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0145

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Die Seele und das Jenseits, Teil 2

Was hindert dich dir vorzustellen, dass dir bekannte und vor dir ins Jenseits Eingegangene, dich erwarten? Sie sind gewissermaßen auf dein Kommen vorbereitet und informiert. Die Liebe Gottes kennt unermesslich viele Gnadenerweise und dieser Vorgang ist einer davon. Es sind Zugeständnisse, die das Einfinden in die neue, unbekannte Sphäre erleichtern möchte und es kann für den Neuankömmling dafür eine Belohnung sein, sich zu Lebzeiten als Mensch der zuversichtlichen, glaubensgetragenen Lebensführung verschrieben zu haben. Das, was gehofft wurde: dass "alles gut" sein wird, darf nun erlebt werden. Sich als Mensch Glaube, Hoffnung und Vertrauen zuzulegen und sich in der Unbeirrtheit seiner Reinigung zu üben, lohnt sich! Wie gut, wenn wir die innere Stimme, das Gewissen ernst genommen und Glaubensdisziplin bewiesen haben und wie gut, wenn wir unser Wissen, unser Kredo (womit nicht unbedingt kirchlich gelehrte Glaubenslehre gemeint ist!) als Tatchrist verwirklicht haben. Was wir im Diesseits an unvergänglichen Werten erwerben, zahlt sich im Jenseits aus! Erwarten wir demnach gute Geistwesen, die mit der Funktion der Sterbebegleitung betraut sind und uns nötigenfalls durch die schwächsten Momente tragen. Sie sind 'Hüter der Seele' und beauftragt, den Geist vom feststofflichen, menschlichen Körper zu lösen. Danach folgen andere die übernehmen und den von höchster Seite erteilten Auftrag kompetent erfüllen. Es beginnt mit dem Wegführen oder Hinführen. Wohin? Das weißt du vorher nicht. Alles, aber auch wirklich alles ist auf das Plateau göttlicher Liebe gesetzt und enthält demnach Anteile von Gnade und Barmherzigkeit! In Hinblick auf deinen Weg, erlaubt dir das christliche Leben - und generell das Leben gemäß den höchsten Liebesgeboten Liebe Gott über allem und den Nächsten wie dich selbst - die wunderbare Erfüllung lange gehegter Vorstellungen und Wünsche. Warum sollte Gott dich enttäuschen, wenn du lange und zuverlässig auf IHN gesetzt hast? Dann dürftest du nicht enttäuscht werden und nichts steht letztendlich dem entgegen, was wir vereinfacht als "Glückseligkeit" bezeichnen.

Übertriebenen Befürchtungen steht die Aussage entgegen, dass die erste Zeit nach dem Ableben in ein eher angenehmes Erlebnisbewusstsein führt! Zu bedenken bleibt, dass (Eigen-) Art und persönliche Einstellungen - all dies verfällt ja nicht zu Staub oder Asche - deinem Ich weiter anhaften und du sie mit in dein neues, jenseitiges Leben nimmst. Das sollte uns begreifen lassen, wie ungemein wichtig die Art zu denken als Mensch ist. Mich, als früher Lehrer des positiven Denkens*, bestärkt dies weiterhin, diese Einstellung zu empfehlen!
Um der altgriechischen Weisheit zu dienen: "Du bist wie du denkst", will es für das Danach heißen: "Nun bist und erlebst du gemäß dem, wie du dachtest und eingestellt warst!" Denken wir bitte darüber nach, denn unsere menschliche Existenz bietet uns die große (und bezweckte) Chance, uns für die Fortsetzung in anderen Sphären oder Leben gut und richtig zu programmieren. Noch haben wir Zeit für Verbesserungen und auch hier greift höheres, geistchristliches Wissen, wonach es einfacher ist im Hier und Jetzt die Weichen für die 'Ewigkeit' zu stellen, als unter jenseitigen Bedingungen. Zumindest sorgen wir für den nächstliegenden Abschnitt unseres Seins vor und profitiert ganz sicher unser Geist davon!
Die Beschäftigung mit dem Jenseits beinhaltet auch die sogenannte "erste Zeit". Diese erste Zeit nach dem Ableben vermag durchaus den engen Rahmen von Momenten zu sprengen und kann Jahre, ja Jahrzehnte währen - der Zeitbegriff verändert sich!
Was immer für dich vorgesehen ist, es wird verständlicherweise als große Erleichterung erfahren, wenn nach einem leidvollen Leben oder schmerzerfüllten Sterben ein davon freies Erlebnisbewusstsein beschert ist. Endlich sind Sorgen oder Pein zurück geblieben und weichen einer unvergleichlichen Ruhe und Erleichterung. Die Seele leuchtet auf, der Geist atmet durch, befreit von den Erschwernissen eines vielleicht malträtierten Leibes.
Das dir eigene Wohlgefühl und (Selbst-) Verständnis bestimmen weitgehendst, wie sehr und wie rasch sich der befreite Geist in seine neue Umgebung eingibt. Deshalb ist die vorherige Be-

fassung mit Fragen wie: "Was könnte sein?", "Wie stelle ich mir das vor?" niemals ein Fehler. Dazu werden von versierter Seite öfter Inspirationen beigesteuert, als es uns bewußt ist... Wir haben den Impuls zu setzen.
Es ist wie im täglichen Leben: Wenn wir uns beispielsweise mit einer neuen Wohnstätte zu befassen haben, richtet sich der Erlebniswert nach unseren ureigendsten Vorstellungen! Gott ist ein exakter Gott und ein Gott der Ordnung. Im 'Großen Jenseits' warten auf jede Seele ihr zubestimmte Lehren und Begegnungen. Diese sind nötig, um den günstigsten Weg des Geistes in die förderliche, befreiende und reine (ursprüngliche) Richtung zu ermöglichen. Die oberste Zielrichtung: Das Haus Gottes, das lichte Reich, die wahre Heimat aller! Unser Menschsein bietet uns i.d.R. reichlich Gelegenheit, uns himmelswürdig zu gestalten. Dafür sorgen die charakterliche Reinigung in Permanenz, Tugendhaftigkeit, Nächstenliebe so gut wir es verstehen, eine freundliche, gebende und verzeihende Gesinnung, überdacht von innigem Zuneigen zu Gott, in Treue, Gläubigkeit, Demut und Dankbarkeit; dies alles seien uns selbstverständliche Attribute. Ein Segen, in allen Begegnungen und Prüfungen, sollten wir uns bemühen zu sein, dann braucht es uns nicht bange zu sein vor dem eigentlich nur kleinen Schritt ins Jenseits, ins nächste Leben!