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Verwüstet!

" Euch aber werde ich unter die Völker zerstreuen und das Schwert hinter euch zücken; euer Land soll zur Wüste werden und eure Städte zu Schutthaufen” (3.Mos 26:33)

Mit diesem Artikel möchte ich ausnahmsweise eine globale Schau vornehmen, ohne jedoch den Nahblick für Kindenheim und Umgebung zu verlieren. Wo steht denn geschrieben, daß ein Volk erst  gefangengenommen und gewaltsam verschleppt werden muß, um es unter andere Volker zu zerstreuen? Auf meinen Reisen durch die Welt, landete ich auch in unvorstellbar entlegenen Winkeln. Und was durfte (oder mußte) ich überall erleben? Deutsche! Sicher kennst du das schöne Bedürfnis, dich in der Fremde mit Land und Leute zu identifizieren und ganz im Klima und der Stimmung des Gastlandes aufzugehen. Doch Gröl-Lieder wie "So ein Tag, so wunderschön wie heute" und stundenlanges "Schalke"- Gerede unter exotischer Sonne, knallen dir die touristische Allgewalt unseres Volksstammes entgegen. Ja, wir haben uns unter alle Völker dieser Erde zerstreut und siedeln uns in fernen Ländern an. Freiwillig! Oder hilft da der liebe GOTT ein wenig nach, weil doch unser Volk in Zeiten einer organisierten Ballung gar so viel Unheil angerichtet hat?! Obwohl biblisch ein anderes Volk gemeint war, wollen wir uns diesen "Schuh" mal weiter anziehen. Beim drohenden "Schwert" fallen mir die vielen (Reise-, Tropen-, Viren-)Erkrankungen und Verletzungen durch ausländische Gegebenheiten ein. Ein volksweiser Italiener sagte: "Wärst du zu Hause geblieben, wäre das nicht passiert!" Eben! Das Schwert bedroht die Zerstreuten...

Was ist mit der Wüste? Vielleicht lächeln Sie über meine Beobachtung, daß in "meinem" Dorf geparkte Fahrzeuge oft von einer Sandschicht überzogen sind. Die ansonsten wingertidyllische Landschaft weist keine Bäume und wenige Sträucher auf. Als es vor einigen Jahrzehnten  "Kopfgeld" für den Bruder Baum gab, wurde auf Teufel komm raus gerodet. Regional, mehr noch weltweit, wird von Politikern und anderen eine fortschreitende Verwüstung (!), Versandung registriert. Geistige  Hintergründe lassen grüßen!
Städte werden zu Schutthaufen. Laufe einmal nach 20 Uhr durch menschenentkernte Innenstädte wie Frankfurt oder Fußgängerzonen auch kleinerer Städte. Wenn nicht gerade irgendwelche Sommerfeste den Trubel in die Straßen drücken, dann fühlst du dich beklommen und alleine. Von nächtlicher Totenstarre der Industriegebiete ganz zu schweigen. Zeitergebene Stadteplaner erstellten finanzmächtigen Banken und Firmen protzige Statussymbole aus Beton, für die irdische Ewigkeit. Schutthaufen zu Wahnsinnspreisen, denn auch sie werden nicht immer sein! Was da also zu Mose Zeiten, wegen verschiedener Zeitrechnungen großzügig gerechnet vor 3.500 Jahren, einem ganz anderen Volk prophezeit worden war - und dies vom Herrn persönlich! – soll nun ausgerechnet unser Volk getroffen haben? Und was hat das mit meiner Gemeinde zu tun? Na ja, wer weiß? Unbestreitbar sind wir und unsere Standorte Teile einer Welt, die sich im Kleinen ebenso wie im Großen excellent darauf versteht, den Herrn durch Fehlentscheidungen zu provozieren. Und GOTT ist derselbe gestern, heute und morgen. ER ist im Gegensatz zu uns nicht verbesserungswürdig und Seine gestrige Strafe für andere könnte die heutige für uns sein, oder? Ich jedenfalls lächle nicht mehr, wenn ich den rotgelben Sand von meinem Auto kehre. Und die Bäume um Kindenheim vermisse ich auch, mit Verlaub. Sie auch? Isch män jo bloos,

wieder einmal, Ihr Gerhard Krause