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0022

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Arme Pharisäer

“Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr schließt die Türe zum Geisterrreich GOTTes vor den Menschen zu. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr laßt auch die nicht hinein, die hineingehen möchten." (Matth.23:13)

Mit diesen harten Worten machte Jesus seiner Empörung über Priester Luft, die sich in Heuchlerrolle zu Gehäßigkeiten und Linkheiten hinreissen ließen. Verdorbene Hirten gingen und gehen von einem schier blinden Vertrauen aus, daß das Glaubensvolk ihnen entgegenbringt. Daß solche Kirchen- Diener und deren Gesocks durchaus gefährliche Täuscher, selbstverliebte Gecken und machthungrige Gesellen sein konnten, lehren uns die Kirchengeschichten. ("Eure Habgier verschlingt die Habseligkeiten der Witwen als Entgelt für die langen Gebete, die ihr angeblich für sie verrichtet." (Matth.23:14)

Als wäre es eine innere Überlieferung und Erfahrung, leben auch heute nicht wenige Menschen gegen Priester eine persönliche Skepsis aus. Fast könnte man meinen, die üblen Erfahrungen 3esu und vieler nach ihm, aus dem Schlag verkommender Hirten, würde in ihren eigenen Knochen - besser wäre gesagt: im Geist - stecken, derart distanziert stehen sie zum Klerus. Damit keinem Unrecht geschieht: Es gibt auch die Guten und Gewissenhaften, die dem Nächsten grundsätzlich zumindest Respekt zollen, das versteht sich per se. Doch auch das Priestergewand ist kein Garant gegen Untugenden! Wieder einmal "aus gegebenem Anlaß", wie es so schön heißt, drängt sich uns aber die Frage auf, ob denn solche, die sich "Geistliche" und Christenführer nennen, sich zu ungerechtfertigten Hetzparolen, Ehrabschneidung, üble Nachrede, oder gar massiveren Schädigungen anderer, die Christen sind, verführen lassen?! Ist es wirklich absurd, von einer 'Christenverfolgung im Jahre 2000' zu sprechen? Christliche Pharisäer? Was meinen Sie?

Stellen Sie sich vor, ich, als Geistlicher, würde Ihnen von bitterbösen Attacken christlicher Priester gegen wahrhaft brave, unbescholtene Christen in unserem Lande erzählen. Es gibt sie! Stellen Sie sich weiter vor, solche, die man früher auch schon mal mit "Hochwürden" ansprach, schlügen wie wild nach allen, die nicht ihr Glaubensbekenntnis teilen. Es wären welche, die den Beruf des "Vorbildes" gewählt haben und unter unseligem Kontrollverlust leiden. Es sei denn, solche heftigen Hiebe nach seriösen Mitchristen würden kontrolliert, quasi mit System, ausgeteilt. Dies wäre wieder ein Unrechtsgeschehen im Namen des Kreuzes, was uns sehr, sehr hellhörig werden lassen sollte! Nun, wer meine Artikel kennt der weiß, daß grundsätzlich Fakten dahinterstehen...

LIEBE DEINEN NÄCHSTEN lehrt uns das hohe Liebesgebot Jesu Christi. Doch diese heilsame Aufforderung scheint für manche nicht zu taugen, wenn 's um Polemik gegen christliche Standpunkte geht, die mit der katholischen oder protestantischen Fassung nicht konform gehen können. Auch wenn‘s ums Geld geht, was ja den Kirchen nie egal war, kann die Nächstenliebe schnell gegen böse Worte eingetauscht werden. Spreche ich hier etwa von sittenverrohten, gottlosen Zeitgenossen, deren rüdes Benehmen und heimtückische Methoden ich hier kritisiere? Aber nein! Sprechen wir von Pfarrern und Pfarrerinnen, Dekane und anderen, die vergessen wer sie sind und wie sie sein sollten und die sich wie die Axt im Walde benehmen! Sie schämen sich nicht Plakate, über die für bitterarme Kinder gebrauchte Kleidung für Spendenaktionen gesucht werden, abhängen zu lassen. Weil diese Hilfsaufrufe nicht von ihnen sind...

Sie schämen sich nicht gegen christliche Schwestern zu lästern die sich fast Tag und Nacht in ihrem Dienst an Alten und Kranken in bewundernswerter Weise verzehren. Weil diese Schwestern bewährte Traditionen aus christlicher Vorzeit, ohne großkirchlichen Rückhalt, zu beweisen bemüht sind. Sie schämen sich nicht eine freie Kirche, die es unbeugsam m i t  Christus hält, und die von vielen Menschen international sogar als 'Kirche der Liebe'   bezeichnet wird und die ihre anerkannte Gemeinnützigkeit ständig unter Beweis stellt, als unchristlich zu diffamieren! Wer also nicht manchen merkwürdigen katholischen oder protestantischen Standpunkten folgen möchte, ist gleich "Sekte" und muß niedergemacht werden? Und das von "geweihten" Leuten?

"Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer    ihr Heuchler! Ihr haltet zwar die Außenseite des Bechers und der Schüssel rein. Aber innen sind sie angefüllt mit Habsucht und Unsittlichkeit Du blinder Pharisäer (...)"

Wer könnte nicht verstehen, daß Jesus direkt wütend gegen talarverhüllte Maskenträger, Blender und Verleumder auftrat und sich stark für jene machte, die es GOTT sei Dank auch heute noch gibt: "Propheten (=Medien) und Weise und Lehrer" Er sah aber auch bis in alle Endzeiten voraus: "Die einen von ihnen werdet ihr kreuzigen, die ändern auspeitschen und aus einer Stadt in die andere verfolgen. " Nun, heutzutage entledigt man sich seiner unbequemen Glaubensgegner nicht mehr über Kreuzigungen, sondern leichter und eleganter über Rufmord!

Damit kommen wir zu den vielen freien Christengemeinden, zu christlichen Individualisten, die meist aus Enttäuschung über großchristliches Gebaren dazu wurden!, oder auch zu einer bekannteren Einrichtung, wie sie die GEISTCHRISTLICHE KIRCHE e.V. ist. In deren altchristlich ausgerichteten Gemeinden haben die verschiedensten Menschen eines gemeinsam: jeder für sich hat irgendwann einmal beschlossen, sein Leben bewußt tatchristlich zu führen und nicht zu den Schwätzern zu gehören, die nur von Nächstenliebe predigen, sie aber an sich vermissen lassen! Das freilich ist nicht einfach: Jede freie Minute sind sie bereit, etwas gegen die bitterste Not in aller Welt - auch in unserem Land - etwas zu tun. Dies rund um die Uhr, beruflich oder ehrenamtlich, für arme Kinder, Hungrige oder für alte und kranke Mitmenschen, für die sich z.B. Die Schwestern" aufopfernd, liebevoll und hochqualifiziert einsetzen. Ob solches Engagement aus christlichem Hause alle Christen erfreut, weil doch die vielbesprochene FROHE BOTSCHAFT dadurch die schönste und glaubwürdigste Verkündigungsform findet? Weit gefehlt! Nach Meinung mancher Stimmungsmacher, gehören generell alle Nichtkatholiken und Nichtprotestanten in den großen "Sektentopf", ungeachtet aller Tatsachen. Augen zu und verleumdet! Das scheint einfacher. Eines von mehren traurigen Beispielen, wie man mit "Brüder und Schwestern im Herrn" nicht umgehen sollte, ist Dekan Dieter Weber (Prot. Dekanat, Grünstadt): "Christlich ist die "GEISTCHRISTLICHE KIRCHE e.V." nach dem Verständnis der vielen kleinen und großen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen keinesfalls."   Dies wird nicht etwa hinter vorgehaltener Hand versprüht, nein, die Ehrverletzung völlig untadeliger Christen, die sich "bis zum Umfallen" gegen Not und Elend einsetzen, erfolgt kess über Schriftgut! Stellen Sie sich vergleichend vor. Sie würden aus persönlichen Gründen nicht dem "ADAC" beitreten und dieser würde durch Handzettel verbreiten. Sie könnten deshalb nicht Auto fahren...!

Armer Herr Weber, armer Christ, trauriges "Vorbild". Wie kann nur vergessen sein, was jedem Kind ans Herz gelegt wird: "Du sollst nicht unwahr zeugen wider deinen Nächsten." Wollen manche gar nicht verstehen, daß Unwahrheiten durch ständige Wiederholungen nicht zur Wahrheit werden? Und wollen sie nicht begreifen, daß denkende und sensible Menschen billigen Hetzparolen nicht auf den Leim gehen - und wenn sie tausendmal aus Priestermund strömen? Schlecht bleibt schlecht, unwahr bleibt unwahr. Die Anständigen, die Wahrheitssuchenden, die Fairen, die melden sich an und überzeugen sich augenscheinlich von der Arbeit fleißiger Menschen, die im Geiste Christi wirken und deshalb Geist-Christen sind!

Wer das Schlechte sucht, wird das Gute nicht finden.' Es ist gut, für die armen Seelen Verderbter zu beten. Ihre Methoden sind nicht die unsrigen und gute Werke sind wertvoller als Worthülsen. Können Sie nun verstehen, daß eine christliche Freikirche (die im Prinzip nicht ohne Grund beliebter sein soll   als konventionelle) nicht die geringste Lust verspürt, einer "Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen", aus deren Reihen, so scheint es, einige Organe nicht mehr zwischen Gut und Böse zu unterscheiden vermögen, angehören zu wollen? Und wie schwer sich Kirchen in ihren Irrtümern mit Entschuldigungen tun, ist bekannt. Offene Einsichten sind rarer als weibliche Päpste. Bei Uneinigkeit, wer schlechter oder guter Christ ist, entscheidet jener, dem angeblich alle nachfolgen: Christus. Der unselige Mief: "Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag‘ ich dir den Schädel ein", muß endlich verschwinden! Ich stehe auf der Seite aller, die den Nächsten und dessen Lebensweise respektieren und stelle mich über keines Menschen Gesinnung, egal ob dieser Christ, Buddhist, Freidenker oder sonstwer ist. Jesus Christus wollte keiner unseligen Allianz von Führern, die meinten GOTT gehöre ihnen alleine, angehören und dem kann man nur zustimmen: "So erscheint auch ihr den Menschen äußerlich gottesfürchtig; euer Inneres aber ist voll Heuchelei und Gottlosigkeit."

Bleibt also die Frage, ob sich in den vergangenen 2000 Jahren Christentum wenigstens in den führenden Etagen etwas verändert hat. Wenn ja, dann ist es verwunderlich, wie sich Brunnenvergifter und Lästermäuler in ihrer schier unerträglich- unchristlichen Art mit deren Zustimmung noch halten können. Wenn nein, dann bleibt uns immer noch die unabhängige, persönliche Hinentwicklung zum Ewigen; dies aber in Lauterkeit, Anstand und Vergebung. Das zählt, so "män isch", weit stärker, als Jedes unwürdige Priestergeplänkel.
Können Sie mich verstehen?

Herzlichst und wie immer, Ihr Gerhard Krause