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0105

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Frohes Gelingen

Ein jeder gibt sich selbst den Wert" ist eine Wahrheit, die etwas mit Selbsteinschätzung zu tun hat. Die christliche Lehre nimmt sich gewissenhaft des menschlichen Charakters an. Jeder von uns kennt seine Schwächen, woraus gerne Mängel und Fehler resultieren. Ja, wir sind ein durchaus verbesserungswürdiges "Produkt"!
Im Sachbereich ist es ähnlich. Produktmängel, die eingeschränkte Verwendbarkeit bis hin zur völligen Untauglichkeit, bestimmen in allem die Qualität. Trotz exakter Produktionstechniken, hochqualifizierten Personals und ausgefeilter Qualitätskontrollen, gibt es Fehlerquoten, Reklamationen und rätselhafte Ausfälle. Dieses Schreckgespenst findet sich in jeder Produktion und ist gefürchtet. Wie sollte man Versagen erklären können, wenn selbst Diagnostiken schweigen und das Produkt dennoch infunktionabel und einfach nicht in Ordnung zu bringen ist? Beispiel: das sog. "Montagsauto"!
Besitzer, Kundendienste und Werkstätten werden schier zur Verzweiflung gebracht, wenn fabrikneue Fahrzeuge nach Ausschluss multifaktioneller Möglichkeiten, durch ständig neue Mängel auffallen. Gewiß, der Teufel steckt im Detail - aber in welchem?
Wie nur kann solch ein Tauglichkeitsversagen entstehen, obwohl Könnergehirne. versierte Hände und computergesteuerte Maschinen beste Leistungsergebnisse versprechen und es standardgemäß auch klappt? Wie aber kann dann ein verflixtes "Montagsauto" oder etwas entstehen, was alle Erfahrungen und Normen über den Haufen wirft?
Die Antwort ist interessant und - vielleicht - für manche fremdes Denken: Weil in einem tadellosen Produkt nicht nur Material, Zeit, Energie und Fachkenntnis stecken, sondern noch ein bestimmendes Element, der geistige Einfluss!
Mancher "Kopfmensch", Rationalist und Faktenfreak mag da aufheulen, doch ich bleibe dabei. Sind Gedanken denn keine Macht? Sind Wünsche  und  Verwünschungen generell  wirkungslos?  Färben Gefühle das Tun nicht ein? Unsere persönliche Stimmungsläge ist für die Qualität unseres Handelns mitentscheident, d.h., unsere jeweiligen Gefühle fließen in unser Werk mit ein!
Wie günstig sich eine positive Motivation und Lebenseinstellung auswirkt, hat sich herumgesprochen ("positives DENKEN" TB leuchterhand-Verlag, Raiffeisenstr.57, 67271 Kindenheim, 208 S., 9,80 Euro. Bestseller!) und dass sich Erfolg mehr dem Optimisten zuwendet als dem "Pessi", weiss jeder.
Als GOTT die Schöpfung ersann, dürfte Er wohl kaum schlechtgelaunt gewesen sein und als Er uns zum Leben brachte, dürfte lichtvolle Freude das Verfahren bestimmt haben. "Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und siehe: es war sehr gut."i.Mos.1 : 31)
Wir können daraus lernen: Wenn wir wollen dass etwas gut wird und den Einfluss schlechter Strömungen verhindern wollen, dann empfiehlt sich das Zurückstellen, besser das Vermeiden von Mißstimmung, Gejammere, Zweifel und anderer Negationen einer dunklen Gefühlswelt!
Gut gelaunt und frisch ans Werk - diese geistige Haltung ist wie ein Leuchtfeuer, welches nicht nur von Seele zu Seele "gefunkt" wird und bestens ankommt, sondern auch die Qualität und Annehmbarkeit (!) unserer Produkte mitbestimmt und Zugänge erschließt. Ist das also "das Zünglein an der Waage" und Erklärung für Erfolg oder Mißerfolg? Wenn zwei das Gleiche tun, ist das eberulicht das Selbe!
Wenn Harmonie und innere Ausgeglichenheit, wenn gute Gedanken und liebevoller Einsatz in einer Sache wichtigst sind, dann ergeben sich doch daraus enorme Chancen, uns selber besser "rüber zu bringen" - uns wirkungsvoller und angenehmer zu übertragen?! Gewiß. Bitte erinnern wir uns der christlichen Grundsätze  - dem Anderen eine Wohltat zu sein, Schaden zu vermeiden, zu helfen und gut zu sein. Unsere Verhaltensleistungen sind das Produkt "made in myself". Da ein Lächeln, dort ein liebevolles Wort, ein verständnisvoller Blick, eine unterstützende Handreichung. Sich sein positives Verhaltensbild vom lieben GOTT absegnen zu lassen, sollte der Einstieg in den beruflichen Alltag sein.
1.Mos.l2:2 ist nicht nur für Abraham geeignet, sondern wir alle dürfen und sollten unseren Mitmenschen ein Segen sein; mit unserem Denken, unserem Reden, den Handlungen und den Emotionen. Ach ja, eine Erklärung zu dem Phänomen "Montagsauto": Nach einem schönen Wochenende zu Wochenbeginn sich wieder in einen fordernden Arbeitsprozess eingeben zu müssen, schafft nicht wenige Frustrationen, zumal am Montag. So fließen in viele Handgriffe oder auch in manche Kopfarbeit Unlustgefühle ein. Und da alles eine Wirkung hat... Dabei zeichnet es uns doch besonders in Tieflagen aus, "guter Dinge" zu sein, was - im wahrsten Sinn des Wortes - auch ein "gutes Werk" ist, wie ich meine.

                gerhard krause