen. Millionen Gelder werden armen, labilen und unvorsichtigen Mitmenschen aus den Taschen gezogen, für Illusionen, Versprechungen und Seifenblasen. "Gesundstoßen" nennen das die skrupellosen Geschäftemacher. "Es trifft ja keinen Armen" ist ein ebenso verwerfliches Argument wie der Revanchegedanke "Wurst wider Wurst" und kein Zweck heiligt schlechte Mittel! Mogelpackungen tauschen etwas vor und auch Versicherungen, welche den Kunden "aufs Auge gedrückt" werden, wenn mit deren Ängsten und Unsicherheiten gespielt wird. Wie wäre es m, it GOTTvertrauen?? GOTT scheitert an keinem Problem, doch er erwartet die Ansprache und das Vertrauen des Bittstellers. Mehr nicht. Wer erfundene Schadenersatzansprüche seiner Versicherung meldet, wer sich durch falsche Angaben dem Finanzamt gegenüber zu begünstigen versucht, vergeht sich am Eigentum anderer, sogar an dem des Volkes. Für Diebstahl wird das Seelenheil aufs   Spiel gesetzt, und das lohnt sich niemals wirklich! Gefälschte Bilanzen, Aktienbetrug, Spekulation auf Eigentumsvernichtung schafft Leiden und jede unlautere und gewissenlose "Gewinnmaximierung" einer unehrenhaften Gesellschaft, oftmals vertreten durch clevere Selbstbediener in Vorstands- oder anderen schwarzen Anzügen, wird totsicher über eine andere, unfehlbare Bilanz auszugleichen sein. Raffgier beschert Feuer; eine Tatsache, die man ja nicht glauben muß. Jeder Dieb, ob mit Krawatte oder ohne, sollte sich die Beteiligung an einem Veitstanz übelster Klasse gut überlegen. GOTT schützt das Eigentum Seiner Geschöpfe, sonst gäbe es dieses 8. Gebot nicht! Wenn dubiose Zinspolitik für ruinöse Tragödien sorgt, wenn Leuten, die sich jeden Cent "vom Munde abgespart" haben das mühsam erbaute "Häusle" unterm Hintern weggezogen wird, dann lässt womöglich das Raubrittertum grüßen. Marmorne "Tempel" jammender Versicherungen und Banken haben auch ihren Herrn. GOTT kann es'nicht sein, oder? Der global widerlichste Aufwand beschäftigt sich damit, Menschen "das Fell über die Ohren zu ziehen", andere "über den Tisch zu ziehen" und nichts auszulassen, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Doch Schuld könnte jeder sein wenn  man  bedenkt,   dass   unsere   Ansprüche   die Verführbarkeit bestimmen und diebische Zeitgenossen, die doch selber nur verführte Verführer sind, dies ausnützen.
Was nun ist zu tun? Wie kann ich dieberischem Ansinnen begegnen?
Nicht immer lösen sich die Probleme durch den Fakt, dass da nichts zu holen ist, wo nichts ist. Diebstahl sollte durch allzu große Sorglosigkeit nicht geradezu provoziert werden. Dem Schädiger die andere Backe hinzuhalten, weil er geschlagen hat, findet seinen Sinn wenn es um den Glauben geht. Die dieberische Natur durch geöffnete Taschen zu mobilisieren,  käme fast einer Selbstverschuldung gleich und schnell ist man in die Rolle des Verführers gerutscht! Dies gilt es zu bedenken.

Jener monopolistischen Schlechtigkeit in unserer Welt, unter der immer mehr Menschen leiden, stehen aber Liebe, Fürsorge, Schutz und Gerechtigkeit des Allerhöchsten entgegen. Mal ehrlich, wer oder was könnte dem ernstlich  widerstehen? Unsolider Erfolg wird stets von befristeter Dauer und immer'mit Schmutzspuren versehen sein. Das vermag keine noch so gehübschte Fassade zu ändern. Ehrlichkeit hingegen ist eine ewig gültige Wahrung!
Wer bestohlen worden ist, sollte die Größe aufbringen zu verzeihen. Die Bürden der Unverzeihlichkeit und Vergeltung belasten nur die Seele und das ist kein Dieb und keine Beute wert.
Das Gebot: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ist eine äussert schwierig einzulösende Forderung, insbesondere dann, wenn wir zu den Geschädigten gehören. Doch jene zu lieben, die es uns leicht machen, entspräche nicht jener Leistungsqualität, die zu erfüllen wir das Menschsein besitzen. Ganz so leicht wird es uns nicht gemacht, wieder zu "Engel" zu werden.
Der dieberische Mensch, der, der andere, wie auch immer, um ihr Eigentum bringt (dazu kann durchaus die nicht zurückgegebene Leihe gehören!), hat die wirkungsmildernde Chance Einsicht und Reue zu üben und  - nicht vergessen! - Wiedergutmachung zu leisten. Wenn's  sein soll wenigstens anonym. GOTT sieht es  - so oder so. Wenn sich die angestrebte Gemeinschaft der Himmel daran erfreut, sich gegenseitig zu nähren und zu geben, dann sollten wir uns auf dem Übungsfeld Erde das Nehmen gut überlegen. Isch men jo bloss.
Ihr Gerhard Krause