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Gerhard Krause Vorsitzender Geistchristliche Kirche e.V.,
Hauptstr.  85
67271 Kindenheim

 KIRCHEN DÜRFEN NICHT SCHWEIGEN

 

"Dieser Tag hat die Welt verändert". Die Aussage unseres Bundespräsidenten bezieht sich auf die Ungeheuerlichkeit eines terroristischen Hammerschlages "gegen die Grundregeln jeglicher Zivillisation". Wir sind gezwungen Zeitzeugen unfassbarer Gewalt zu sein, wie sie am 11. September 2001 die Erträglichkeitsgrenze der meisten Menschen karambolierte. Je nach Temperament, stumm oder laut, gipfelt eine lähmende Ratlosigkeit aus allen Bereichen der Welt in die Frage: "Was ist das für eine Welt, in der wir leben?”
Verbrecherische Gehirne provozieren diese Frage nicht erst seit dem Anschlag auf das World Trade Center. Die Ermordung unschuldiger, wenn auch tausender Mitmenschen ist deshalb kein singuläres Ereignis, weil tagtäglich in irgendeiner Ecke unseres Planeten Unschuldige umgebracht werden, verhungern, verdursten, an Krankheiten oder Verletzungen sterben. Nun aber konfrontiert uns unbarmherzig eine neue Variante völlig menschenverachtender Brutalität und die Schwelle der Gewalt wurde weitergestossen. Zwangsläufig drängt sich die Frage nach der nächsten Stufe unmenschlicher Rücksichtslosigkeit auf, denn unser Weltmotto: höher, schneller, weiter scheint nun auch die Strategien von Terroristen zu bestimmen!
Wie aber kommt es, daß sich ein Mensch, den wir Täter nennen, derart erniedrigt und von allem befreit, was Mitgefühl genannt werden könnte? Durchaus unter Einbeziehung psychologischer Definitionen, sollte hierüber eine geistig-fundierte Aufklärungsarbeit der Kirchen beginnen; den Menschen über seinen  G e i s t  zu erklären, böte die Chance wenigstens eines Hauchs von Verständnisses. Einen Osama Bin Laden zu erklären fällt schwer, ist aber möglich. Die Einstellung Iraks oder Irans ist bekannt - die Mullahs geben sich wie sie sind. Kräfte wie die Hisbollah oder radikal-islamische Taliban haben sich den Verdacht verdient, Urheber von Gewalt zu sein. Sie aber betrachten sich wiederum als Opfer westlicher Politik. Opfer auf beiden Seiten also?

Es gibt ebenso den von Fanatismus gepeitschten Islam wie den gemäßigten. Die einen parolisieren die Ungläubigen “auszumerzen”, die anderen warnen vor Hasstiraden. Die guten von den schlechten Menschen zu unterscheiden fällt nicht schwer, wenn wir auf Zeichen von Humanität, Verständnis, Respekt, Vergebung achten. Den Ausdruck von Zivilisiertheit, aber auch von Unzivilisiertheit, sendet der Geist, welcher reif oder unreif ist und sich an der Dominante des wahren GOTTes messen zu lassen hat: die LIEBE. Sie zu erlernen, sie zu geben aber auch zu nehmen, ist der Hauptgrund, warum unser Fuß zum Pilgerlauf auf diese Erde gesetzt worden ist. So mögen die christlichen Kirchen endlich - non stop - verkünden. Der entwickelte Geist mag unter Lieblosigkeiten und Boshaftigkeiten leiden (der Sensibilitätsgrad verrät es!), doch schwächer als das Niedere ist er niemals! So, wie Jesus Christus trotz des Kreuzestodes siegte. Trotz allen Anrennens gegen die Macht des Guten, des Wohlgeruches der Unschuldigkeit und grausamster Vergehen, wird die Menschheit die Friedfertigkeit lernen  und wenn nicht in einem Leben, dann in mehreren. Denn Christus hat nicht den Sieg über Luzifer errungen, um dieses Stück Hölle, das wir verklärend “den blauen Planeten” nennen, in Chaos versinken zu lassen. Stets vermag das Licht die Dunkelheit zu durchdringen und nicht umgekehrt.
Da diese Erde nicht das Paradies ist, eröffnet der Märtyrertod im Glauben dem Moslem eben dieses Paradies und dies entnehmen auch palästinensische Kinder ihren Schulbüchern, deren Finanzierung einem EU-Programm zu verdanken ist. Verrückte Welt! Die Spirale der Gewalt beginnt bereits im Kindergarten, wenn kampfsportbetörte Hosenmatze mit ihren Fäustchen kleine Nasen einschlagen.

Der Verrohungszustand des individuellen Geistes bestimmt die Gewaltbereitschaft und hält die Spuren Kains frisch! Toleranz und Gemeinschaftssinn werden durch Egoismen verhindert. Nur Eigeninteressen zählen  - im Kleinen wie im Großen. Wenn uns eine Größenordnung, wie die New Yorker Geschehnisse, ins Begreifen zwingt, fühlen wir uns noch erschüttert. Aber müssen wirklich erst mit Tragödien gefüllte Flugzeuge eine knallharte Realität schaffen  - wie sie sonst nur in Action-Filmen zu erleben ist, um uns aus den bequemen Sesseln zu heben und begreifbar zu machen, daß der nächste Verstoß gegen Mitmenschlichkeit bereits an der nächsten Ecke zu erleben ist?! Gehen wir in diesen Tagen nicht ein wenig dankbarer auf unsere Lieben zu? Dann hätten wir zumindest das gelernt. Kritisch bewertet, ist der etwas verspätete Kommentar des Papstes eine arge Untertreibung, wenn er von einem "schrecklichen Schlag gegen die Würde der Menschheit" spricht und ist dies zwar eine Beurteilung, nicht aber eine Hilfe für Millionen, die schon mit kleinen Erklärungsversuchen zufrieden wären. Doch dafür muß man zum einen die geistigen Hintergründe erhellen und zum anderen freilich etwas davon wissen. Wenn die moderne Medientechnik Nachrichten in Minuten um den Erdball tragen kann, dann dürften die Großkirchen nicht versäumt haben, zu einer zeitgleichen Bündelung guter Gedanken, Gefühle und Gebete all ihrer doch bereitwilligen Gläubigen aufzurufen. Schweigen ist kein Ersatz dafür. Gedanken sind tatsächlich eine Macht und nicht mobilisierter Glaube ist eine Farce! Optimierter Beistand bewegt die Welt und tausende Lichterkerzen gläubiger und anteilnehmender Menschen sind oft die einzigen Hoffnungspunkte, die diese Welt erhellen, aber auch ermutigen. Gebündelte Gebete aber, die Seilen gleich kräftig zum Herrgott aufsteigen können, gehören angeregt und wenn nicht aus Dienerreihen der Kirchen, von wem dann?

GOTT ist Herr über Leben und Tod, doch lässt er des Menschen Wille deshalb gelten, um die Freiwilligkeit des Handelns nicht zu unterbrechen. Gezwungenermaßen gut oder schlecht sein zu müssen, funktioniert nicht! Einer der Kirchen entströmte in diesen Tagen die Drohung, nun endlich einmal mit dem Herrgott “Tacheles” reden zu wollen. Nur Ohnmacht und Trauer vermögen geschöpfliche Selbstüberschätzung zu erklären. Entschuldigt ist damit aber nichts. Solch unqualifiziertes Hadern mit dem, der Mensch und Geist und alles was Seinen Atem in sich trägt, so sehr liebt und ersehnt, GOTT, erscheint ebenso eine Novität zu sein als das Großverbrechen in Amerika. Körper können zerstört werden, doch das, was sich ebenbildlich an GOTT anlehnt und für das Leben bestimmt ist, der Geist, bleibt unberührt und erhält sich seine eigene Qualität! Viele mögen ausrufen wie Prinz Charles von England: "Es ist so schwierig das zu verstehen". Dies, weil verloren gegangen ist, was die Frühchristen noch als Lebenszweck wußten und pflegten: die Reinigung des Geistes, mittels dieser menschlichen Existenz, welche wie ein Kleid übergestreift wurde; die Nutzung seiner Mittel, Möglichkeiten und Gaben um wieder rein zu werden im Geiste und dies unter Beanspruchung jener Helferin, wie Jesus Christus sie jedem Wünschenden zur Seite zu stellen bereit ist: Die heilige Geisterwelt GOTTes. Unterschlagen auch die christliche Lehre der Reinkarnation mit all dem Trost und der wunderbaren Weisheit des Herrn, was damit verknüpft ist. Zweifle nicht an das Geborgensein in der Hand GOTTes, was immer auch mit dir geschieht und schließe dich gerade in diesen Tagen, Wochen und Monaten nicht Rachegelüsten und Vergeltungsrufen an,  weder im Herzen, noch im Sinn, noch im Wort und schon gar nicht in Tat. Unschuldsblut kann nicht mit neuerlichem Unschuldsblut abgewaschen werden  und wäre es auch nur e i n Mensch der es geben müsste. Gerechtigkeit ist weder des Menschen Stärke noch die eines Staates, der die Todesstrafe vollzieht. Wo bleibt da ein respektables Entsetzen und das Nachdenken über das Kausalgesetz von Ursache und Wirkung? Würden 40 Milliarden $, die für den “1.Krieg des 21.Jahrhunderts”, wie fast stolz geprotzt wird, gegen den inneren Protest in den ärmsten der Armen unseres Planeten und besonders den Kindern fundamentalistischradikaler Kreise eingesetzt  und sie versorgt und umsorgt werden mit dem, was wir Christen Nächstenliebe nennen, dann wäre dies ein Lehrstück für alle und viele Generationen und der Segen GOTTes könnte strömen. Könnte Jesus, um positiv zu bleiben, nicht gesagt haben: “Wer Hass sät, wird an der Liebe scheitern!"? Den Sieg. des Guten zu belegen, ist unsere Aufgabe.