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0120

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Ins Nichts gerutscht

“Es gibt kein Leben nach dem Tod!” Ausgerechnet der Mensch unter Lebenden, der als der Klügste unserer Zeit gilt, spricht diese Behauptung öffentlich aus! Stephen Hawking, Professor, Astrophysiker und Bestseller-Autor, bietet diese Meinung dem britischen "Guardian" jetzt als Schlagzeile an, natürlich um die Durchschlagskraft seiner Aussage wissend.
Stephen Hawking, Sie erinnern sich - das ist dieser gescheite und so gut wie vollständig gelähmte Wissenschaftler, der seine Aussagen über eine Maschine artikulieren lassen muß, denn außer seinem messerscharfen Verstand, funktioniert an, seinem extrem verwachsenen Körper kaum etwas. Neunundsechzig ist der Mann und man kann es kaum fassen, wie dieser Mensch seine Verfassung aushalten kann. Welch ein Geist!, gefangen in einem verkrüppelten Gefäß, völlig abhängig von Mitmenschen und Hightech, mit seinem Gehirn Teil eines Computers könnte man meinen, wenn es nicht umgekehrt wäre. Für ihn, so behauptet er, gibt es kein Leben nach dem Tod. Was aber älter als alles menschliche Sein ist: die Jenseitswelt, kann dennoch nicht zur Diskussion gestellt werden. Vielmehr gehören fatale Überzeugungen bedenklicher Qualität, die Verfechter solcher Irrtümer traurigerweise in ein Nichts rutschen lassen können, auf den Prüfstand. Wer lebt, hat Chancen nachzudenken, denn wer das Jenseits leugnet, leugnet Gott, denn dessen Domizil ist die lichte Welt und damit das Geistige! Oder wer möchte behaupten, Gott wäre heimatlos?
Hat also "der klügste Mensch der Welt" ein Problem mit Gott? "Es gibt keinen Himmel oder Leben nach dem Tod" antwortet er präziser und spottet: “Das ist ein Märchen für Leute, die sich im Dunkeln fürchten." Aha. Na klar, wer Gott nicht "sieht", kann Ihn auch nicht verehren. Das wußte schon Seneca: "Deum colit, qui novit" lehrt er und verweist darauf, dass - wer Gott auch nur ein wenig erkennt und versteht, sich vor dieser einzigartigen Majestät in Ehrfurcht verbeugt, nämlich: "Wer Gott kennt, der verehrt Ihn."
Wenn du, lieber Christenmensch, Gott also die gebührende Ehre einräumst und dich demütig vor Ihm verneigst, bist du Zeitgenossen wie Stephen Hawking voraus, weit voraus sogar! Der gute Hawking verwechselt da womöglich etwas, so fürchte ich, denn in einem hat er ja recht, wenn er laut sinniert: "Ich sehe das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Bestandteile versagen." Richtig. Und richtig wohl auch seine durchaus logische Schlussfolgerung:
"Es gibt keinen Himmel (...) für kaputte Computer. Das ist ein Märchen..."
Ja aber, lieber Stephen - so möchte ich ihm zurufen - wer verkündet denn einen Himmel für Menschenwerk, für Vergängliches überhaupt? Du bist doch kein Computer, du bist eine Persönlichkeit, ein Unikat für’s Leben bestimmt, ein Charakter mit Schwächen und Stärken, ein Geschöpf mit guten und schlechten Seiten; bestehst aus einer umkleideten Seele und dem Jenseits zugehörigen Geist. Und der lebt!, wird immer leben und sich auch "Drüben" zeigen wie er ist: ehrlich, verschlagen, weltenklug oder lichtvoll vielleicht. Je nachdem, wie ernst wir es mit der Tugendhaftigkeit, mit Werten, die Gott würdigt, nehmen. “D a s  ist ja unsere Hölle oder unser Himmel, was wir uns wohlgemerkt im Diesseits vorbereiten”, so möchte ich ausrufen. Ja, das Zeitliche verfällt zu Asche! Dies sagt auch die römische Totenmesse und schürte damit besonders im Mittelalter die Ängste der Menschen vor dem jüngsten Gericht. Aber es ist doch die Gläubigkeit, der Glaube an den wahrhaften, liebenden Gott, der uns einen festen Platz in Seiner Nähe bereit hält, was uns von der Flora und Fauna unterscheidet (wobei wir nicht wirklich wissen, wieweit eine "Ahnung" diese Schöpfungsgrößen sich vor der Allmacht tief verneigen lässt...)
Wir jedenfalls, für die es keinen Zweifel an ein Fortleben nach dem "Tode" gibt, lassen die "Märchen" eines Hawking zur Wirklichkeit werden. Halleluja!, denn wofür sonst vollbrachte Jesus Christus sein irdisches Erlösungswerk und ließ sich ans Kreuz nageln?! Wofür sonst machte er den Weg in die Himmel frei? Welchen Sinn würde sonst jedes Sein -egal wo und wie - erfüllen? Oh lieber Bruder, so möchte ich ermuntern, auch aus einem Rollstuhl vermag man in den Himmel zu springen...
Es ist nichts daran zu ändern, dass wir inmitten des Lebens stets im Tode stehen, weil wir vom Tag der Geburt an dem biologischen Ende zugeweht werden. Du als gläubiger Mensch aber, nutzt die Erdenzeit und übst dich für das ewige Leben; denn der Tod ist nur die Pforte des Lebens! Der einzige Tod der zu fürchten ist, ist der geistige. Den aber haben wir durch unseren Glauben an Jesus Christus hinter uns gebracht! Ist er doch der Weg und das Leben. Wer ihn, den Erlöser ,leugnet, verkennt den Grund des Sterbens. Darüber nachzudenken lohnt sich.
Jeder Mensch könnte, ja muß wie Stephen Hawking sagen: "Ich lebe seit langem in der Erwartung, bald zu sterben." Unsere Glaubensstärke nimmt der Erwartung, sprich der Wartezeit ihren Schrecken, und da keiner von uns weiß, wann uns Gott von dieser Erde abberuft, ist für jeden immer "Bald".
"Seid wie die Kinder" riet Jesus, aus seiner Kenntnis der menschlichen Natur und der Neigungen zu Selbstüberschätzungen. Es gibt viele Stephen Hawkings, viele überaus kluge Menschen wie er, denen jedoch jedes Kind etwas Entscheidendes voraus hat: Einfalt! Einfalt heißt Vertrauen, bedeutet dieses vielleicht "unwissende" Ja zum Vater, dessen Hand das Kind ergreift und sich lächelnd - wohin auch immer - führen lässt. Weil diese Einstellung zur Freude, Erlösung und bleibenden Glückseligkeit verhilft, möchte ich gerne Kind bleiben - oder lernen es wieder zu sein; möchte niemals "so" erwachsen und "klug" sein, um dadurch die Hochbestimmung meines Seins zu übersehen, was Gott verhüten möge: "Quod deus avertat."
gerhard krause