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0131

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Das Geheimnis des Glaubens

Hast du dir schon einmal ausgedacht, was du Gott schenken könntest, ohne dass es Ihm sowieso schon gehört? Freilich, Ansprüche Gottes ergründen zu wollen gleicht dem erbärmlichen Versuch einer Eintagsfliege, den Kosmos begreifen zu wollen. Und doch gibt es tatsächlich etwas, was der Allmacht nicht zwangsläufig gehört und was wir entscheiden es Ihm zu geben: Liebe!

Nicht etwa Treue, Fügsamkeit oder ähnliche edle Züge? Nun, wer wirklich liebt, möchte sich anpassen, wird selbstverständlich treu und hingebungsvoll sein, voller Freude sogar und ohne Wenn und Aber!

"Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft." Mk. 12:30

Sich dem Höchsten in der Glut seelischen Feuers zuzuwenden, ist wie den abgesprungenen Funken wieder in die Mutterflamme zurück einzusenken, denn Gott ist der Ursprung aller Kraft und Liebe!

Die nächste Frage stellen wir nach dem, was Christus, Gottes erster und einzig aus Ihm geborener Sohn, zuvorderst von uns erwartet: Glaube!

Wir haben den stärksten Grund, unsere Gläubigkeit an ihn festzumachen, denn nur mit und über ihn vermögen wir unsere irdischen Pilger- und Leidensreisen schließlich zu einem krönenden Abschluß zu führen.

"I c h bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben." Joh 11:25

Und: "Wer den Glauben bewahrt, wird niemals mehr sterben." Als Lohn festen Glaubens, winkt demnach das bleibende, geistige Leben!

Glaube birgt aber noch weitere Geheimnisse und ermuntert uns Dinge zu erwarten, die gerne zu den Wundern gezählt werden. Denken wir beispielsweise an Heilungen...

Was können wir tun, um die bestmögliche, vielleicht sogar optimale Wirkungskraft des Glaubens zu erfahren? Die Anlässe uns gen Himmel zu wenden sind vielfältig, und da Gott bekanntlich in der Not am Nächsten ist, gehen unzählige Bittgebete, Flehrufe, Klagen und Anfragen an Seine Andresse. Doch von

welcher Qualität und Ernsthaftigkeit?

Damit wir besser ankommen, hilft uns Jesus Christus dabei und stellt uns seine Reputation zur Verfügung:

"Was ihr in meinem Namen erbeten werdet...", warnt aber gleichzeitig vor Schluderei: "Wenn ihr betet, sollt ihr nicht etwas daherplappern, wie andere es zu tun pflegen. Denn manche meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen." Lk11;2

Wie penibel und aufgeregt würden wir uns auf einen Empfang beim Bundespräsidenten, anlässlich dessen wir einige Worte persönlich an ihn richten dürfen, vorbereiten?! Mit dem Gebet an GOTT wenden wir uns an den höchsten Geist den es gibt! Ehrlich und wohlüberlegt verdient deshalb unser Anliegen vorgebracht zu werden. Und wenn wir mit dem demütigen Zugeständnis schliessen: "Dein Wille geschehe!", dann bitteschön sollte diese Option auch gelten was heißt: wir haben uns vor jeder Entscheidung zu neigen.

Sich nicht zwischen Hoffen und Bangen hin und her zerren zu lassen, Ängsten mit Abwehr zu begegnen, ist für eine Gebetserhörung unerläßlich, denn Glaube ist Vertrauen! Sonst gehen wir unter wie einst Petrus (Mt. 14), dem es nicht gelang, über das Wasser auf Jesus zuzuschreiten; weil ihn plötzlich die Angst befiel!

"Du Kleingläubiger, warum hast du plötzlich gezweifelt" rügte der Herr.

Überhaupt markiert sich Christus Jesus unverändert zur Zentralfigur und fordert uns auf, ihn als Glaubens- und Rettungsbrücke zu nutzen. Wie ein großes Schiff ist er und wirft uns, die wir kleine Boote sind, die Leinen zu; damit wir uns an ihn festmachen und quasi im Schlepptau sicher zum Hafen gezogen werden - durch Sturm und Wind und abseits der Klippen!

Glaube ist mehr, viel mehr als Religiosität. Glaube vermag die Erfüllung schier unvorstellbaren Geschehnisses zu sein, ist wie eine Wundertüte, in der sich immense Überraschungen verbergen! Glaube ist nicht gleich Glaube!

Je nachdem, welchen Stellenwert Glaube in unserem Leben hat und wie stark wir uns in ihn investieren, wie intensiv wir überzeugt sind, vermag uns Glaube manches von dem zu ermög-

liehen, wozu wir Menschlein aus eigener Kraft nicht fähig sind. Gott öffnet uns die Tore zu einer Art Wunder-Land und mit unserem unbedingten Wollen Gutes zu tun, zapfen wir ein Potential an, wo nichts unmöglich ist und was an keinem deiner Probleme scheitert: die Allmacht! Dazu ist allerdings deutlich mehr als ein niederstandardisiertes Glaubensleben erforderlich. Es ist wie mit einer Bank: Willst du mehr, bringe etwas mit was beeindruckt.

Es ist dein unbegrenztes Vertrauen, was dein Kapital ist und Türen öffnet und den Himmel das seine (manche nennen es Gnade) beisteuern lässt. Lk.l7:5 empfiehlt das Apostelgebet: "Laß das Vertrauen in uns größer werden."

Jesus streckte sich den Menschen entgegen, war bereit das ihm entgegengebrachte Vertrauen mit der großzügigen Liebe Gottes zu vergelten. Er machte und macht uns mit den Bedingungen vertraut, wie uns Hilfe und Heilung - sogar über das übliche Maß hinaus - zuteil werden kann.

"Habt ihr zu mir das Vertrauen, dass ich euch helfen kann?" fragt er die Blinden und lohnt ihre Zustimmung: "Gemäß eurem Vertrauen soll euch geschehen!" Mt.9:28,29

Wir lernen aus diesem Beispiel, dass es demnach einer bestimmten Qualität des Vertrauens bedarf, damit geholfen werden kann! Bestes Bemühen - soweit subjektiv machbar, ehrliches Ersehenen der Gotteszuwendung und frei sein von Skepsis, das gehört zu den Einsätzen, die jedem möglich sein sollten.

"Dein Vertrauen hat dich gerettet" erfährt die Frau, die den Herrn in der Absicht heimlich berührte, Gesundung zu erfahren. Und ein anderer Blinder freut sich, weil: "Dein gläubiges Vertrauen hat dir Heilung gebracht." Lk.18:42

Wie verräterisch und armselig wirken dagegen Liquidationen mancher Gesundheitsmechaniker, die im Ruf stehen auszusagen: "Du bist "geheilt", weil du das bezahlen kannst..."

Dein Tiefgang, dein inneres Engagement, deine Überzeugung bestimmen das Ergebnis - so es in Gottes Pläne passt! Glaube ohne Überzeugung ist wie Singen unter Wasser: es kommt keinem zu Gehör, macht wenig Sinn.

Es ist unfassbar, welch große Macht dem Gläubigen optionell in

Händen gelegt ist! Jesus verdeutlicht dies:

"Wenn ihr Gottvertrauen hättet, so winzig wie ein Senfkorn, und würdet zu diesem Berge sagen: 'Bewege dich von hier nach dorthin!' so würde er sich bewegen. Überhaupt würde euch nichts unmöglich sein."

Mt.17:20

Eine Metapher? Ein Gleichnis? Eine grenzenlose Übertreibung? Glaubst du, Gottes Kraft, scheitert an Materie? Warum, so frage ich mich, sollte Jesus von Nazareth, der nach Vertrauen ringende Heiland, ein unmögliches Beispiel erwählt haben? Warum sollte er es darauf angelegt haben, sich ein Image als maßloser Ubertreiber, als ein unglaubwürdiger Prophet zuzulegen? Oder hat er schlicht das Wahre, Machbare in der Hoffnung aufgezeigt, wir würden zumindest in die Ahnung kommen, dass es eine uns (noch) unbekannte Realität, eine mit viel weiter gesteckten Grenzen, gibt?!

Was würdest du, lieber Leser, liebe Leserin, vor weniger als zweihundert Jahren auf deine Behauptung hin zu erwarten gehabt haben, eines Menschen Fuß würde auf den Mond gesetzt, oder: Worte oder Bilder würden durch die Luft fliegen, um an irgendeinem anderen Punkt unseres Planeten - fast zeitgleich - identisch empfangen werden...

Jesus, der Wissende!, setzt noch eins drauf und macht sich an unserer Vorstellungskraft zu schaffen:

"Wer an mich (!) glaubt, wird dieselben Werke verrichten können, die ich verrichte; ja, er wird noch größere vollbringen." Joh.14:12

All die Kopfmenschen, wissenschaftlich eingenommenen Schichten, Alleserklärer, Berufsskeptiker und Prinzipgegner allem, was mit Religion und Auslegung zu tun hat, mögen sich bitteschön jetzt nicht ereifern, zumal mir Psychologen deren Denkschemata und Erklärungen nicht unbekannt sind. Deshalb zu deren Beruhigung: Ja, es gibt sie, die (auto-)suggestiven Vorgänge, Wahrnehmungsmängel und -Täuschungen, pathologische Symptome, Placeboeffekte, Wunschdenken, Erfüllungszwänge, ungewöhnlich effektive Selbstheilungskräfte und - ach was weiß ich was noch alles!

Doch von alledem reden wir nicht!

Wir reden von der alten Frau im tibetanischen Hochland, die - voller Unzweifelhaftigkeit und traditionell bedingter Gläubigkeit- an Gebetsmühlen in der Erwartung dreht, der Himmel würde sich ihrer erbarmen und das Karma begünstigen helfen. Wir sprechen von der gleichen Überzeugung, die aus allen Religionen den Zugang zur Allmacht - und damit zum Herzen Gottes erstrebt - und finden kann! Weil jede gutmeinende Religiosität es verdient respektiert zu werden, habe ich keine Mühe mit irgendeiner Religion, die Strecken zu des Höchsten Barmherzigkeit legt. Dennoch besitzt aus demselben göttlichen Wollen nur einer das Mandat, Brücke zur endgültigen Erlösung aller zu sein: Christus Jesus - kein anderer sonst!

Der Werkzeuge gibt es viele, doch nur einen Generalschlüssel! Dies nicht nur haben, sondern verstehen zu dürfen und diesen Schlüssel bewußt in Händen zu halten, nenne ich 'Gnade der Erkenntnis'. Diese Erkenntnis, sprich Erkennung Christi fördert enorm die Gläubigkeit, aus der sich letztendlich sämtliche Lösungen ergeben.