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0158

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Der UNBEKANNTE GOTT

"Wie es der Zufall so will", begann letztens ein Freund seine Erzählung. Ich stutze. Als hätte er meine Gedanken gelesen setzte er die rhetorische Frage hinzu: "Was willst du dagegen machen?!" Ja was schon könnte man gegen Zufälle ausrichten? Doch halt!, was ist das eigentlich: ein Zufall? Per Definition fällt uns dazu ein: unerwartet, überraschend, unberechenbar - plötzlich geschieht "etwas", überschüttet dich wie ein Schauer aus heiterem Himmel. Wie es eben der Zufall so will! Aha, demnach besitzt dieses undefinierbare Etwas ein Wollen?! Wer oder was ist denn das in Wahrheit: Zufall.
Wenn er auftritt, ergeben sich ihm die Betroffenen, nehmen seine ganze Breitseite erstmal als "Schicksal" hin, denn mit Zufall diskutiert man nicht. Wie auch, kommt doch das überraschende Geschehen auch scheinbar aus dem Nichts.
Der Zufall hat sich interessant gemacht, wird beispielsweise im Lotto oder in Glücksspielen geradezu umworben. Man spielt dieser geheimnisvollen Macht Hoffnungen zu, setzt Geld aufs Risiko, meist gegen alle Vernunft; es wird eine seltsame Art des Glaubens aufgebaut. Ist denn Zufall ein Gott, einer, dessen Profil launische Seiten enthält? Oder ist Zufall gar das Werkzeug eines unsichtbaren Regulators, welchem einfach danach ist dich zu bedenken,oder welcher den Speer der Zufälligkeit schleudert ohne zu zielen?
Wer das - bis ins kleinste Detail sich durchsetzende -Gesetz von jeder sich auswirkenden Ursache und der grundsätzlich verursachten Wirkung kennt, wird sich nicht auf irrationale Erklärungen für plötzliche, unabsehbare Ereignisse einlassen und richtigerweise das ausschließen, was man "Zufall" nennt! Total alles im gesamten Schöpfungswerk Gottes vollzieht sich nach den Regeln höchst gültiger Gesetze. Das Ganze hat einen absolut geregelten Ordnungsrahmen. GOTT ist ein Gott der Ordnung.
Wer dies (noch) nicht erkennen kann oder das Regelwerk des Schöpfers als gewaltigen Regulator ablehnt, ändert zwar kein Deut an der Wirksamkeit des göttlichen Regelwerkes, wird aber andere Erklärungen für überraschende Ereignisse suchen und den "Zufall" verantwortlich machen. Befriedigend wirkt sich diese Entscheidung freilich nicht aus.
Als der eifrige Nachapostel Paulus auf dem Areshügel die griechischen Vollzeitgrüblern darüber aufklärte, dass es der Gott ist, "der das Weltall und alles was darin ist, erschaffen hat", dem der Altar mit der Aufschrift: "Einem unbekannten Gott!" gewidmet worden war, ab dem Moment gab es für diese Zunft das göttlich Unbekannte nicht mehr!
Es gibt ihn nämlich nicht, den anarchischen, unkontrollierten "Gott", der tun und lassen kann was er möchte. GOTTES Ordnung ist an jedem Punkt des Seins gültig und Seine Ordnungsmacht achtet auf die Einhaltung der Gesetze und überwacht die Gesetzmäßigkeiten. Was dem "Zufall" zugeschanzt wird, ist in übergeordneter Realität ein Produkt aus Ursache und/oder Wirkung! GOTT muß sich nicht anmelden, wenn Er etwas Unerwartetes geschehen lässt, und wir müssen die Zusammenhänge nicht unbedingt begreifen. Was wir im Jetzt noch nicht verstehen können oder wollen, wird uns zur richtigen Zeit wieder nahe- und ins Verständnis gebracht werden. Die Silhouetten von Gut und Böse sind erkennbar, also ist das sogenannte "Unbekannte" eine Farce: Was unbekannt ist, lässt sich nicht erkennen und nicht erklären.
Die trotzigen Gesichtszüge des Höllenfürsten und seiner seelenverderbenden Vasallen sind durchaus erkennbar und finden sich in Täuschung, Fälschung, Verführung und dem egomanischen Geist. Zu allen Zeiten gab und gibt es Verführte und Verführer, doch immer gab und gibt es die Möglichkeit, sich dem zu entwinden!
Im Streben zum Guten, bei ständiger Veredelung unserer Religiosität, liegen wir wohl bewahrt in GOTTES allmächtiger Hand und nichts und niemand anderes, was sich wie ein "Gott" aufführt, vermag dich zu beeindrucken oder gar zu überraschen; denn du bist geführt, weil du entschieden hast dass es so sei! Was immer dann auf dich zukommt oder dich zu überraschen beliebt, verstehst du als etwas vom Höchsten Zugelassenes oder verstehst es als Lenkung. Zufall? Nein!
GOTTES erbarmungsvolle Liebe kommuniziert ständig mit dir. Zudem nutzt sie die Sprache des Gewissens und befähigt dich, das deinem Geiste Nützliche von Unnützigkeiten zu unterscheiden. Das göttliche "Sekretariat" versorgt dich mit Impulsen, Warnungen, Erkenntnissen und reguliert zu deinen Gunsten. All dies entströmt der göttlichen Fürsorge und ist deshalb dir zugedacht, weil du glaubst!
Es ist also besser, sich in Zukunft nicht mehr von dem Gespinst des sogenannten "Zufalls" einfangen und beeinflussen zu lassen. Denn merke: Indem du "es" für möglich hältst, flößt du dieser Luftblase "Zufall" Gültigkeit und Wirksamkeit ein und hast damit die illusorische Form eines "Glaubens" gewählt, dem alles zugesprochen werden kann, nur keine Echtheit. Unser innigster Glaube - und damit unser Vertrauen - hat GOTT dem Herrn zu gehören. Wie brüchig und unsicher sind dagegen all die Steine, auf die wir setzen...
Begebe dich besser nicht zu den ängstlichen Griechen auf dem Areshügel, die es für klug und absichernd, für vorbeugend hielten, sicherheitshalber auch dem "Unbekannten" ein Standbild zu setzen Dir ist der einzig wahre, allmächtige und jederzeit ansprechbare GOTT wohlbekannt und du bist Ihm wiederum bestens vertraut. Mehr braucht es nicht.
gernard krause