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0103

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Lebens-Ängste

Wenn Angst unser Leben bestimmt, sind wir Fraß für die Wölfe! Der Hund, der die Angst seines Gegenübers zu riechen vermag, wird dies als Schwäche bewerten und sich besonders aggressiv gebärden.
"Angst fressen Seele auf" heißt ein alter Film in dem verdeutlicht wird was Angst anstellt, wenn sich nicht dagegen gestemmt wird. Angst ist immer von unten! GOTT ist kein Angstmacher, aber alles was gegen das Gute ist, nutzt die Schiene Angst. Schließlich ist Teufel Angst ein Zerstörer und legt es vehement und listig darauf an, uns den inneren Frieden zu rauben. Dabei dürften sich diese elenden, destruktiven Kräfte auf unserer Welt wie im Supermarkt vorkommen, so riesig ist die Auswahl, wie man uns angstplagen kann. Favorit ist derzeit die Angst vor Altersarmut! Die größten Ängste unseres Volkes beziehen sich auf höhere Steuern und die Gefahr einer Altersarmut. 59% der dazu befragten Bundesbürger befürchten von Steuerlasten erdrückt zu werden und 54% weinen schon mal vor, weil's Geld im Alter nicht für die Brötchen reichen könnte. Krieg oder Terror rangieren in der Hitliste der Ängste mit 42% fast noch im Kuschelsektor. Typische Ängste der Nachkriegsgeneration, wie die Angst vor dem "kalten Krieg" zwischen Ost und West, sind demnach dem Versorgungskummer gewichen. Heute heißt der Feind Arbeitslosigkeit mit potenzieller Not, in Bedeutungslosigkeit unterzugehen, in einer verblassenden Wohlstandsgesellschaft. Der Trend auszuwandern, darf nicht wundern: Hoffnungen richten sich nach Ausserhalb! Angst macht Beine und das nicht nur, wenn der Hund hinter einem her ist. 155.000 Deutsche wanderten in 2006 in alle Welt aus. Das sind 10% Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Weil 60% keine Perspektive mehr sahen, entflohen sie dem Heimatland. Aber da man sich selber ja überall mitnimmt und mit sich sämtliches persönliche Machwerk, kann man sich nur wünschen, Friedrich der Große möge mit seiner Erkenntnis nicht zu sehr recht haben: "Alles  was aus Angst oder Furcht geschieht, trägt auch das Gepräge davon." Halten wir's doch besser mit der Beruhigung des Kanzelredners Abraham a Sancta Clara, aus dem 17.Jahrhundert: "Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis. " Na also. Lohnt es denn, sich auf alles Angstmachende einzulassen? Es gibt "Angsthasen", denen schon beim Gedanken an Angst bange wird. Jedes "Problem" scheint geeignet, sich darin zu wälzen. Als am 29. Januar d.J. der Asteroid mit dem hübschen Rufnamen "2007 TU 24" mit einer Geschwindigkeit von 133.000 km/h "nur" 538.000 Kilometer an unserer Erde vorbeiraste, kam bei vielen Panik auf. Immerhin ein Beinahezusammenstoß, wie er alle paar tausend Jahre stattfinden kann. Solche Angst ist manchem Zeitgenossen zu kosmisch und weit und so schlägt sich jeder Zehnte lieber mit seiner Patientenverfügung aus Angst herum, die Themen Krankheit und Sterben nicht im Griff zu haben.
Fakt ist: Angst bewirkt Niedergeschlagenheit - prügelt also unser Innenleben! Eine afrikanische Weisheit drückt aus, was uns Psychologen in ganzen Semesterserien beizubringen war und ist: "Du kannst vor dem weglaufen, was hinter dir her ist. Doch was in dir ist, holt dich ein."
Was also ist zu tun, um der Ängste Herr zu werden? Beten?? Vielleicht überrasche es dich zu erfahren, dass eine US-Studie belegt, das Betende (Gottesdienstbesucher) "im Schnitt 6,6 Jahre länger leben" und angstfreier, glücklicher leben als andere, die davon weniger halten!
Glaube versetzt wahrlich Berge, sofern er frei von Zwängen ist und ein hohes Ziel hat. Jesus Christus hatte so einen Glauben, und dennoch (oder deshalb?) waren seine Erdentage ein großer Kampf - auch und gerade gegen bestimmte Ängste!
"Christus hat in den Tagen seines Erdenlebens unter lautem Aufschrei und unter vielen Tränen flehentliche Gebete zu dem hinauf gesendet, der ihn vor dem Tode des Abfalls bewahren konnte. Sein Flehen wurde erhört, wegen seiner Gottesfurcht. " (Hebr.5:7)

Ja, Jesus der Menschensohn hatte Angst um seinen Geist, Ängste, dem Zweifel oder manch Verführerischem zu verfallen. Abwehr war seine Waffe und Glaube sein Schild! Da war diese Mega-Angst, bis an die Grenzen der physischen Belastbarkeit, auch im Garten Gethsemane - als er Blut schwitzte. Nicht die Angst vor dem Tod peinigte ihn so stark, sondern die Angst nicht für alle stark genug zu sein, die ihm da mit ihren Greueltaten aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in schrecklichen Visionen vor Augen geführt wurden. Eine Liebe wurde gefordert, wie sie nur ihm, der aus GOTT ist, möglich ist. Sein grenzenloses Vertrauen in die Allmacht, seine "Gottesfurcht" fing ihn auf.
Und was ist mit uns, mit unserer Existenzangst? Lukas hat uns dazu etwas zu sagen: "Ihr Kleingläubigen! Fraget daher nicht ängstlich was ihr essen und trinken sollt und lasst euch nicht zwischen Hoffen und Fürchten hin und her zerren. Denn über all das ängstigen sich die, welche ohne Glauben und Gottvertrauen durchs Leben gehen.
Euer Vater weiß ja, dass ihr das alles nötig habt."   (Luk. 12:29,30)
Noch Fragen?
gerhard krause