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0036

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“Was du nicht willst, das man dir tu”

“Der Geist GOTTes weht, wo ER (gemeint ist GOTT) will" "und hat sich Freikirchen ausgesucht", erklärte mir letztens ein frommer Mensch. Nun, wie immer man das sehen möchte, so denke ich, daß GOTT die Einseitigkeit nicht kennt und seine Liebe und Gnade eine bunte und vielorientierte Schöpfung durchzieht! Leider denken nicht alle so und in einem unehrenhaften Bruderzwist wird das Kreuz auf verschiedenen Flaggen gezeigt. Bist du katholisch oder evangelisch, brauchst du manche Stürme nicht zu bestehen, wie sie "andere Christen" erleben müssen. 'Bessere' Christen, weil einer der konventionellen Kirchen angehörend? So geht's nicht, meint auch Martin Luther in einer Predigt aus dem Jahre 1523 und verdeutlicht, was manche seiner Möchtegernnachfolger vergessen zu haben scheinen: "Wie kann ein Mensch die Herzen sehen, erkennen und beurteilen? Denn solches ist allein GOTT vorbehalten." Welcher Verlust solcher Erkenntnis, wenn freie Christenmenschen, die sich mutig aus Mitgliedscharen zu Großkirchen gelöst haben, immer wieder auf recht schäbige Weise von Kanzeln verkannt oder gar diskriminiert werden. Warum muß großkirchliche Autorität in eine Spötter- und Schimpfrolle gegen glaubensgetragene Außenseiter schlüpfen, wie man es weltlich eingestellten Elementen eher zutrauen würde? Wenn Luther schimpft: " Wie untersteht sich die weltliche Gewalt, solch geistlich verborgenen Ding, wie der Glaube es ist, zu richten und zu meistern?", dann kann man mitkritisieren wie es manchen Kirchenleuten einfallen kann, so ziemlich alles und jeden abzulehnen, was nicht mit der eigenen Religionsmeinung einig geht. Liebe, ihr Christenmenschen, versucht zu verstehen, sogar im Guten hinzuzulernen, respektiert auch jeden Glaubensentscheid, zumal dann, wenn Christus seine messianische und Königsposition eingeräumt ist; Liebe ist nicht hämisch. Ihr Herren "Sektenbeauftragte" oder wie immer ihr euch nennt und nicht selten  selbstherrlich  und erschreckend unwissend auftretet, denn Liebe ist nicht nötigend und nichts, wessen man sich schämen müsste.

Wenn sich meine Kirche als "allein seligmachend" anpreist, verlasse ich sie, denn sie ist dann vom Geist der Demut, Bescheidenheit und auch Weisheit verlassen, aber vom Geist des Hochmutes befallen. GOTT liebt alle Seine Kinder und beweist, was Liebe ist! Umgehen muß man die Kirchenportale, aus denen hässliche Töne dringen. Da der Teufel eben keinen sonderlichen Respekt vor Weihrauch zeigt, nutzt er die permanente Uneinigkeit der Christen und pflegt sein schwarzes, verdammt schwarzes Gewand. Leider stehen deshalb auf den Feldern seines "Monopoly" auch Häuser mit Kirchtürmen dran. Der Teufel kennt keine Liebe und keine Weisheit, aber er ist täuschend und schlau und doch fürchtet er eine Macht, die Jesus Christus uns in Joh.14:26 versprach und wie sie geistchristlich wirkt: "die heilige Geisterwelt". Sie sollte wieder in den Kirchen gehört werden und jeder Christ hat verdient das an geistiger Führung zu erleben, was in den Urgemeinden, bis nach Paulus, noch dankbar angenommen wurde und wie es in Gemeinschaften, wie die der geistchristlichen Kirche, wieder erlebbar ist und als "Sprachrohr GOTTes" bezeichnet werden darf. Luthers Appell ist passend: "... lasst GOTTes Wort den Gang haben, den es haben will, muß und soll und dem ihr doch nicht wehren werdet." Pustekuchen werden die meisten sagen, denn vergeblich versuchen sie in ihren kirchlichen Hallen auch nur ein Wort eines heiligen Geistes zu erlauschen. Anders bei der charismatischen Kirche, spirituell und dem belehrenden GOTTesgeist nicht skeptisch, sondern dankbar für seine Hilfe, zugewandt. Erschreckend wenige Theologen und andere kennen diese praktische Begleitung unter Christi Regie und an unserer statt lassen wir deshalb den Ruf von 1612, des oxforder Rechtslehrer Alberico Gentili vernehmen: "Schweigt, Theologen, in fremden Dingen!"
Immer wieder sei es erwähnt: Die wahre Kirche ist eine geistige und besteht aus denen, die Christus mit Herz, Wort und Tat angenommen haben. Auf unserem kleinen Planeten wurden alle Standesdünkel und Differenzen christlicher Kreise ausgemerzt, wenn den "Geringsten" an den Kirchentischen die obersten Plätze angeboten würden. Die vielbeschworene "Erneuerung des Geistes" wird solange eine Farce bleiben, solange die Bibel nicht als das bedeutendste spiritistische Buch erkannt und GOTTes Geisterwelt als Künder und Hüter des wahren Wortes verkannt wird. Dabei befindet sich neben dem Judentum das Christentum mit ihren Urkunden des Alten und Neuen Testamentes völlig auf dem Boden des Spiritismus! "Doch man lacht über die 'spiritistischen Narren'", beschreibt der ehem. kath. Pfarrer Johannes Greber (1874-1944) und nennt das, was jeder unter Jud.l:10 nachlesen kann: "diese Leute lästern, was sie nicht kennen.” Die bitteren Früchte der Häme, sollten einer gemeinsamen inneren Motivation, dem Druck des Nichtchristlichen in Friedfertigkeit aber auch Konsequenz zu widerstehen, zum Opfer fallen. Gleichheit im Sinnen und Trachten, wie Jesus Christus sie lehrte, aber wie er sie selbst in den Reihen seiner Jünger nicht fand. Also sind wir dann auch Schüler des Schlechten, wenn wir es anstatt dem Herrn, den Unbelehrbaren nachmachen. Ich denke nicht, daß dies ein Christenmensch wirklich will; also lassen wir uns dazu auch nicht verführen! Keiner stelle sich über den anderen - erstrecht nicht über den Glaubensbruder, aber auch nicht über Juden, Heiden, Mohammedaner, nicht über Begabte und Unbegabte, Lernwürdige und Einsichtige oder sonst über irgend jemanden. Der Kosmos ist voll der geliebten Kinder des Allmächtigen die da geliebt sind, damit sie ihre Boshaftigkeit verlieren, wie war das?: "Was du nicht willst das man dir tu, das füge keinem andern zu", oder ist das vom modernen Glaubensverständnis mancher überholt? Isch män jo bloss -   Ihr Gerhard Krause