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0149

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Hoffnungslos?

Höllenbild, einzigartig, die unvergleichliche, totale Hoffnungslosigkeit - schiere Ausweglosigkeit! Wir alle haben es erlebt, du, ich, jeder dem diese Welt Heimstatt ist.

Es geschah, als wir als reine Himmelswesen vor undenklich langen Zeiten Christus unsere Treue entzogen und dadurch unseren Himmelssturz ausgelöst hatten. Luzifer darin zu unterstützen, das Königsszepter Christi zu begehren, war die fatalste Fehlentscheidung aller Zeiten! Damit löschten wir das Licht in und um uns aus und stürzten in absolute Finsternis, in welcher es keine Hoffnung gab.

Die unermessliche Liebe des Höchsten spurte ein in die Bahnen der Gnade und Barmherzigkeit, zersetzte diese Hoffnungslosigkeit und stellte dafür die Hoffnung auf; uns, den Gefallenen als Lichtschein.

Christus, Jesus der Messias, bezahlte durch sein Menschsein und irdisches Erlösungswerk den hohen Preis, damit uns wieder Hoffnung sein konnte. Seit er zum entscheidenden Hoffnungsträger avancierte, gibt es im himmlischen Duden den Begriff "Hoffnungslosigkeit" nicht mehr! Als Tat GOTTES führt er uns letztendlich aus allen Tiefen in Zonen der Hoffnung. Hoffnung ist Chance, Hoffnung ist Option. Diese Hoffnung, mit der wir Erdlinge umgehen dürfen, erfüllt die himmlischen Sphären mit Lobpreis und dankbarem Halleluja - uns zum Nacheifern anempfohlen.

Soweit wird mir jeder ernsthafte Geistchrist, jeder lernfreudige Spiritualist beipflichten können.

In jeder Hoffnung sind Spuren von Glaube enthalten. Abgesehen von der lakonischen Haltung: "Es kommt wie's kommt!"

Glaube verkörpert die Hoffnung in eine Gewissheit und je nach Überzeugungsgrad, entfaltet sich daraus das unbedingte Vertrauen in göttliche Hilfe. Wenn wir davon ausgehen, dieser Hoffnungsstern müsse Hilfe nach unseren Vorstellungen bedeuten, kann irren! Sind etwa nicht viele Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche eines Kindes an

den Vater töricht, wären bei Erhörung dem Kinde gar schädlich? Es muß gültig bleiben, dass alles was uns geschieht, der liebevollen Betreuung GOTTES entspringt und stets das Beste für uns ist; wenn wir uns denn vertrauensvoll in Seine Hände legen und unser Hauptaugenmerk auf unsere geistige Entwicklung legen...

Dies bewahrt uns auch vor Selbstaufgabe, vor Resignation; vor Selbstzerstörung, Ein vernünftiger Mensch wird niemals einer Hoffnung, die ins Wasser fiel, nachspringen, so eine Lebensweisheit.

Dennoch ist Hoffnungslosigkeit ein Zustand, der sich in manches Leben hineinfrißt und Zuversicht durch scheints unüberwindbare Mauern abschirmt.

"Hoffnungslos", so das Gutachten, wenn der Körper nicht mehr Verfassung und Kraft besitzt, sich gegen eine Raubtierkrankheit zu wehren und weder Mittel noch Methoden dies zu ändern vermögen.

"Hoffnungslos" das Urteil der Allgemeinheit, wenn ein Mensch sich wiederholt und unverbesserlich ins moralische Abseits verirrt hat und Signale fehlen, die eine Besserung andeuten.

"Hoffnungslos" klagen Millionen Zerschlagener, weil ein Leben im eigenen Land, in zerbombten Häusern und zerstörten Lebensplänen unmöglich gemacht wird. So dass ihnen selbst der kleinste Hoffnungsschimmer wie ein Morgenstern vorkommt.

Es gibt sie also - die Hoffnungslosigkeit,und erfährt in uns ihre Berechtigung?

In Wahrheit stehen nur die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, Auslegungen und Künste!

Wenn es uns gelingt mittels demütiger Gläubigkeit zu überwinden was sich als Sackgasse darstellt, dann beschert dies neue Möglichkeiten, denn Glaube setzt Energien frei, stärkt zumindest oder lässt uns ruhiger annehmen was uns der - möglicherweise karmatische - Weg aberwartet.

Wenn Jesus "Unheilbare" von ihren Krankheiten und Gebrechen befreite, dann nicht weil er ein "Magier" war oder einen Sonderstatus hatte, sondern weil er die Kraft des Glaubens und Einsicht und Reue des Kranken als Basis nutzte: "Gehe hin und sündige fortan nicht mehr!" Mutlosigkeit war für den Gottessohn kein Thema. Im Gegenteil. Er offeriert uns Menschen mehr als Zuversicht, indem er versicherte: "Wer an mich glaubt, wird dieselben Werke verrichten können, die ich verrichte; ja, er wird noch größere vollbringen." Joh.14:12

Wunder, wie manche unerklärliche Ereignisse übertiteln,

sind niemals ungeordnete Zufallsprodukte, sondern resultieren aus der Kenntnis höherer Gesetze, die uns eben (noch) nicht geläufig sind. Solche ungewöhnlichen Wirkungen erschließen sich aus der Entfaltung eines Glaubens, der weit über das übliche Religionsverständnis hinausgeht. Hoffnungslosigkeit jedenfalls ist in dieser "Formel" nicht enthalten, eher eine Megahoffnung die erklärt, dass Glaube Berge zu versetzen versteht.

Jede noch so fatale Situation ist es wert, sich ein Fünkchen Hoffnung zu bewahren! Wenn manche darunter "Positivismus" verstehen - bitteschön, wenngleich Positivismus weitab einer Gottesgläubigkeit und noch weiter dem Gottvertrauen sein kann. Wer auf die Allmacht setzt, ist im Geiste nur schwer zu erschüttern und gibt deshalb nicht auf, weil da "Einer" ist, dessen Fähigkeit und Vermögen keinerlei Einschränkungen kennen. Wir sollten nur den Mut haben zu übergeben! Loszulassen dann, wenn einem die Hoffnungslosigkeit begegnet und sich in höchste Hände zu legen, erspart den üblen Sturz und schmiegt sich dem an, was vorgesehen ist von der Quelle der Liebe. Dann ist alles gut - in welcher Welt auch immer wir dies erfahren mögen.

Gerhard Krause