kirche_head2
SEND_COVER

Nr.:

0040

zurück zum

III. Gebot: Mißbrauche nicht des Herrn Namen!

Schon cool, was da in unserer Sprachwelt abläuft, echt konkret! Ob die Verhunzung der deutschen Sprache mit dem Moral- und Sittenverfall der Neuzeit zusammenhängt? Wer sich nicht die "soaps" reinzieht, das sind die bekloppten Vorabendserien für Prä- und Akutpupertäre, die von quotengeilen Fernsehsendern am Fließband produziert werden, wird nicht auf dem aktuellen sprachlichen Mißstand sein, und nicht nur die kids bald nicht mehr verstehen. Wer da auf seine solide Muttersprache eingeschworen ist, bekommt langsam bock darauf, wegen des vermaledeiten Sprach- und Sprechstils auszuwandern! Ist aber nix damit, denn wir haben wahrscheinlich einen fulltimejob (ohne green-card) und das round the clock: den ganzen Tag malochen, heißt das auf Klartext. Oder Sie fühlen sich an einen "Lover" gebunden, oder gefällt Ihnen die begriffliche Mißgeburt "Lebensabschnittspartner" besser? Doch das, was früher so herrlich unromantisch aber top "Bratkartoffenverhältnis" genannt wurde, ist inzwischen out. Die lockeren Naturen reden sich auf einen "one-night-stand" hinaus und finden alles easy in einem Land, das zwar Deutschland heißt, aber kaum mehr deutsch spricht. Neben dieser auferstandenen babylonischen    Sprachenverwirrung, schütteln sich viele in Lachkrämpfen, über die Albernheiten der "neuen deutschen Rechtschreibung". Wenn's schon schlimm kommt, dann aber dicke! Das alles kollidiert auch mit meinem feeling und vielleicht sollte man sich derhalben französische Standhaftigkeit wünschen, die jegliche Sprachvermengung ablehnt. Goethe, Schiller und andere filigrane Wortstilisten, befinden sich inzwischen Lichtjahre von unserer reduzierten Umgangssprache entfernt. Sorry, aber bevor ich Ihnen nun zum bevorstehenden Osterfest "happy eggs" (was so ähnlich wie "Frohe Ostern!" ausgelegt werden kann), wenden   wir   uns   gescheiter   von   all   den   modernen Sprachverstümmelungen und Unarten eines multiplexen Sprachumgangs. sowie allen Denk-, Sprechfaulheiten, Abkürzungswahn, fachspezifischen Begriffswesen und dem unkritischen Sprachenmix ab und einer noch ernsteren Gedankenlosigkeit zu: Majestätsbeleidigung!

III. Du sollst den Namen des Herrn, deines
GOTTes nicht mißbrauchen und nicht
aussprechen zum Falschen denn nicht
ungestraft lassen wird der Herr den,
der das nicht beachtet.

Hoppla!, da wird uns empfohlen unsere Zunge zu beherrschen. GOTT, der unsere Neigung zu Unbedachtheiten, auch mittels des Mundwerks, kennt, möchte uns vor Verschuldungen bewahren. "So ist auch die Zunge nur ein ganz kleines Glied des Körpers und kann sich doch rühmen, gewaltiges vollbracht zu haben. sehe ferner wie kelein ein Feuer sein kann und wie groß der Wald, den es in Brand setzt! Auch die Zunge ist ein solches Feuer. Sie birgt eine weltvoll Unheil in sich. Sie (...) holt sich ihren Brennstoff aus dem Höllenpfule.”(Jak.3:5-7)

Wie kann man den Namen des Herrn mißbrauchen? Die Kritik könnte bereits bei der Namensgebung beginnen. Dabei wies der Allmächtige sich selbst aus: "Ich bin der allmächtige GOTT" (1.Mo 17:1). Auch wenn es jedem überlassen bleibt, wie GOTT angesprochen wird, herrscht in der Anrede auch unter Christen wieder eine Uneinigkeit. Zuvor beleuchten wir noch schnell eine der albernsten, emanzipativ angeheizten Endlosdiskussionen darüber, ob der liebe GOTT als "Herrgott" oder "Frau GOTT" zu benennen sei. Geistchristen und andere Wissende belächeln diesen Gesehlechterstreit. ist doch GOTT "Vater und Mutter in einer Person" und somit das einzige nicht in Dualität stehende Wesen. Schließlich stammt Christus, als "der erste und einzig aus Ihm geborene Sohn" aus dieser einzigartigen Elternschaft. Neben vielen anderen, blieb dieser Wissenspunkt im Verlaufe christlicher Lehrentwicklung auf der Strecke. Die Erfüllung des Versprechens nach Joh.l4:26, reicht uns dann wieder solche Kenntnis; allerdings nicht in den konventionellen Großkirchen.

Zurück zur Namensgebung. ER, der sich selbst als "GOTT" vorstellte. braucht keine andere Namen, auch nicht "Jehova". Die Israeliten haben eher "Jahwe" gesagt, nicht aber "Jehova"! Ihr Respekt vor dem GOTTesnamen bewegte sie später dazu, ihn nicht mehr auszusprechen und stattdessen auf "Adonaj" (= Herr) auszuweichen. Nun sollte auch beim Vorlesen aus der Thora nicht versehentlich wieder "Jahwe.", sondern auch "Adonaj" gelesen werden. Also setzten die Juden in ihren Bibelschriften zu den Konsonanten des Namens "Jahwe" (JHWH). die Vokale des Wortes "Adonaj" (eoa -für das e kann auch a stehen). Leider wurde in Unkenntnis dessen daraus "Jehova" gelesen!

Dem entsprechend und genaugenommen, gibt die Bezeichnung "Jehova" keinen Namen ab und wäre demnach weder so auszusprechen, noch so zu schreiben. Daran ändert auch nichts ein noch so großes Selbstbewußtsein der Namens-Vertreter...

Zu meinen, unser Christengott wäre der gleiche wie "Allah", mag zwar ein Einigungsversuch sein, ist in Wahrheit jedoch ein klarer Irrtum. Wie schon angeführt, weist unser GOTT - der eine wahre und allmächtige - Christus als Seinen Sohn aus. was von Allah nicht behauptet wird. ER sandte "sein Liebstes was ER hatte" zu unser aller Erlösung auf die Erde. Wir kennen die Geschichte mit dem Kreuzestod. Dieser GOTTessohn ist es. der sich als "der Weg. die Wahrheit und das Leben" wußte und das höchste, in Subordination zu GOTT stehende, Geschöpf mit Exclusivleistung ist: Der Messias zu sein! Kein anderer GOTT hat diesen Sohn und Christus keinen anderen GOTT.

Über das 3.Gebot begehrt GOTT von uns den würdigen Umgang mit Seinem Namen. Wir kennen aber (oft gedankenlose) Verhohnepipelungen wie das überraschte "ach Gottchen" oder stöhnen "oh Gott, oh Gott" oder gröhlen launige Liedchen wie "mein Gott. Walter". Manche finden schier alles einfach "göttlich" und kollidieren unbedacht am "Vater-unser"-Gebet wo es heißt: "Geheiliget werde Dein Name". Leichtsinnig "im Namen GOTTes" zu schwören kann schon das "Aussprechen zum Falschen" bedeuten. Wer GOTT und dessen Namen vorsätzlich   ins unehrenhafte Spiel bringt, den wird GOTT "nicht ungestraft lassen". Wer sich dazu herablässt und sich deshalb sicher glaubt, weil keine unmittelbaren Folgen erlebt werden, der übersieht nur die eine Hälfte des Aktionsradius GOTTes. Die andere Hälfte ist die Gerechtigkeit im Jenseits. Für GOTT. dem Herrn aller Aktionsebenen, dürfte dies kaum eine Rolle spielen und es ist uns doch bekannt: Seine Mühlen mahlen langsam aber sicher. Wer den Namen GOTTes in Demut, Gehorsam. Ehrlichkeit, Vertrauen und Einsicht ausspricht, befindet sich immer auf der sicheren und richtigen Seite. Und auch mit "Danke, GOTT” kannst du nichts falsch machen, besonders jetzt, zur Osterzeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Tage,
Ihr Gerhard Krause