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0043

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VI. Gebot:”Du sollst nicht morden”

Als der höchste Gesetzgeber: GOTT, uns Menschen Sein VI.Gebot auferlegte

      Du sollst nicht morden,

da räumte Er weder Optionen ein, noch ließ Er Ausnahmen oder irgendwelche Sonderregelungen zu! GOTTes Gebote sind keine Spielwiese epochaler, moderner Auslegungen, sondern unmissverständlich und bleibend gültig. Boshaften Wahrheitsverdrehern luziferianischer Zugehörigkeit gelingt immer wieder die Verführung schwacher Menschen und werden dadurch - wie einst bei Mose - die Gesetzestafeln erneut zerschlagen. Doch das geistige Gesetzeswerk behält seine Gültigkeit und Wirksamkeit ebenso, wie die Lehre Jesu, die nicht durch Kreuzesnägeln vernichtet werden konnte. Wenn ungläubige Ignoranten die GOTTesgesetze übersehen, ist das eine folgenschwere Haltung. Wenn aber welche, die vorgeben das Kreuz zu achten und Humanitätsgeruch auszuströmen bemüht sind sich auf Seiten von Lebensvernichter stellen, dann ist das verwerflicher "ethischer Relativismus" - das Gute wird für schlecht und das Schlechte für gut erklärt! GOTT alleine ist Herr über Leben und Tod und segnet kein noch so kunstvoll gestricktes Argument, warum das 6.Gebot zu brechen war. Tiere nicht zu morden ist das eine, doch auch der Kohlkopf möchte gerne leben, oder?

Klären wir zunächst die begriffliche Wahl: "Töten" ist nicht gleich "morden"! Lt. l.Mose 1:28 wurde der Menschheit die Hege und Pflege der Mineral-, Pflanzen- und Tierwelt anvertraut. Daran ist selbstverständlich die Erlaubnis - ja Notwenigkeit - geknüpft, sich daraus zu bedienen. "Du sollst dem dreschenden Ochsen das Maul nicht verbinden. (...) welcher pflügt die Hoffnung haben muß, etwas zu ernten; und der Drescher nur in der Hoffnung drischt, etwas von dem Ertrag mitzubekommen. " (l. Kor. 9:9-10) Schlachten für die Nahrungskette z.B., das ist "Töten"; Wild von eitlen und kurzverständigen Trophäenjägern abzuballern, das ist Mord! So eindeutig ist der Unterschied. Domestizieren ist das eine, dezimieren das andere. Seit Kein versucht der Mensch zu entscheiden, was lebenswürdig und was lebensunwert ist. Solange Pflanzen wie totes Heu behandelt und Tiere als "Sache" bewertet werden, ist von der beseelten Schöpfung wenig begriffen worden und die Erkenntnis einer weit greifenden Geschwisterschaft auch im Mineral-, Pflanzen- und Tierreich. bleibt dem "hl. Franziskus" oder solchen, die wie er Reife zeigen, zugeschrieben. Den Tierschändern und -Mördern möge man fürbitten: "Hab' Erbarmen, Herr, denn sie wissen nicht was sie tun!", doch vielleicht wissen sie's doch und weiter werden hilflose Tiere erwürgt, erschlagen, zerstückelt, verstümmelt, verseucht und totgespritzt. Vor GOTTes Gericht werden diese angstvollen u. verzweifelten Augen auf die Täter gerichtet sein, fürchte ich.

"Du sollst nicht morden" bedeutet auch "Du sollst nicht Selbstmorden!" "Ich will sterben mit den Philistern!" rief Samson entschlossen aus und umklammerte die Säulen des Dagontempels. "Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte." Diese Figur des Alten Testaments, die Israel von den Philistern befreite, kann somit als Vorreiter aller Selbstmordattentäter - aller Epochen, auch die der Neuzeit, angesehen werden. Selbstzerstörer und Mörder zugleich waren auch jene Japaner, die den Tod, in von ihnen gelenkten Torpedos oder Kamikaze-Flugzeugen, transportierten. Da waren auch Christen dabei. In 20 Jahren, von 1980 an, wurden weltweit 271 Selbstmordattentate bekannt. Weniger religiöse Motive, aber fast immer ethnischer Nationalismus trieb in die Selbsttötungen. Wenn die "'Hisbollah' für zerrissene Leiber verantwortlich ist, dann stellt der Fanatismus die islamische Lehre, wonach man weder sich noch Unbeteiligte umbringen darf auf den Kopf.
Die göttliche Lebensspende wegzuwerfen ist Frevel; seit wann darf eine Leihgabe vom Leiher vernichtet werden? Die in Belgien nun erlaubte 'aktive Sterbehilfe' wurde vom Ärztekammerpräsident kritisiert: "In Europa ist eine ethische Abwärtsspirale in Gang gekommen, die immer mehr die Länder erfasst. " Richtig, doch GOTT vernimmt auch das Wimmern und Klagen jedes ungeborenen Menschenkindes, an dessen Abtreibung sich ein Arzt beteiligt haben könnte. "Du sollst nicht morden!" Auch wer ‘Tötung auf Verlangen' erfüllt, vernichtet Leben und alles Verständnis dieser Welt für manche scheints "ausweglose Situationen", legalisiert den Bruch des Gebotes nicht. "GOTT ÜBERLASTET NIEMANDEN, IN NICHTS" ist ein, den Kirchen als Trost verlorengegangenes, geistiges Gesetz. Würde das gelehrt und erklärt, würden manche fatale Fehlentscheidungen gegen das Leben ausbleiben!
Morde durch Hauen und Stechen reichen dem Teufel nicht, also ergänzt er durch Schlucken und Spritzen, Vergiften und Explodieren. 1.835 Menschen starben in unserem Lande noch im vergangenen Jahr, aufgrund der Einnahme von Suchtmitteln. Der Meuchelmörder Motive, aus deren Händen der Tod entströmt, sind altbekannt: Macht und Geld. Sind aber jene besser, so frage ich, die für verseuchtes Getreide, Fleisch, Fisch und andere Futter- und Nahrungsmittel verantwortlich zeichnen und für die ökologische Kontrollsysteme nur fette Aufwandsposten in Profitbilanzen sind? Ist es dann nicht scheinheilig "Krebs als Geisel der Menschheit" zu beschuldigen? Nicht das Mordinstrument, sondern der Mensch ist Verursacher. "Nitrofen", wie heißt du morgen?
Des Satans Schriftzeichen entschlüsseln sich als Gewalt, Zügellosigkeit. Amoralität. Verhöhnung, Verleumdung, Perversion oder dekadenter Hedonismus und nicht nur ein Osama Bin Laden und antiwestliche Partner schreiben sie. GOTT der Herr erteilte weder dem Osten, noch dem Westen das Mandat. Menschenleben zu vernichten. "Ich werde Rache nehmen für das Blut..." (2.Kor.9:7) sprach der Herr - und meint es auch heute noch so! Präsident Putins Abkommen vom 24.Mai, 6.000 Sprengköpfe in den nächsten zehn Jahren auf rund 2.000 abzubauen ist doch russisches Roulette für unseren Planeten, der mehr als eine scharfe Pistole an seiner Schläfe verspürt. Toter als tot geht nicht und ermordeter als ermordet kann unsereins auch nicht werden. Welche Doppelmoral auch, wenn hochzivilisierte Staaten als Mörder verurteilte Mitmenschen durch den elektrischen Stuhl oder Spritzen "human" ins Jenseits befördern,  gleichzeitigt  aber  zur  Massenvernichtung taugliche Atomwaffen eingelagert halten - deaktiviert, wie froh betont wird und nur zu Verteidigungszwecken, da man ja "die Guten" sei.

Nur der Zweck heiligt die Mittel, der den Willen und Werke GOTTes respektiert. "Ehrfurcht vor dem Leben", wie Albert Schweitzer es vertrat, sollte überall gegeben sein: im Gazastreifen, in den Unebenheiten Afghanistans, um Kaschmir und im eigenen Lebensbereich, einfach überall. Leben ist zu achten und wer dagegen verstößt, kann bei aller Gerechtigkeit nicht durch den gleichen Verstoß bestraft werden. Kain. der Brudermörder, wurde von GOTT nicht umgebracht, obwohl er ein Mörder war. Darüber gilt es nachzudenken, wenn in einem Fall wieder von Revanche, von Vergeltung die Rede sein sollte. Doch der weise GOTT ließ den Erstmörder Kain für den Rest seines Lebens heimatlos herumirren. Symbolisch darf uns das zu denken geben, denn droht nicht auch sämtlichen Folgemördern, aller Epochen und Kulturen, der vorläufige Verlust der geistigen Urheimat: die Himmel? GOTT ist derselbe gestern, heute und morgen - wie wahr.

Ihr Gerhard Krause