kirche_head2
SEND_COVER

Nr.:

0023

zurück zum

Geist zu Geist

Der Tag des Pfingstfestes war angebrochen und alle hatten sich an demselben Ort versammelt. Das entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, als ob ein gewaltiger Sturmwind wehe, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Zungen, die aussahen wie Feuerflämmchen, wurden vor ihnen sichtbar. Diese zerteilten sich und ließen sich auf jeden einzelnen der Anwesenden nieder. Alle wurden von einem heiligen Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, so wie der Geist den einzelnen die laute(Apg. 2:1-4)

PFINGSTEN. Wie viele von uns wünschen sich durchaus die Erfahrungen der Apostel und all jener Gottesfürchtigen, die damals, “als nun jenes Brausen entstand” in großer Anzahl herbei eilten. Aber ach, 'in meiner Kirche, in meiner Gemeinde, in meinem Haus, durfte ich noch nie solcherlei Wunder erleben', muß etwas enttäuscht festgestellt werden! Belassen wir also das Wunder (ist es überhaupt eines?) da, wo es anscheinend hingehört: in Jerusalem, vor nahezu 2000 Jahren? Gibt es also keine heiligen Geister mehr, deren Kräfte und Energie "wie Feuerflämmchen” (von Experten "Od" genannt) über Menschen der Moderne zu kommen vermögen?

Nun, so sicher wie es Menschen gibt, so sicher gibt es nach wie vor diese wunderbare Himmelsmacht der heiligen Geisterwelt. Die Kraft des heiligen Geistes muß freilich nicht so sichtbar, wie beschrieben, sein und auch das Sturmgebrause muß nicht unbedingt seine Wirksamkeit verraten. Still und unaufdringlich wirkt er meist, dieser hl. Geist, diese Kraft GÖTTes, die berufen ist sich in großer Sorgfalt und Liebe uns Menschen zu widmen. Diese gesegnete Macht vermag äußerst fürsorglich, nützlich und heilsam an und in dir und um dich herum zu wirken! Das perfekte Wesen: GOTT, braucht sich nicht zu verändern und die Natur Seiner Liebe hält den Auftrag an Seine Helferscharen aufrecht, sich hilfreich um Menschen zu bemühen, solange es diese gibt. Den oft schweren Pilgerlauf dorthin, wo unsere geistigen Freunde Zuhause sind, würden wir ohne ihre Hilfe wohl kaum schaffen. Des Menschen Unzulänglichkeit und Schwächen erfordern kraftvolle und stärkende Gnadengaben und Werkzeuge, wie es die hl. Geisterwelt ist. Pfingsten ist eine der deutlichsten Gelegenheiten, sich an ihre Gegenwart zu erinnern, ja sich ihrer bewußter zu werden für die Zukunft. Warum sollte GOTT uns diesen schier unverzichtbaren Beistand entziehen wollen? Jesus Christus, der uns sogar noch größere Wunder als er sie wirkte in Aussicht stellte, ist es, der "die Geisterwelt GOTTes mit euch im Verbindung treten lässt und durch sie wunderbare Kräfte in euch hervorbringt” (Gal.3:5)

Als Kinder hatten wir weniger Probleme, an die unsichtbaren Himmelsmächte zu glauben. Wer von uns meinte nicht gelegentlich ganz deutlich die Hand "unseres Schutzengels" in der eigenen zu verspüren? Schön auch, wenn sich im innigen Gebet ein wohliger Hauch der Nähe einer geistigen Begleitung verdichtet. Es sind nicht die geschnitzten Puttenengel, geformte oder gemalte Schwingenengel, die das persönliche Erlebnis wenigstens eines "kleinen" Pfingstwunders zu vermitteln vermögen. Nein. Es ist der lebendige Geist GOTTes, der wieder in die Herzen deshalb einkehren möchte, weil ihn die Kirchen ausschlössen! Er ist bereit, Freud und Leid mit dir zu teilen und zwar solange, bis ein sehr würdiger Sterbeengel seinen Dienst zu verrichten beginnt - auf GOTTes Geheiß. Wieder ist es dann ein Lichtwesen, welches deinen Fuß auf den Weg, den Heimpfad, setzen möchte.

Wenn Christenmenschen sich solch geistigen Geschehens ängstlich verschließen oder von normalen Varianten geistiger Realität nichts hören wollten, wäre dies eine besondere Merkwürdigkeit, da doch GOTT ebenso wie Christus Geist ist und Sein Reich eben nicht von dieser Welt! Was immer bleibt ist der Geist! Daher ist es bei der Grablegung ein Versäumnis nur darauf hinzuweisen: "Erde zu Erde, Asche zu Asche" und zu vergessen wie es sich gehört: "Geist zu Geist"! Geht doch der Geist in die Jenseitswelt und nichts sonst. Es empfiehlt sich jedem Christen, sich in seinem Erdenleben geistigerseits angenommener zu wissen und das Ende mit dem in Verbindung zu bringen, was Jesus Christus vorgemacht und uns zur Nachfolge bereitet hat: die Auferstehung vom (geistigen) Tode.

“Diese haben zu viel jungen Wein getrunken!” spotteten einige jener in Jerusalem, die nicht glauben konnten was sie erlebten. Und so ist es auch heute! Sprichst du vom Geist GOTTes, von GOTTesboten und der heiligen Geisterwelt, dann wird dies - auch und gerade von unwissenden und nicht wissenwollenden Priesterschaften, als Gespinste und spiritistische Interpretation der Bibel abgewertet. Trauben, die zu hoch hängen, werden bekanntlich abgelehnt. Kirchen, die zu Grüften wurden, alte Mauern, die nicht trösten aber zu Klagen verführen, Kanzeln, die Überhebungen anzeigen und Altäre wie tuchverhangene Schatztruhen, aber auch manche Priester, deren Mündern Galle statt Milde entströmt, dies alles erleben wir allerorten und das alles zwingt uns förmlich in den zeitlosen und zuverlässigen Trost, den Geist GOTTes näher und stärker bei uns zu haben, als es irgendjemand oder irgendetwas sonst sein könnte.

Also sind wir nie alleine, nie einsam und schutzlos. Doch unsere Sinne, die müssen wir schon selber öffnen für diese liebevolle Helferin, die heilige Geisterwelt. Es lohnt sich sehr und vielleicht wäre es keine schlechte Idee damit jetzt, zu Pfingsten, damit anzufangen?!
Isch män jo bloss.
Ein frohes Pfingstfest, Ihnen und Ihren Lieben,
Ihr Gerhard Krause