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Die Taufe

Sind Sie ein getaufter Christenmensch? Die meisten von Ihnen werden diese Frage zwar bejahen, sich aber nicht an ihre Taufe erinnern können. Wie auch - Sie sind als Baby nicht gefragt worden, ob sie gerade diese Taufe empfangen wollen.

Gleich nach den Anfängen der christlichen Entwicklung, wurde von der Kirche die Kindertaufe eingeführt. Machtreligiöse Grunde spielten da eine Rolle nach dem Motto: "Was man hat, hat man!" Biblisch aber ist das nicht! Ganz bewußt und im Alter von 30 Jahren ließ sich Jesus von Johannes dem Täufer über die "Ganzheitstaufe" völlig in das Wasser des Flusses eintauchen und gleichzeitig - was viel bedeutsamer ist -erfassten ihn "die Fluten eines heiligen Geistes". Die Junger Jesu machten es dem nach und tauften entscheidungsfähige Menschen, die in aller Öffentlichkeit ihren inneren Gesinnungswandel durch den Taufakt bewiesen. Wunderbar ist dieser Vorgang bis heute geblieben und das ist ein wahrlich würdiger Beginn eines neuen Lebens! Leider wird dieses frühchristliche Tauf verfahren: Ganzheit»- und Erwachsenentaufe, nur noch von einer christlichen Minderheit praktiziert. Im Disput mit Vertretern der Großkirchen, werden die erstaunlichsten Begründungen für  die  Kindertaufe  geliefert.  Die  Masse  der Tauf willigen, so der eine, wäre zu hoch gewesen um sie alle ganz in das Wasser einzutauchen. GOTT wäre es egal, so ein anderer, wie getauft würde. Na dann frage ich mich, welchen Wert dann all die anderen Riten, Gebräuche, Sitten und Traditionen in den Kirchen haben sollen. Daß ein nicht unsüßes Gekrähe eines Säuglings beim Taufakt über dem Taufbecken keinesfalls das wohlbedachte und bewußte Taufbekenntnis eines religionsmündigen Menschen ersetzen kann, müsste doch jeder verstehen. Schließlich sollte Glaube nicht so nebenbei praktiziert, sondern sogar Mittelpunkt unseres Lebens sein. So ist für Menschen die ich zum Beispiel taufe, dieser Tag der wichtigste ihres Lebens. Denn mit dem Taufgelöbnis sprechen wir uns wieder dem zu, gegen den wir uns einst im Geistigen gestellt hatten: Christus! Nun bewerben wir uns wieder, dem geistigen Leibe Christi als seine Glieder angehören zu dürfen (s. l.Kor.l2:27).

JA zu sagen zu Christus, heißt JA zu sagen zu seiner Lehre und JA zu neuerlicher Treue zu ihm. Der "Neue Bund" verpflichtet und belohnt. Schon deshalb ist es unumgänglich zu wissen, was man tut und deshalb taufte Jesus in seinem Leben kein einziges Kind. "Wer glaubt und sich taufen lässt, soll Rettung finden." (Mark.l6:16) Glaube aber ist etwas, was man nicht mit der Muttermilch einsangt, sondern er entwickelt sich wie ein Pflanze, die sich - mehr oder weniger hübsch – durchs ganze Leben rankt.

Nicht einem einzigen Kind kann ein Vorwurf für eine Religionszugehörigkeit gemacht werden, die von den Eltern bestimmt worden ist. Deshalb sind die Kämpfe der Christen untereinander, so in Irland (um einmal schonend von unserem Land abzusehen), schrecklich dumm und Ausdruck erfolgreicher Spaltungsversuche Satans, der nichts mehr "liebt" als Christen zu entzweien! Also sei den Kindern die generelle Achtung vor dem Nächsten gelehrt. An der Himmelspforte, an der wir doch alle einmal zu stehen hoffen, wird weder nach dem katholischen, noch nach dem protestantischen oder geistchristlichen Ausweis gefragt. Unsere Kennkarte ist die Liebe und zwar so, wie Jesus sie lehrte!

Dazu gehört ein Weg und jeder Weg hat seinen Anfang. Wie wäre es, einen Neuanfang zu machen - das überaus lohnenswerte Wagnis, ein neuer Mensch zu werden? Sich als Erwachsener in voller Eigenverantwortlichkeit und freier Entscheidung in dieses Abenteuer zu stürzen, hat keine Risiken!, egal wie alt sie sind! Jesus war 30 als er sich taufen ließ und er hätte es auch mit 70 gewollt, wenn da der Beginn seines Weges gewesen wäre. Es ist schlichtweg falsch und ein trügerisches Versprechen wenn gesagt wird, die Taufe tilge die sog. "Erbsünde" und alle persönlichen Sünden dazu und der Zustand einer inneren Heiligungsgnade - gleich der eines reinen Engels - würde dadurch erwirkt. Kinder bekämen entsprechend früh diese "Gnade".

Jeder denkende Mensch kann sich vorstellen, daß wir für unsere Sünden gefälligst selber einzustehen haben. Und jeder Christ kann aber sicher sein, daß Jesus Christus nach seinem Kreuzestode im Geistigen Luzifer besiegte und uns damit von der Sünde des Abfalls befreite. Was das bedeutet? Daß du und ich, daß jeder Christ wieder in das lichte Reich, die Himmel, zurückkehren kann. Dies ist keine Erbsünde, sondern jedes gefallenen Geschöpfes Ursünde! Der damalige Widerstand gegen Christus, dem König für alle und über alle, kann nun durch die Taufe revidiert werden. Vielleicht denkst du darüber nach, ob du ein "neuer Mensch" sein möchtest? Jeder Atemzug, den wir auf dieser Erde noch leisten dürfen, schenkt uns die Chance zu dieser herrlichen und gleichzeitig demütigen Entscheidung. Keine Sorge, du bist dann nicht evtl. zum zweiten Mal getauft (was auch keine Sünde wäre), sondern endlich richtig: Im Wasser, ganz eingetaucht, bewußt gewollt und dem einpersonigen GOTT geschenkt. Na wenn das kein neues Leben verheißt?! In alte Schläuche soll kein neuer Wein gefüllt werden, so der biblische Rat. Da der Geist GOTTes sich gerne mit seiner Kraft einem Neugetauften zuteilt, dürfen Sie allerlei Neues erwarten. Es ist nie verkehrt, nach einem Neuanfang seine Religiosität zu forcieren, die Frömmigkeit zu verinnerlichen, sein Vertrauen in GOTT und dessen geistige und geistliche Diener neu und fester zu gestalten. Wie gerne möchte ich Ihnen dabei helfen! So gratuliere ich allen Menschenbrüder und –Schwestern, die sich nunmehr auf eigenen Beinen das helle Taufgewand abholen und sich nicht nur von gleichgesinnten Menschen, sondern auch von einer freudvollen heiligen Geisterwelt feiern lassen dürfen. Warum sollte GOTT nicht auch in uns klingen: “Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Wohlgefallen"?
Was frage ich als Täufer? "Willst du ab jetzt auf deinem Heimwege zu GOTT Seine Gebote halten und ein neues, christliches Leben führen, selbst wenn du dabei Schwierigkeiten, Verfolgung und sogar Martyrium erleiden solltest, so antworte mit Ja!"
Also ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen erlebt, der in seiner Zustimmung unglücklich wirkte, aber wir alle erleben täglich viele Christen, die sehr bedrückt wirken; vielleicht weil ihnen nie diese Frage gestellt worden ist? Isch män jo bloss,
Ihr Gerhard Krause