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Alte Liebe rostet nicht

Etwa 55% aller Bundesbürger - so eine Studie - glauben an die Liebe auf den ersten Blick!

Gehen wir aber mal davon aus, dass sich solches Topperlebnis insgeheim noch mehr wünschen. Dass zunehmend mehr Deutsche Single bleiben wollen, scheint dazu im Widerspruch zu stehen. Bereits über 13% schützen Tisch und Bett vor fremder Besetzung und wollen sich einen Lebensentwurf inklusive Verehelichung und Kinder einfach nicht vorstellen. Dabei muss ja nicht jeder solch krasse Abstriche machen, wie einst der dänische Märchenerzähler Christian Andersen, der zeitlebens unverheiratet war und niemals Sex gehabt haben soll.
Die Gründe aufs Geschnäbel zu verzichten und sich selbst nicht herzugeben, dürften vielfältig sein. Auch wenn Napoleons Spruch vielleicht anders gemeint war, soll er hier Verwendung finden: " Wer sich fürchtet erobert zu werden, hat schon verloren." Halten wir uns lieber an Adarwund Evas Sehnsüchte und folgen wir deren   Zweisamkeitsmuster:   Nehmen   wir   die    verführerische Herausforderung an!
Die Nachfrage nach Partner und Partnerinnen ist groß. Die Pirschmethoden sind sehr unterschiedlich und enthalten zunehmend unromantische Qualitäten. Würden sonst dreizehn Millionen Singles über Internet die "große Liebe" suchen? Ganz anders die schwärmerischen Werbungsversuche der prähistorischen Vorcomputer-Generationen. Sie nutzten noch die lauen Sommernächte für heiße Verführungssprüche und während der Mond sich endlich verschämt hinter einer Wolke verkroch, wurde direkt - von Mensch zu Mensch - etwas für den Erhalt unseres Volkes getan. Wenn sich die Mouseklick-Generation per Internet auf Suchmaschinen verlässt, provoziert dies freilich zwischenmenschliche Pleiten! Wird die alte Kunst des Gunsterwerbs verlernt? In lustvoller Gewinnerwartung seinen PC abzubusseln und statt körperlichem Einsatz und Mundwerk die Elektronik für sich arbeiten zu lassen, kann's doch nicht sein, oder? Fragmentarische Stammelsätze per Tastendruck und sich ein Bild des oder der Herzallerliebsten über den Monitor zu machen, scheinen jedoch manchen Ansprüchen zu genügen; gäbe es sonst den technisch forcierten Herzens-Tsunami, auf den so viele schwören?
Dennoch weiß die Jugend, wo wahres Können liegt, denn über 70% bewundern ihre Eltern als Vorbild. Na also, geht doch!
Unterschiede ergeben sich auch aus generativen Eigenheiten: Junghitzige nehmen das schwere Leben leichter und die Stahlblondgeneration tut sich schwerer mit der leichten Lebenseinstellung. Dennoch: Die Ehe sei hochgelobt! Sie ist der Ausstieg aus Unverbindlichkeiten und gleichzeitig der Einstieg in Verbindlichkeiten. Leider ändert sich der anfänglich beflügelte Schritt auf Freiersfüßen zu oft und wird zum schweren Trott. Weltweit hält eine Ehe im Durchschnitt nur fünf bis sieben Jahre...
König Salomo, der Sohn Davids, machte da eine ganz andere Rechnung auf. Über siebenhundert Ehefrauen soll er gehabt haben und die übrige Langeweile vertrieben ihm zusätzlich über dreihundert Gespielinnen.
Ob er wohl triebgesteuert war? Wen wundert's, dass er keinen einzigen Krieg geführt hat?! Wer sich soviel Liebe verschrieben hat, dem dürfte jeglicher Sinn für Hader fehlen. Die Wichtigkeit der Ehe unterstrich Albert Einstein durch mehrere Versuche und in seiner typischen Art vermerkte er über eine seiner Ehen: " Die Ehe ist der erfolglose Versuch; einem Zufall etwas Dauerhaftes zu geben."
Ach du Armer, möchte ich ihm da posthum zurufen. Zufall, wenn zwei Herzen im Gleichklang schlagen? Zufall, wenn "Ameisen im Bauch" einen Dialekt der Liebe vermelden? Zufall, wenn sich zwei verschiedene Charaktere einen Weg suchen, wenn Gedanken verschmelzen und der gesamte Kosmos zwei Menschen unwichtig wird? Und wenn Augen trotz hohen Alters glücklich leuchten, dann kann das kein Produkt des Zufalls sein. Was GOTT der Herr über ein eigenes Ehegebot schützt und segnet, verdient durchaus die Zuordnung Fügung! Wenn, ja wenn wir es Ihm, dem "Füger" in die Hände legen. Was taugte Zweisamkeit, wenn sie nicht vom Lichtstrahl der höchsten Liebesmacht erfasst würde? "In guten wie in schlechten Zeiten" miteinander zu bestehen, geht nur mit dem, der uns durch und durch kennt und weiß, was wir brauchen.
Auch GOTT ist online und wartet nur darauf, in Herzensangelegenheiten angesprochen zu werden. Warum auf profane, kalte Anbieter und Vermittler setzen, wenn ER es doch fügen kann? Alles hat seinen Preis: "Tust du was GOTT will, tut GOTT was du willst."
Was GOTT will, ist kein Geheimnis: dein Vertrauen, deine Liebe, deine Geduld. Ist es nicht so, dass wir - neben dem Vertrauen zu Ihm - noch (sicherheitshalber) andere Hoffnungsträger anzapfen; es an inniger, demütiger Liebe zum Höchsten mangelt und Geduld nicht unsere Stärke ist? Dann aber lässt Er uns in unseren freien Willen laufen und die Ergebnisse? Siehe Statistiken!
Es gibt die menschlichen Risikostrecken: die "Vernunfts"-Ehe, die Versorgungsehe, die Torschlußpanik-Ehe und die Ehe ohne Liebe...!
Wer auf GOTT baut, muß ehrlich sein und Sein Segen überspringt die dunklen Lücken der Lieblosigkeit. Menschenliebe ist zwar zeitbefristet, verträgt trotzdem keine Lüge. GOTTes Liebe war, ist und bleibt und stärkt jede Partnerschaft von Ich und Du, auch die der Jung-, Mittel oder Hochaltigen. Nein, Liebe muß kein Verfalldatum haben und keiner soll glauben, die reife Liebe sei weniger erfüllend als junges Hopsasa, denn "man liebt mit dem Herzen und nicht mit dem Alter"!
Des män isch net bloss, sondern das weiß ich. Ihr

gerhard krause