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0133

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Die Lust am Krieg

Ein bisschen mehr FRIEDE
und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte
und weniger Neid,
ein bisschen mehr LIEBE
und weniger Hass,
ein bisschen mehr Wahrheit
- das wäre was!
 
Peter Rosegger
 
 
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt", lässt uns Schiller - über sein Werk Wilhelm Teil, ausrichten. Tatsächlich werden in kaum einem anderen Land mehr - teils lächerliche - Händel vor Gericht ausgetragen, wie bei uns. Von solchem "Hauskummer" einmal abgesehen, macht sich die Welt derzeit echte Sorgen um das vehemente Kriegsgeschrei unberechenbarer Despoten! Weitreichende Vernichtungstechnik hat unseren Planeten kleingeschrumpft und so scheint keine Ecke vor Angriff und Vernichtung sicher zu sein. Die Pfeile alter Kriegskunst sind zu Raketen mutiert!

Der sogenannte Kräfteausgleich, den manche für Sicherheit halten, jagt mir kalte Schauer über den Rücken. Wenn quasi ein Zwangsfrieden waffenstarrende Armeen im Griff halten sollen, dann ist die Decke dünn. Ich habe ihn nicht vergessen, den "kalten Krieg" um die sechziger Jahre und wie sehr diese unverhohlene Dauerbedrohung uns um den Schlaf brachte...

Was ist nur los, mit und auf unserer Welt, warum werden Brenntiegel unter Flamme gehalten? Haben übergeschnappte Kriegstreiber Narrenfreiheit? Beinahe täglich knallen uns Hiobsnachrichten aus den verschiedensten Winkeln dieser Welt alte und neue Drohgebärden auf's Gemüt. Unschuldige werden von Wölfen zerrissen und Schuldige verstecken sich feige hinter ihren Mauern. Terror und Kriegslust marschieren im Gleichschritt! Da haben wir Syrien, dessen 47-jähriger Diktator Assad noch mehr Unheil erwarten lässt. Dann das unglückselige Afghanistan, dessen steiniger Boden vom Blut der Söhne anderer Länder getränkt ist. Der bombenverseuchte Irak - bestenfalls teilbefriedet. Eine noch gewaltbereite PKK, eine Terrororganisation die sich im Südosten der Türkei in die Hoffnung wirft, für 15 Mio. Kurden mehr Rechte erkämpfen zu können. Und das unruhige Israel, gebeutelt von einer Art Stiefbruderzwist, nach dem schon der Prophet Jesaja vergeblich seine Arme bedauernd ausstreckte, um das Volk als ungehorsam und widerspenstig erleben zu müssen. Sollte die Lehre Jesu, des Nazareners: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" in den Häuserschluchten Jerusalems verloren gegangen sein?

Immer wieder ist Bruderzwist, wie ihn Kain einführte, zu beobachten!

"Wir sollen nicht einem Kain gleichen, der aus dem Reich des Bösen kam und seinen Bruder erschlug." i.Joh.3:i2

Eine angespannte Verteidigungshaltung ist ja noch begreifbar schließlich werden wir wegen des Nachbarn beißwütigen Hundes auch nervös. Doch die im Geiste kranken Aggressoren und potenziellen Selbstmörder, die vermögen uns wirklich in Angst und Schrecken zu versetzen. Sie schlingen ihren Strick nicht nur um ihren Hals, sondern riskieren ganzen Völkern die Luft abzudrehen! Wenn der Sohn des mit 70 verstorbenen Diktators Nord-Koreas: Kim Jong-Il , nun sein Siegel auf die Tür der geerbten Waffenkammer setzt und nunmehr dieser Name Kim Jong-un die Schlagzeilen beherrscht, dann beruhigen kaum Vermutungen, ob diese Galionsfigur übler Kräfte in der Lage ist; einen Atomschlag loszubrechen oder nicht.

Namen sind austauschbar - die Gefahren stammen aus einem Topf.

Dennoch wurde zu allen Zeiten mit dem Feuer gespielt und die unbeschreibliche Gewalt des Krieges verglorifiziert. Immer schon prallten eigennützige Interessen funkensprühend aufeinander, versagte die Diplomatie, wurde Vernunft kaltgestellt. Doch die Zeichen der Zeit sind verrückter denn eh und je. Die moderne Variante eines von skrupellosen Psychopathen erdachten Wahnsinns aber ist die globale Bedrohung, welche in Bruchteilen von Minuten unverheilbare Kerben in Erdmantel und Menschheit zu treiben imstande ist.

Uns Gläubige aber sollte dies nicht wundern, denn schon über Mt. 24:6,7 wird der Zeigefinger gehoben:

"Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Lasst euch dadurch nicht in Schrecken setzen. Denn alles kommt notwenigerweise von Zeit zu Zeit. Es bedeutet also noch nicht das Ende. Auch wird ein Volk sich gegen das andre erheben und ein Reich gegen das andre." *

Satans Hasskontingent ist unvermindert groß und grausam und es gelingt dem Höllenfürsten bis dato, aus menschlichen Reihen Vasallen und Handlanger zu rekrutieren. Macht und Kapital genügen, um ambitionierte Dämagogen einknicken zu lassen!

* "Das NEUE TESTAMENT" Johannes Greber, VERLAG lauchter-hand.de

"Wehe ihnen! Sie sind Wege des Kains gegangen und haben sich aus Gewinnsucht in die Verirrungen des Bileams verstricken lassen", heißt es in Jud.11. Damit sind sie dem Verderben anheim gefallen!

Als Christen sprechen uns die Offenbarungen des Johannes besonders an. Und so frage ich mich, ob denn das zweite Siegel, von dem das 6.Kapitel der Offenbarungen spricht, nunmehr vom Lamm geöffnet worden ist?!

Wie alle geistigen Kundgebungen und die Offenbarungen Geschenke Gottes sind, vermag uns auch dieser biblische Hinweis -als sehr rechtzeitig gegebene Warnung, deren Zeichen wir "live" erleben, dienlich zu sein

Es ist nicht etwa der in den Beschreibungen genannte Reiter, welcher die himmlische Geistermacht verkörpert, der den Weltfrieden gefährdet. Auf Gottes Geheiß hin wird vielmehr nur das entgegen genommen und zur provozierten Wirkung entfaltet, was Menschen entfacht haben: Unfrieden!

Damit werden Ursachen in zwangsläufige Bahnen fälliger Auswirkungen gelenkt und ein Urgesetz erfüllt: Du bekommst, was du wi11s t!

Dies gilt grundsätzlich - im Großen wie im Kleinen - wüßten es doch nur alle...

Menschliches Ansinnen also führt das Schwert, welches als - in den Offenbarungen angezeigte - Waffe, den kurzen Weg des Kampfeinsatzes anzeigt: Nachbarn bekriegen sich oder auch Landsleute, die sich "im eigenen Haus" entzweien: Bruder gegen Bruder sogar, wie einst bei Kain gegen Abel.

Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um, wir kennen diesen Spruch und "Wer ins Feuer bläst, dem fliegen die Funken ins Auge". Hass ist ein bitterböser Virus, dem keine Zelle zu klein ist sich darin einzunisten. Also empfiehlt es sich für jeden von uns, die eigene kleine, persönliche Welt befriedet zu halten und vor dem Zugriff subversiver Kräfte und heißen Zornes zu bewahren.

Schon deshalb liebe ich ein Sprichwort aus meiner Kindheit, was gut lesbar jeden Gast wissen lässt:

"Bringst du Sonnenschein ins Heim, so komm herein.

Bringst du aber Sturm ins Haus -sofort hinaus!"

Wenn wir konsequent auf die Allmacht und ihre Behütung setzen, brauchen wir uns vor niederen Attacken nicht zu fürchten. Gottes segnende Hand schützt uns - jederzeit! Weil wir uns Christen nennen nach dem, der in seiner friedlosen Welt die Liebe gepredigt hat, sollte es uns gelingen, in uns unheilvolle Gefühle und Affronts zu vermeiden. 'Abwehr' heißt das Geheimnis innerer Friedfertigkeit!

Die Gerechtigkeit aber dürfen wir getrost dem überlassen, der sie erfunden hat: GOTT. Niemand und nichts wird davon ausgenommen, doch nicht immer müssen wir Zeuge dieses wirkungsvollen Geschehens sein, bitte bedenke dies, wenn du wieder mal empört sein solltest wegen der scheinbar ungesühnten Übergriffe.

"Denn die Augen des Herrn überschauen die ganze Erde, damit er seine Macht zum Heile für die erweise, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist." 2.chron.i6:9

Klüger ist, jeglichem Streitgeschehen möglichst aus dem Weg zu gehen. Dann wenden sich schmerzhafte Erfahrungen gegen jene, die sich freiwillig, selbstherrlich und begeistert gegen Respekt, Achtung und Nächstenliebe entschieden und sich menschenverachtenden Untaten unterworfen haben. Ein Ergebnis ist angeführt:

"Du hast in diesem Fall töricht gehandelt, denn von von nun an wirst du (unablässig) Kriege zu führen haben. "

Derartige Folgen bedürfen dringend der Milderungsgaben Gottes, also sollten diesem Circulus unsere Gebete, Vergebungen und unerschütterliches Vertrauen in das Regelwerk Gottes, gegengesetzt werden. Licht vs Düsterheit.

Der Friede sei mit dir.

Und ein frohes Pfingstfest - das Fest des Geistes Gottes.

gerhard krause