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0012

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Ostern

Die “tollen Tage” sind vorbei! Endlich oder leider - ganz wie Sie wollen. Ich gebe gerne zu, daß es nicht jedermans Geschmack ist, quasi auf Verordnung hin zu feiern und deshalb im Takt lachen zu sollen, weil halt Karneval ist. Ich kenne einige Herrschaften, die nach "Aschermittwoch" für den Rest des Jahres, genauer gesagt bis zum ersehnten 11. November, mit verkniffenem Gesicht herumlaufen und so gar keinen Spaß verstehen. Doch wenn sie dann endlich wieder ein fröhliches Gesicht machen, dann können Sie die Uhr danach stellen, denn es ist dann pünktlich 11.11 Uhr, an jenem besagten Narrentag.

Doch so wichtig ist kaum eine Narretei, daß ich dem einen ganzen Artikel widmen würde. Und doch bleibe ich beim Thema: Fröhlichkeit!

Über 5 Wochen leben wir nach dem "Aschermittwoch" in einer Zwischenphase, einer Zeitstrecke, die sich von der einen Phase der Fröhlichkeit zu einer anderen zieht. Kaum haben wir die irdische und recht laute Lustigkeit im Februar verlassen, bekommen wir Gelegenheit zum Luftholen. Es ist die Zeit bis zur Osterwoche zum April! Nicht etwa das Fasten in solcher Zeit bringt's; der Herrgott lässt sich auch durch einen leeren Bauch wenig beeindrucken, wenn es ansonsten an den Tugenden mangelt. Nein. OSTERN ist aber wieder eine Zeit des Frohsinns, und zwar der geistigen Freude! Da wird dann allerdings mehr innerlich gejubelt und die Narreteien halten sich in Grenzen, denn wir leben jetzt in einer Zeit, die uns die Chance zur Besinnung schenkt.

Wir Christen haben es alle einmal gelernt, was da war, Ostern. Da kam vor knapp 2000 Jahren ein Mann ums Leben, obwohl er vollkommen unschuldig war. Seine Mörder wählten eine Marter und Todesart, wie sie Schwerverbrechern vorbehalten war. "Na und" werden vielleicht einige sagen und "das wissen wir doch!" Wir wissen es, doch denken wir jetzt, in der vorösterlichen Zeit, wirklich darüber nach, warum da dieser Mensch Jesus, aus dem unbedeutenden Ort Nazareth, sein Leben mit jungen 33 Jahren hingab? Vielleicht hat er auch an dich und an mich gedacht, als er im Garten Gethsemane, am Fuße des Ölbergs, nicht nur im Gebetskampf lag, sondern Visionen hatte und all das vor sich sehen mußte, was auch diese Menschheit noch anzustellen gedachte. Nicht nur die Szenerien schrecklichster Geschehnisse, Entwicklungen und Teufeleien mag er gesehen haben, auch manche Gesichter abgrundschlechter Menschen könnten vor seinem geistigen Auge erschienen sein. Ebenso aber auch könnte er uns unter jenen Geschöpfen, die sich einst doch "nur" von ihm abgewandt hatten und beachtliche Mühe haben, in die   lichte Heimat der Himmel zu gelangen, entdeckt haben. Denn wir waren beim Abfall dabei und haben das "kosmische Drama" mitgestaltet! Welch große Liebe mag er in sich freigelegt haben, welch unfassbare Stärke bäumte sich da in ihm auf, daß er zu allem und allen und auch zu dir und zu mir JA sagte und bereit war deshalb für uns zu leiden, damit wir wieder in die Nähe GOTTes gelangen können. Selbst als Psychologe kann ich die Intensität dieses absoluten Ausnahmezustandes, in dem sich Jesus Christus psychisch befand, so gut wie nicht einschätzen. Die Last und Verantwortung und alle damit verbundenen tiefen Einkerbungen in sein seelisches Fleisch, waren derart horrend, daß Blut durch seine  Gesichtsporen drang und extremes Aufgewühltsein verdeutlichte! In diesen Vorostertagen gedenken wir dieser Ereignisse und wer will und begreift, entwickelt darob eine große Dankbarkeit. Wer sich jedoch nicht um diese Historie kümmern mag und als Mittelpunkt des Osterfestes seine Urlaubsreise betrachtet, der nimmt vor einem Geschehen Reißaus, was ihn spätestens am Ende seiner irdischen Tage mit Gewißheit einholen wird.Todsicher! "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" sprach Christus unser Herr und wenn d u leben willst, ewig leben, in Freiheit von allem Irdischen, dann kommst du an ihm nicht vorbei...

Es lohnt sich demnach sich mit diesem Jesus Christus zu beschäftigen, mit seinem Leben, seinem Wirken und seinem Sterben, mit seiner einzigartigen Bedeutung, die er sich als "Opferlamm" auf unnachahmliche Weise für jedes gefallene Geschöpf erworben hat.
Nun, OSTERN, ist es wieder soweit und die Phase der wahren, unvergänglichen und christlichen Freude beginnt. Glaube nur, daß überall da, wo das Werk des Messias begriffen wurde und wird, ein HALLELUJA erschallt und zwar derart fröhlich und befreit, daß es selbst in den Himmeln nachklingt und dort tausendfach wiederholt wird. Denn die Huldigung deines Königs und Erlösers dient der Ehre GOTTes und es gibt tatsächlich kein mächtigeres Wort im Diesseits und im Jenseits, als der Lobpreis GOTTes und gleichzeitig Siegesruf Jesu Christi: "HALLELUJA!" Dieses Wort ist wie Licht in der Dunkelheit und nicht nur mancher leidende Geist, auch viele  Menschen in aller Welt  beziehen aus diesem Jubelruf eine Menge Kraft! Kraft, die in dir wohnt und die kein noch so einladendes Kirchengebäude dir vermitteln kann.

Schönwetter- Wünsche zu Ostern werden Sie genügend erhalten. Da  bleibt mir nur noch. Ihnen allen ein  diesmaliges Osterfest Im geistigen Frohsinn zu wünschen. Denn wenn Sie die Wirkung dieses Wunsches verspüren, wird Ihnen der Unterschied zwischen weltlicher Lustigkeit und innerem Frohsinn nicht verborgen bleiben. Aber wahrscheinlich wissen Sie das alles längst... Deshalb men isch jo bloss!

FROHE  OSTERN!    ihr Gerhard Krause