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0122

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Organspende

Organspende
- Die Crux mit dem Für und Wider -

Wer oder was könnte mich verpflichten, zum Volk der Organspender zu gehören?

Sagt Walter Ramm, Vorsitzender der "Aktion Leben e.V.":
"Die Organe können immer nur lebenden Menschen entnommen werden und die Entnahme führt anschließend immer zum Tod des Spenders", dann steht dem die allgemeine Behauptung entgegen, die Organspender seien bei Organentnahme bereits tot.

Doch genau daran zweifelt ein Großteil jener, die "im Prinzip" nicht unbedingt etwas gegen eine sinnvolle Verwertung ihres Körpers "ex cadavere" haben.

Seit Jahrzehnten benennen Wissenschaftler den Hirntod als den wirklichen Tod. Demnach könne man Organe ohne jegliche Bedenken entnehmen bzw. übertragen. Widersprächen da nur nicht andere - darunter sogar Experten in der Hirnforschung, deren Mahnrufe gelegentlich verhallen. Zu gebieterisch scheint eine Vernunft, nur das Plädoyer für die Organspende zuzulassen.

Also geht der Riß der Unentschlossenheit weiter durch unsere Nation. Was tun?

Gehen wir doch ein bisschen fremd und stöbern im Katechismus der Katholischen Kirche, der unter 2296 lehrt: "(...) Zudem ist es sittlich unzulässig, die Invalidität oder den Tod eines Menschen direkt herbeizuführen, selbst wenn dadurch der Tod anderer Menschen hinausgezögert würde." Geschieht nicht genau das, wenn als hirntot erklärten Patienten Organe - was auch immer: Herz, Niere, Auge... — im OP herausgetrennt werden? Am Hirntodkonzept Zweifel zu üben, ist jedermanns Recht. Wie aber verhält es sich mit der höchsten und alleinigen Bestimmungsmacht über Leben und Tod, also auch über "lebensverlängernde" Absichten und Maßnahmen? Ist es in Wahrheit und Echtheit dem Geschöpf überhaupt möglich, ein Leben dem Plane Gottes zu entreissen bzw. dem Herrn über Leben und Tod eine Lebensverlängerung aufzuoktroyieren? Gute Frage...nächste Frage?! Sind nicht auch Menschen in weißen Kitteln manchmal wie spielende Kinder, denen man unter Aufsicht, Steuerung und Kontrolle der Lage, ihr wollendes Werkeln scheinbar unbehelligt geschehen lässt? Besonders im Wassermann-Zeitalter glaubt die Menschheit ach so viel verändern zu müssen und auch zu können. Doch in Wirklichkeit erbebt kein Urgesetz, keine göttliche Fügung!

Gläubige mogeln sich hoffentlich nicht an der Frage einer Vorsehung, worunter auch Leiderfahrungen fallen mögen, herum und nicht vergessen: wir durchlaufen sie stets zu unserem Besten - notwendig wie ein schmerzhafter Schritt bei einer lebensrettenden Operation. Es geht primär um die Gesundung unseres Geistes!

Ist das, was eigene Christengruppen in ihrem Verhaltenskodex stehen haben o.k.: Ablehnung jeglichen medizinischen Eingriffs, keinerlei Medikation, Infusion, Transplantation? Kennzeichnet sich so ein völlig uneingeschränktes Gottvertrauen? Zumindest bleibt solcher Mensch den Beweis seiner Überzeugung nicht schuldig und Tatsache auch, dass er sich in gleicher Konsequenz und individuellem Verständnis, was Demut betrifft, Lebensumstände aufbaut, die er auszukosten hat: Des Menschen Wille...

Gewähr muß bleiben, dass solche Haltung nicht fremdbestimmend wirkt, denn schnell erwüchse daraus eine Verschuldung an einem Nächsten.

Wie auch immer, ist jede Entscheidung ein höchst intimer Vorgang zwischen dem Ich und dem Du, der einzigen Autorität, was uns wiederum den Richterstuhl verwehrt!

"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Und noch Teil aus der Argumentenkiste: Warum sollten, so fragen sich manche, medizinisches Handwerk, Medizintechnik, neue (bitte nicht zu verwechseln mit "fortgeschrittene") ärztliche Erkenntnisse oder risikobelastete Chancen nicht gottgesegnet sein? Bin ich denn in praktischer Selbsthilfe nicht geradezu verpflichtet, jede Möglichkeit zu nutzen oder anzubieten? Und zwar um jeden Preis? (Es sei erlaubt, an dieser Stelle den geschäftlichen und überaus|lukrativen Organhandel auszusparen, um das Thema nicht noch stärker anzuheizen) .

Wer mag so töricht sein zu glauben, GOTT der Herr ließe sich das Szepter wirklich aus Seiner Hand nehmen und erklärte uralte Gesetze und ein unvergleichlich perfektes Regelwerk für ungültig, nur weil es manchen Menschen danach ist?! Hoffen, bangen, zweifeln und verdammen, Pro und Contra mögen ja erlaubt, gewiß verständlich sein; doch wer oder was könnte dem Geist förderlicher sein als die liebende Allmacht, von der man sich ein wenig anschieben lässt, wenn"s drauf ankommt. Wovon auch immer wir überzeugt sind, egal welche irdische Heilslitanei angestimmt wird und

uns imponieren könnte: GOTT hat unser Vertrauen unbedingt, immer und in allem verdient, was sich jeder denken kann.

Bei allem, was wir aus freiem Willen zulassen, beeinflussen die Ergebnisse (Wirkungen) in diesem und allen Leben, unseren Geist! Diesen gilt es zu bedenken! Wie gut, wenn meinen Gebeten die Sicherheit beigemengt ist, dass alles zu meinem Besten geschieht - wenn ich mich in Gottes Hand kuschele. Je stärker ich mich an der Aussicht erfreue, wie sehr sich mein heimgekehrter Geist in der Unversehrtheit der Himmelssphäre glückselig erleben werden wird, desto weniger werfen mich daseinsbezogene Optionen aus dem Gleichgewicht. Dann schrumpft meine Anfälligkeit gegenüber Betörungen, "tollen" Offerten und Ängsten und meine Barmherzigkeit neigt sich Entscheidungen zu, die mir meine Ruhe verschaffen und bedenkenlos gut sind. Vertraue einer heiligen Führung.

Christ sein = mit Christus sein. Mut zur Einfachheit und unkomplizierten Betrachtung verzwickter Herausforderungen haben, sich lächelnd und nicht mit angstverzerrter Seele aufs Gottesgeweite einzulassen und zu entscheiden, wie ich es im Innersten meines Wesens mag, das gibt Selbstvertrauen.

"Du bist nun gesund geworden; aber du darfst fortan nicht mehr sündigen, sonst könnte dir noch Schlimmeres widerfahren."
Joh.5:14

GOTT mit dir,

gerhard krause