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0124

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DIE VERTUSCHTE HÖLLE!

DIE VERTUSCHTE HÖLLE!

- Von der Verharmlosung des Bösen -

Alljährlich zum Jahreswechsel, setzen sich viele Menschen große Ziele. Jeder setzt so seine Wichtigkeiten: den überflüssigen Körperpfunden den Kampf ansagen, sich das Rauchen abzugewöhnen, berufliche Pläne voranzutreiben oder familiäre Veränderungen anzustreben. Pragmatisch angehauchte und scheints clevere Naturen nehmen sich vor, sich nichts vorzunehmen. Sie meiden eigene Weichenstellungen und sind gewillt, sich der Fülle des Lebens wie einem Überraschungsei hinzugeben. Nun ja.

Vielleicht aber gehören Sie zu denen, die bereit sind ihr Seelenleben auzupäppeln und sich religiös weiter entwickeln möchten?

Vor undenklichen Zeiten setzte sich eine hochüble Kraft ein schreckliches Hochziel und arbeitet seitdem mit perfider Besessenheit daran, die der unbedingten Verwirklichung dienenden Methoden zu verfeinern. Die vermaledeite Absicht scheint zu gelingen! Es geht um die Verschleierung, Verdrängung, Verfälschung oder gar Leugnung der Wahrheit!

Dieser Jemand, der da so listig und unablässig taktierend dieses Ziel verfolgt, ist Satan! Listig und schlau versteht er es, in unserer Zeit besondere Erfolge zu setzen. Noch nie war der tiefst-gefallene Gottessohn mit seinen Verdrehungen wirksamer und er mag darüber feixen, dass inzwischen viele Menschenkinder das Schlechte für gut und das Gute für schlecht halten. Wir nennen dies: "ethischer Relativismus". Beispiele gefällig?

"Der Zweck heiligt die Mittel" oder "einmal ist keinmal".

Kein Qualitätssiegel einer guten Sache bleibt unbeschädigt, wenn Redlichkeit und Moral in Frage gestellt oder ignoriert werden. Auch Liberalität verdient Disziplin und Ordnung, und Rechttun unversehrt zu halten, Bedarf der ständigen Überprüfung und Auseinandersetzung damit. Bei etwas so wichtigem wie die Wahrheit, darf man nichts schleifen lassen...

Der Höllenfürst leitet eine gewaltige Kreativ-Abteilung und die arbeitet an einem noch gefährlicherem Coup: sich mit einer Tarnkappe derart unsichtbar zu machen, dass das Böse nicht mehr als solches erkannt, wird! Um dies zu erreichen, ergießt sich ständig eine Sturmflut von Ablenkungen und reizvollen Verlockungen über die Menschheit. Damit wird die Wachsamkeit unterhöhlt und die Gefahr für das eigene Seelenheil bleibt weitgehend unerkannt. Irrnis und Verwirrnis, die Benebelung der Sinne sind die Folgen. Diese Zustände sind Hauptprodukte aus der Dunkelküche und für den Export allen Seelen zugedacht! Wundern sollten wir uns über solches Machwerk freilich nicht, liegt doch in diesen Abläufen die klare Chance, sich in seiner Abwehr und Wahrheitstreue zu bewähren; was "Punkte bringt", um es mal locker zu sagen.

Ein im Zusammenhang unfassbarer Umstand gehört allerdings angesprochen: Eine bittere Realität, wenn sich talargekleidete Kirchenleute, Profis unter dem Kreuz sozusagen, nicht scheuen, Begriffe wie "Teufel" oder "böse Geister" aus dem allgemeinen Vokabular streichen zu wollen. Eine Pastorin vor erst kurzer Zeit im Rundfunk: "Wenn wir, als aufgeklärte Menschen, nicht mehr von Teufel oder bösen Geistern sprechen..." Wie das?

Du bist demnach unaufgeklärt, zurückgeblieben, altmodisch und von Gestern, weil du übles Treiben und die "Macher" nicht übersiehst und beim Namen nennst? Ist es hingegen nicht blauäugig, ja selbstgefährdent, dem verwerflichen Charakter einfach ein hübscheres Namensschild anzuhängen und das Treiben einer niederen, geistigen Macht zu verharmlosen? Was nicht sein darf, ist nicht?!

Wenn in der Neuzeit als Schwerpunkte der Predigt nicht mehr Tod, Teufel und Hölle bemüht werden, dann ist dies ein löblicher Fortschritt, der mittelalterlichen Anschauungen davongelaufen ist. Gott sei Dank steht vielmehr die allumfassende Liebe des höchsten Wesens im Mittelpunkt der Verkündigung und des klerikalen Bemühens. Soweit, so gut. Doch es gibt sie leider und sind rund um die Uhr zugange, die unreinen, üblen Kräfte mit ihren giftigen Strömungen und das, was Jesus mit seiner geheiligten Kraft ausgetrieben hat (s. Mt.8:16), muß sogar beim Namen genannt und in seiner Verderbtheit ans Licht gezogen werden. Hat Jesus etwa die Augen vor dem Feind der Erlösung seine Augen geschlossen oder sich verbieten lassen, den Widersacher und dessen Vasallen zu nennen?

Mir jedenfalls bleibt unerschlossen, was in jene gefahren sein könnte, die Schuldsphären rosarot anzustreichen versuchen. Und es gibt sie doch, die ausgleichende Gerechtigkeit Gottes.

Warum sich nicht z.B. der geistchristlichen Haltung befleißigen: die nüchterne und durchaus unerschrockene Erkennung und Auseinandersetzung mit verwerflichen, schädlichen seelenfressenden Einflüssen und Einflüsterungen?

Dem Herrgott zu vertrauen, die Spur Jesu Christi nicht aufzugeben, sich von Liebe dominieren und nicht von Selbstgerechtigkeit anstecken zu lassen, dies genügt um einen festen Stand in wüsten Stürmen des Lebens zu haben. Ängste? Unnötig! Wenn wir uns persönlich für die Heilsbotschaft entscheiden, dann sind wir im geistigen Erlösungswerk Christi erfasst, sind beschützt, weil wir auf der Seite des Siegers stehen. Dem hat der "böse Geist" nur seine Erbärmlichkeit, besser gesagt seine Erbarmungswürdigkeit entgegenzustellen. Ist doch der Sieg, den Jesus Christus für uns alle am Kreuze errang, unser aller Sieg und es ist vollbracht, was die Hölle fürchtet und was sie aufbricht. Als glaubender Mensch bist du "wissend". Also können wir reden, wovon wir wissen und wir wissen, worüber wir reden! Ich denke, es liegt kein Verdienst in dem, was Hähne von manchen Kirchturmspitzen in die Luft krähen und was einige Etagen tiefer, in der Sonntagspredigt womöglich als modern oder unmodern bewertet wird.

Solange es Gut und Böse gibt, gehören die Dinge beim Namen genannt; alles andere wäre Realitätsverdrängung, welche dem Guten, weiß Gott, nicht hilft. Erkannte Gefahr ist halbe Gefahr. Schließlich ist der gute Geist mit uns, weit es schlechtes Geistsein gibt. Schicken wir also in gesegneter Kooperation die üble Versuchung zum Teufel und nutzen wir das Schild der Tugend. Dafür gibt es sie, die Tugenden. Wie schwer dies zu bewerkstelligen ist, weiß GOTT am besten, denn ER hat es bei unserer Fehlbarkeit belassen, sodass wir aus unseren Schwächen die wahren Stärken entwickeln können. Dann haben wir die "bösen Geister" vertrieben und dem Teufel ein Schnippchen geschlagen, wahrlich.

Halleluja, so der Lobpreis Gottes und der Siegesruf Jesu Christi zugleich!

gerhard krause