kirche_head2
SEND_COVER

Nr.:

0002

zurück zum

“Liebe” Nachbarn

Offene Frage: Wie stehen Sie zu Ihren Nachbarn? Oder sollte ich besser fragen, wie Ihr Nachbar zu Ihnen steht?
Zu einem anderen Menschen stehen, zusammenhalten, für ihn da sein...
Hält mein Nachbar zu mir? Ist er mir eine liebe Hilfe? Halt! So kommen wir nicht voran, denn ich höre schon die vielen Beschwerden: "Mein Nachbar denkt nur an sich, ist intolerant, unfreundlich, laut und rücksichtslos!", usw. usw. Glauben Sie mir, auch ich könnte noch einige Bewertungen hinzufügen. Betrachten wir es einmal realistisch:
Da leben Menschen in einer Gemeinde, Haus an Haus oder sogar unter einem Dach, Tür an Tür. Jahraus, jahrein, oft ein ganzes Leben lang! Tatsächlich spielen sich die Leben in allen Details nebeneinander ab, nur von wenigen Wänden getrennt. Fast ist man geneigt zu sagen, man ißt miteinander, schläft Kopf an Kopf, lacht und weint manchmal über das gleiche Geschehen, wird quasi miteinander älter und sieht die Kinder des Nachbarn ebenso heranwachsen wie die eigenen. Oftmals sind uns doch die Geschichten und Situationen des Nachbarn (scheinbar) vertrauter, als die eigenen und bei "denen" blickt man sowieso durch... Geben Sie mir recht, daß da eigentlich mehr Gemeinschaftsgeist sein sollte? Mehr Kooperation und Freundlichkeit? Ich sag's mal so: In 50 Jahren kräht kein Hahn mehr nach uns oder unseren Nachbarn. Es wird uns hier nicht mehr geben! Warum sich also gegenseitig das Leben schwer machen, warum sich ärgern und warum so kleinlich sein? Nun, die Crux sind die Egoismen, die Eigeninteressen. Freilich sollen wir an unsere  persönliche Lebensgestaltung denken, doch könnte diese Lebensart in mancher Beziehung wärmer, erfüllender, einfach christlicher sein, so denke ich. "LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST" Jesus würde  sicherlich nicht an unserem Nachbarn scheitern - und du mußt es auch nicht! Drehe doch "den Spieß" um und schließe einen stillen und anhaltenden Friedensvertrag mit deinen Nachbarn. Lächle den mürrischen, unausgeschlafenen, frechen oder gedankenlosen Mitbürgern einfach freundlich zu und verzeihe ihnen, daß sie deinen Friedensvertrag noch nicht kennen. Aber nicht nur das Schlechte steckt an, sondern auch das Gute! Gehe also du mit gutem Beispiel voran. Ich weiß es ist schwer, aber du schaffst es. Da will ich mitmachen!

Ihr Gerhard Krause