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0141

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Home - sweet home ?

Bitte gestatten Sie mir gleich zu Beginn eine ungewöhnliche, wenn auch neugierige Frage: Warum lebst du da, wo du gerade wohnst?
Die Gründe dürften vielseitig sein und manche von ihnen könnten lauten: "Weil ich da geboren bin" oder "Weil ich hier gebaut habe", andere: "Durch meine Heirat bin ich hier gelandet" oder: "Hier gefällt's mir am besten" oder aber:  "Aus beruflichen Gründen".
Darf ich noch eine Frage stellen?
"Fühlst du dich da, wo du lebst, pudelwohl?" Wenn ja   - gut! Wenn nein  - warum?
Eine landesweit verbreitete Kummerquelle ist eine schlechte Nachbarschaft! Ein erschreckend hoher Prozentsatz aller Bundesbürger leidet darunter. Zwar lebt man Tür an Tür, doch die Nachbarschaft ist alles andere als ein harmonischer Verbund. Lärm ist ebenfalls eine der großen Ursachen für Wohnfrust. Wieder andere sehnen sich nach einem besseren Klima und würden am liebsten auswandern. Was das Leben vor Ort besonders verleidet, ist Einsamkeit! Liebe und Aufmerksamkeit von Mitmenschen wird vermisst. So gibt es viele Gründe kreuzunglücklich da zu sein, wo man lebt.
Nun behaupte ich, dass es kein Zufall ist da zu leben, wo man ist! Was sagen Sie dazu? Wir meinen, unsere Entscheidung wäre für unseren Wohnsitz verantwortlich. Ich aber sage, dass Einfluss von höchster Seite gehörig mitbestimmt hat! Aber kann es denn sein, dass GOTT an unserem Zuhause interessiert ist? 3a, durchaus!
Als ein Beleg schauen wir uns dazu mal das 5. Gebot in seiner korrekten Version an:
"Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebest dort, wo Gott der Herr dich hingibt."
Klartext: Wer sich in Respekt um seine Eltern kümmert, erwirbt sich die Option auf ein langes Leben, und w o dies geführt werden darf, regelt Gott (wenn man Ihn denn lässt...)! Freilich können wir durch Fehlanwendung des freien Willens auch eine göttliche Vorsehung stören! Es ist Entscheidung eines jeden Menschen, sich in Frömmigkeit von der Allmacht führen zu lassen oder das Risiko einzugehen, sich selbst zu (ver-)führen! Keine Frage - es lohnt sich sehr, sich im Leben durch himmlische Regie sanft da- und dorthin schieben zu lassen. Doch die
meisten Erdenbürger vertrauen mehr sich selbst, als dem Herrgott.
Warum aber, so stellt sich die Frage, ist der Herr daran interessiert uns Geschöpfe eine lange Lebensfrist einzuräumen, und zwar an vorgesehener Stelle? Wie das 5.Gebot ausdrückt, ist die Aussicht auf ein langes Leben eine Art Belohnung für ein bestimmtes Wohlverhalten: die Eltern zu ehren. Die unvergleichlich große und reine Liebe Gottes zu uns allen, beinhaltet die Sehnsucht nach uns, die wir doch aus Seinem himmlischen Reich gefallene Engel sind. Nie hat Er uns aus Seinem Herzen gestrichen, nicht einem Moment, trotz unserer Untreue, und aus dieser einmaligen Elternliebe heraus, durfte Sein Sohn Christus, Jesus sein irdisches Erlösungswerk auf dieser Erde vollbringen; damit uns wieder Hoffnung sei. Damit ist unserem Erdendasein, unserer irdischen Existenz der volle Sinn eingegeben: uns wieder aufzumachen, die himmlische Heimat zu verdienen. Dies ist das Ziel des Glaubens. Wer auf diesem Pilgerlauf Gottes Gebote und Gesetze beachtet und sich Ihm in größtmöglichem Vertrauen hingibt, erntet dafür günstigste Bedingungen, um - wie Paulus es nennt - ein "Sieges-leben" zu vollenden. Das heißt, es wartet nach einem Leben im Sinne der Lehre Jesu, am Ende der "Siegeskranz" auf dich - du hast es geschafft wieder Himmelsbürger zu sein!
Weder ist es "Zufall" (den es nun wahrhaftig nicht gibt) wo du geboren bist, noch wo du dein Leben verbringst. Eingeweihte, sagen wir "Wissende" zu ihnen, erklären die Wichtigkeit des Geburtsortes, neben der elementaren Bedeutung der Elternschaft und des geburtlichen Zeitpunktes. Sternenkonstellation, Volk, Klima, Landschaft, geburtliche Umstände und vieles mehr, sind Einflüsse, die dem neuen Menschlein ihren Stempel aufdrücken. Auch wenn sich das später scheinbar verlieren sollte, bleibt die "Kennung". Es hängt ohne Zweifel die Entwicklung eines jeden Menschen von allem ab, was Herkunft bedeutet und wo ich danach meine Zelte aufgeschlagen habe. Und du wirst genau wissen, ob du am rechten Ort gelandet bist oder nicht. Ich erinnere an dieser Stelle an meine zweite, an dich gestellte Frage zu Beginn dieses Artikels.
Wer sich absolut wohl und aufgehoben da fühlt, wo er lebt, kann dankbar sein und muß keine Energie für Verdruß und Ärger wegen unglücklicher Wohnwahl aufbringen. Sein Zuhause  von Zank, Disharmoniert oder gar Feindseligkeit bedroht zu erleben, vermag das gesamte Lebensbild zu verderben. Auf der Suche nach der Schuldfrage fange man am besten bei sich selber an und checke auch, was man selber für Friede und Harmonie tut.
Was, so die nächste Frage, tust du was Gott erwartet und gefällt? Die Allmacht zum Freund zu haben, darin finden sich die Lösungen für alle Probleme! Herauszufinden was Gott erwartet ist nicht schwer, wenn wir uns den hohen Liebesgeboten widmen: Liebe Gott über allem und den Nächsten wie dich selbst.
Dazu gehört zuvorderst der gute Wille, ein bemühtes Gottvertrauen, die Liebe zur Wahrheit und gute Werke. Dies allerdings gelingt nur dann unbelastet, wenn wir gelernt haben anderen, die an uns gefehlt haben, zu vergeben. Jeder Versuch lohnt!
Solltest du in unprovokanter, friedvoller Nachbarschaft bzw. Heimat leben, dann danke dem Herrn. Wer dankt bekundet zu wissen, woher die Wohltat, woher die guten Lebensumstände kommen... Dankst du Gott, kommt Segensreiches auf dich zurück. Wer dies begriffen hat, kann nicht genug Dankbarkeit im Herzen und auf der Zunge haben.
Wird dir dein Leben schwer gemacht da, wo du lebst, dann erkenne die Herausforderung, die Prüfung: Dann sei d u Licht in der Dunkelheit, die friedvolle Seele in dunklem Gewoge um dich herum. Sieh es mal so. Wo sonst wird Licht gebraucht als in der Finsternis? Willst du Licht sein? Dann bist du gesegnet. Wen Gott liebt, den prüft Er, also bist du geliebt. Sich darauf ergebendst einzulassen ist die beste aller Entscheidungen, zu der der Mensch imstande ist. Damit triffst du die erste Wahl für die Reifung deines Geistes und hast das Beste aus dem gemacht, wo Gott der Herr dich hingegeben, oder zugelassen hat, wie du es bestimmt hast.
gerhard krause